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Teamstrukturen zur Unterrichtsentwicklung

Inhaltsverzeichnis

1. Kontext, Begründungen, Ziele

Die Erich-Kästner-Schule war ursprünglich eine Hauptschule. Im Jahr 1997 wurde sie zur Regionalen Schule umgewandelt, in der Haupt- und Realschulbildungsgang integriert sind. Ebenfalls in diese Zeit fielen administrative Vorgaben durch das Ministerium (Erarbeitung einer pädagogischen Konzeption, Einrichtung einer Steuergruppe für Schulentwicklung). Durch die veränderten äußeren Strukturen bot sich auch eine Veränderung innerer Strukturen an. In der vorherigen, viel kleineren Schule gab es gute Ansätze einer lockeren, noch nicht institutionalisierten Teamarbeit. Sie war noch stark von einzelnen Personen abhängig. Kollegiale Absprachen erfolgten damals durch spontane Gespräche im Lehrerzimmer.

Die Erweiterung der Bildungsgänge brachte auch eine veränderte Eltern- und Schülerschaft und eine andere Anspruchshaltung mit sich. Das motivierte das Kollegium zusätzlich, die bereits begonnene Verbesserung des Unterrichts systematischer zu betreiben. Gemeinsam mit Schülern und Eltern wollten wir durch eine veränderte Unterrichts- und Schulkultur die Regionale Schule Ransbach-Baumbach als Haus des Lernens und Lebens gestalten.

Mit der Veränderung des Unterrichts wurde uns zunehmend bewusst, dass nur in Verbindung mit einer gleichzeitigen Veränderung unserer vorhandenen Kommunikations- und Kooperationsformen der gewünschte und erforderliche qualitative Erfolg für Unterricht und Erziehung zu erreichen war.

Mit einer auf Selbstständigkeit und Eigenständigkeit angelegten Teamstruktur in der Zusammenarbeit der Lehrer untereinander, aber auch mit der Schulleitung, den Eltern und Schülern sollte erreicht werden, dass bei der Umsetzung der pädagogischen Konzeption möglichst alle „an einem Strang ziehen“. Durch die geplante Einbindung aller Kollegen in Teams sollten eine auf Konsens, Freiwilligkeit und Selbstverantwortung angelegte Handlungsweise und eine gemeinsame pädagogische Identität entwickelt werden.

Mit unserer Teamstruktur wollen wir konkret folgende Ziele erreichen:

  • Aufbau und Stärkung der informellen kollegialen Kommunikationsstruktur korrespondierend mit dem Abbau von Ängsten und Hemmungen;
  • Einleitung und Fortsetzung des schulinternen Entwicklungsprozesses durch bessere Nutzung der persönlichen Ressourcen;
  • Verbesserung der Unterrichtsqualität und Aufbau einer neuen Lernkultur;
  • vom „Ich und meine Klasse“ zum „Wir und unsere Klassenstufe/Schule“;
  • Aufbau und Stärkung einer auf Gemeinsamkeit beruhenden pädagogisch–unterrichtlichen Denk- und Handlungsweise hinsichtlich der gesamten Klassenstufe;
  • Gemeinsamkeit in Planung und Durchführung von verändertem Unterricht, Unterrichtsprojekten, Aktionen, Vorhaben, Elterninitiativen, Fortbildungen und Lernkompetenztraining;
  • ein Mehr an Entlastung, Kreativität, gegenseitigem Vertrauen, Zusammenarbeit und Miteinander.

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