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TOOLBOXSCHULE SchulkulturGestaltung der Schule als LebensraumWertschätzung und soziales Klima in der Schule und in den KlassenSozialtraining als Baustein einer umfassenden Kompetenzvermittlung an der Staudinger-GesamtschuleDas Projekt "Selbstwirksamkeit"Das Schülermentoren- system - Verantwortungs-übernahme zur Verbesserung des SchulklimasIndividuelle Erziehungs- vereinbarungen - demokratischer Umgang mit UnterrichtsstörungenIndividuelle Erziehungs- vereinbarungen - demokratischer Umgang mit UnterrichtsstörungenInteraktionsstunden - soziales Lernen im StundenplanMediationsangebot für SchülerInnen in den PausenSchülerrat und Schülervollver- sammlung als Meilensteine auf dem Weg zum SchülerforumSoziales Lernen als Unterrichtsfach im Rahmen eines präventiven GesamtkonzeptesStreitschlichterprogramm für Grundschulen Training zur GruppenarbeitsfähigkeitVerantwortungs- übernahme von Grundschülern in der GemeindeSchülerberatung und -betreuungBeteiligung von Schülern und ElternKooperation mit gesellschaftlichen Partnern |
Interaktionsstunden - soziales Lernen im StundenplanInhaltsverzeichnis1. Kontext, Begründungen, ZieleDie Aue-Schule ist eine von fünf Grundschulen in Dietzenbach. Sie liegt in einem sozialen Brennpunkt. Der Anteil von Schülern mit Migrationshintergrund liegt bei ca. 62% und weist Bezüge zu über 30 verschiedenen Nationalitäten auf. 1.1 Was sind Interaktionsstunden?In den Interaktionsstunden werden gezielt Spiele und Übungen zu Themenbereichen ausgewählt, die in einer Klasse für die Entwicklung der Persönlichkeit des Einzelnen und für ein positives Gruppenklima wichtig sind. Die angebotenen Spiele und Übungen kommen dem natürlichen Spieltrieb der Kinder entgegen und motivieren sie so zur Teilnahme. Sie beziehen die ganze Person mit ihren Gefühlen, Gedanken, Kenntnissen und ihrer Wahrnehmung ein. Die Art der Durchführung (siehe 1 und 3.2) ermöglicht es, das in der Spielsituation soeben Erlebte aus eigener Sicht zu berichten und mit den anderen Gruppenmitgliedern zu besprechen. Dieser situationsbezogene Ansatz sorgt für ein gemeinsames Erfahrungsfeld, an dessen Auswertung sich alle beteiligen können. Für ungute Gefühle und Streit wird in und mit der Gruppe nach konstruktiven Lösungen gesucht, aber auch die schönen Erfahrungen werden mit den anderen geteilt und dienen als Beispiel, wie man gut miteinander auskommen kann. Erlebtes wirkt wesentlich nachhaltiger als Lernen über abstrakte Situationen. Die Kinder lernen in der "peer " so Neues übereinander, voneinander und miteinander. Soziale Kompetenzen werden in dieser Form kontinuierlich gefördert und weiterentwickelt. Die in der Stunde erarbeiteten Lösungen werden festgehalten und in ähnlichen Situationen abgerufen. Die hierbei entwickelte sprachliche Kompetenz kommt auch dem Unterricht zugute. (Anmerkung: Diese Form des Lernens in der Gruppe findet man z.B. auch bei der "Themenzentrierten Interaktion" von Ruth Cohn.) In der Interaktionsstunde übernimmt die Lehrkraft die Rolle des Moderators. Dieser hat während der Gesprächszeiten folgende Aufgaben:
Soziale Kompetenzen werden dadurch gefördert und konstruktive Problemlösungstechniken konkret erfahrbar und erlernbar gemacht. Mit den Interaktionsstunden wollen wir den Schülerinnen und Schülern Formen friedlichen Zusammenseins vermitteln und sie dazu befähigen, in der Gruppe zu leben und zu arbeiten. Dazu gehören:
Durch den beschriebenen situationsbezogenen Ansatz, welcher die Interaktionsstunde charakterisiert, findet unmittelbares, exemplarisches Lernen statt. Die wachsende offene und vertrauensvolle Atmosphäre, die sich in diesem Rahmen entwickeln kann und die gezielte Bearbeitung von in der Interaktionsstunde aufkommenden Konflikten wirken sich positiv auf die Konfliktfähigkeit der Kinder und das Klassenklima aus. Lern- und Lebenssituationen in der Schule werden so von Kindern demokratisch mitgestaltet. Die Kinder fühlen sich ernst genommen und üben sich in eigenverantwortlichem Handeln - sie erfahren: "Ich bin Teil des Ganzen". |
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