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Service Learning-Projekte für mehr demokratisches Miteinander in Schule und Gemeinde

Inhaltsverzeichnis

1. Kontext, Begründungen, Ziele

Die Haupt- und Realschule Salem bewarb sich für die Teilnahme am BLK-Programm "Demokratie lernen & leben" mit der Motivation, weiter an einem ganzheitlichen Leitbild für die Schule, das Schulleben und das pädagogische Handeln zu arbeiten, das von demokratischem Miteinander geprägt sein sollte. Jede/r an der Schule sollte sich - nach Vorstellung von Schulleitung und Kollegium - für das Miteinander engagieren und Verantwortung für sich und die anderen übernehmen.
Die Entwicklung zur Ganztagsschule sah die Schule als Chance und Anreiz, Schüler/innen und Lehrer/innen zum Engagement bei der Gestaltung der Konzepte zu ermutigen, um die Schule zu einem lebendigen Lernort zu machen.
Die Schüler/innen empfanden die Notwendigkeit, durch bessere Kommunikation und vertrauensvolles und verantwortliches Miteinander, eine differenziertere Wahrnehmnung für andere und deren Bedürfnisse zu entwickeln. Dieses Anliegen war den Schüler/innen besonders wichtig, da die Schule in der Nachbarschaft zu einer Wohnsiedlung liegt, in der viele Menschen unterschiedlicher kultureller Herkunft wohnen, und viele Schüler/innen mit Migrationshintergrund die Hauptschule des Bildungszentrums besuchen. Die Schüler/innen formulierten damit ihr Bedürfnis nach einem gelingenden Miteinander.
Zudem fordert der neue Bildungsplan in Baden-Württemberg seit dem Schuljahr 2004/05 einmal in der Schulzeit ein so genanntes "Soziales Engagement", das in themenorientierten Projekten ausgeübt werden soll. Die Schule wollte diese Anforderung u. a. durch Service Learning-Projekte erfüllen.
Neben der verbindlichen Einführung des Klassenrates wollte die Schule Service Learning schrittweise als festen Bestandteil des Schulprogramms und des Schulalltags einführen.
Mit ihren Service Learning-Projekten verfolgte die Schule folgende Zielsetzungen:

  • das Miteinander inner- und außerhalb der Schule und von Umfeld und Schule verbessern,
  • die Kommunikation zwischen verschiedenen Schülergruppen und Gesellschaftsgruppen (z. B. jung und alt) verbessern,
  • die Schule ins außerschulische Umfeld öffnen,
  • die Fähigkeit der Schüler/innen entwickeln, gesellschaftliche Problemlagen in ihrem Umfeld wahrnehmen und analysieren zu können,
  • die Fähigkeit der Schüler/innen entwickeln, mit ihnen fremden und unvertrauten Personen zu kommunizieren und umzugehen sowie in einem ihnen unvertrauten Umfeld handeln zu können,
  • die Schüler/innen unterstützen, Initiative für ihre Vorhaben zu zeigen, Frustrationstoleranz zu lernen, Strategien zu entwickeln, sowie die Fähigkeit zu entwickeln, sich Hilfe und Unterstützung zu suchen,
  • Selbstvertrauen und Empathiefähigkeit bei den Schülern stärken.

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