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Projektunterricht im Fächerverbund "Mensch, Natur und Kultur" in Klasse 3 und 4

Inhaltsverzeichnis

1. Kontext, Begründungen, Ziele

Unser Ausgangspunkt für den hier dargestellten pädagogischen Ansatz war eine Idee, mit der sich unsere Schulentwicklung untermauern ließ. Der in Baden-Württemberg (BW) zur gleichen Zeit angestoßene Schwerpunkt der Schulreform bot hierfür einen günstigen Kontext.

Orientierung an Stärken und Interessen spielt an der Paul-Hindemith-Schule eine wichtige Rolle. Wir haben uns 2002 auf den Weg gemacht, eine neue Lern- und Arbeitskultur zu entwickeln. Wir gehen davon aus, dass Schüler motivierter sind, wenn sich Lerninhalte mit ihren Interessen decken. Dazu gehört es, sie an der Planung und Gestaltung der Lernprozesse teilhaben zu lassen. Wir ermutigen sie, ihr Lernen selbst in die Hand zu nehmen und begleiten sie als Lernberater. Diese Art des Lernens lässt sich am besten im Projektunterricht anwenden. Denn dort können die Kinder vieles selbst entscheiden und vor allem eigene Interessen bzw. Stärken einbringen. Pragmatisch und stimmig erscheint es, die Stärken und Interessen der Lehrer ebenso ernst zu nehmen und als Ressource anzusehen.

Unser Kollegium hatte sich Ende des Schuljahres 2002/03 an einem "Pädagogischen Tag" ausführlich mit dem Entwurf des neuen Bildungsplans in BW befasst. Den Schwerpunkt hatten wir auf den darin vorgesehenen Fächerverbund "Mensch, Natur und Kultur" (MeNuK) gelegt. Unser Ansinnen war, für die Klassen 3 und 4 ein Konzept zu erstellen, das an den projektorientierten Unterricht unserer jahrgangskombinierten Eingangsklassen anknüpfen sollte. Die Klassen 1 und 2 sind an unserer Schule seit Beginn des Schuljahres 2002/03 jahrgangskombiniert - ein Ansatz, zu dem es 1997 im Land die ersten Modellschulen gab.

Dadurch, dass wir die Projekte klassenübergreifend durchführen, ermöglichen wir den Schülern mit unserem pädagogischen Vorhaben zudem einen sanfteren Übergang von den Eingangs- in die Jahrgangsklassen.

Mit den Projekten im Fächerverbund wollen wir konkret folgende Ziele erreichen:

Bei den Schülern:

  • Die Schüler können zunehmend "selbstständiger" arbeiten, d. h.: Sie können
    • sich selbst Ziele setzen;
    • sich selbstständig Informationen beschaffen;
    • sich in dem von ihnen ausgewählten Teilbereich zum "Experten" bilden.
  • Die Schüler verfügen über entsprechende Methodenkenntnisse, die sie auch in neuen Situationen anwenden können.
  • Die Schüler können in einem (2-er bis 4-er) Team zusammenarbeiten, dem neben Klassenkameraden auch Mitschüler der Klassenstufe angehören.

Im Kollegium:

  • Lehrer sind Experten für ein Thema, in das sie ihre persönlichen Stärken und  Neigungen einbringen können. Sie übertragen dadurch ihre Begeisterung auf die Schüler.
  • Sie beziehen die Stärken und Interessen der Schüler in die Unterrichtsplanung ein, indem sie Schwerpunkte des Unterrichts gemeinsam mit ihnen festlegen.

Bei den Eltern:

  • Die Eltern gewinnen Einblick in die Unterrichtsarbeit durch Teilnahme an:
    • Präsentationen der konkreten Projekte ihrer Kinder;
    • Präsentationstagen der Schule zu Projekten aller Klassen;
    • einem Eltern-Workshop, in dem sie unter realen Bedingungen Projektarbeit selbst erproben können.

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Hier können Sie den gesamten Bausteintext als pdf-Dokument herunterladen und ansehen:   Projektunterricht.pdf

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