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TOOLBOXSCHULE SchulkulturGestaltung der Schule als LebensraumWertschätzung und soziales Klima in der Schule und in den KlassenSchülerberatung und -betreuungBeratungsgespräche zur Auswertung und Planung von LernprozessenDiagnose und Beratung unter Einbeziehung eines Selbsteinschätzungs- instrumentsMediationsangebot für SchülerInnen in den PausenSchüler-Lehrer-Elterngespräche zur individuellen FörderungBeteiligung von Schülern und ElternKooperation mit gesellschaftlichen Partnern |
Schüler-Lehrer-Elterngespräche zur individuellen FörderungInhaltsverzeichnis1. Kontext, Begründungen, ZieleDie Beratungsgespräche waren 1995 die Antwort der Gesamtschule Waldau auf die Forderung des Kultusministeriums Hessen, das Arbeits- und Sozialverhalten halbjährlich mit dem Austeilen der Zeugnisse zu dokumentieren. Als seit Jahren gewachsener Konsens im Kollegium gilt, die Schüler in unserer Schule individuell und differenziert zu fördern und zu beurteilen. So begründete sich die mit einem Beschluss der Gesamtkonferenz abgesicherte eindeutige Ablehnung, Arbeits- und Sozialverhalten in Ziffernnoten auf dem Zeugnis auszudrücken. Seit 1995 ist die OSW Versuchsschule des Landes Hessen mit dem Auftrag, das selbstständige Lernen zu fördern. Dies geschieht vorwiegend in dem besonderen Lernbereich „Freies Lernen“, in dem die Schüler sowohl an selbst gewählten Themen als auch an Inhalten aus den Fächern Lernkompetenzen erwerben und trainieren » (Schulprogramm). Das Beratungsgespräch zwischen Eltern, Schüler und Lehrer erschien uns als Chance, Arbeits- und Sozialverhalten sowie Anstrengungen und Fortschritte im selbstständigen Lernen, die auf dem Zeugnis nicht dokumentiert werden, differenzierter darzustellen und gemeinsam zu erörtern. Gleichzeitig bot sich hier die Möglichkeit, in den Unterrichtsbereichen erteilte Zeugnisnoten zu erläutern und individuelle Lernvereinbarungen abzusprechen. Gespräche und Lernvereinbarungen zwischen Eltern, Schülern und Lehrern waren an unserer Schule zwar auch durchaus schon vor 1995 üblich und verbreitet, sie wurden damals allerdings von den Kollegen eher individuell ausgestaltet. Um die Beratungsgespräche angemessen zu dokumentieren, musste eine geeignete Dokumentationsform für die Gesprächsergebnisse gefunden und vereinbart werden. Die Einführung von Beratungsmappen konnte der „logistischen“ Zusammenführung der drei an unserer Schule gängigen Beratungsbereiche Lernberatung, Sozialberatung und Laufbahnberatung dienen und sie konnte zugleich gewährleisten, dass verschiedene am Beratungsprozess beteiligte Personen „an einem Strang ziehen“. Hintergrund hierfür waren Rückmeldungen aus der wissenschaftlichen Begleitung des Schulversuchs über Befindlichkeiten von Schülern der 9. und 10. Klassenstufe sowie die Notwendigkeit, Übergänge zu weiterführenden Schulen und in den Beruf optimaler zu begleiten. Wir versprachen uns von Beratungsmappen, dass Beratungshinweise so dokumentiert würden, dass während der Schullaufbahn immer wieder darauf zurückgegriffen werden könnte. Damit würde das Wissen aus den Beratungen nicht allein bei den Schülern gebündelt und durch sie vermittelt werden, sondern allen an der Beratung Beteiligten gleichermaßen zugänglich sein. Mit dem Einsatz von Beratungsmappen und den Elterngesprächen verfolgen wir konkret die folgenden Ziele:
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