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Das Feedbacksystem als Professionalisierungsinstrument an der Friedrich Weinbrenner Gewerbeschule Freiburg (Individualfeedback)

Inhaltsverzeichnis

1. Kontext, Begründungen, Ziele

Die Friedrich Weinbrenner Gewerbeschule (FWG) deckt mit ihrem  Bildungsangebot ein breites Spektrum an Bildungswegen für eine recht inhomogene Schülerschaft ab. Die Zusammensetzung des Kollegiums entspricht der durchaus üblichen Situation an beruflichen Schulen: Von den ca. 120 Mitgliedern liegt der Anteil der weiblichen Mitglieder bei ca. 1/6. Ca. 10% der Kollegen unterscheiden sich vom Beschäftigungsstatus: Es sind z. B. Handwerksmeister mit eigenem Betrieb. Sie sind auf Honorarbasis an der FWG tätig.

Der Mangel einer gut funktionierenden Kommunikation auf Grund der "Einzelkämpfer-Situation" der Lehrerinnen und Lehrer wurde durch eine breit angelegte Evaluation 2000 als zentrales Problem erkannt. Trotz eines als sehr gut empfundenen Klimas innerhalb des Kollegiums gab es wenig oder nur informellen Austausch über den alltäglichen Unterricht. Die Umstellung des  Bildungsangebots auf "Lernfelder" seit 2002 hatte große Auswirkungen auf die schulinterne Kommunikation und Teamarbeit. Anliegen vieler Kollegen war es, das "Einzelkämpfertum" aufzubrechen, Teamarbeit bei der Vorbereitung von Unterricht - vor allem im Bereich der Lernfelder - weiter zu entwickeln. Von Feedback an Lehrkräfte erhofften wir uns Systematisierung und Strukturierung der Kommunikation über den Kernbereich Unterricht.

Erste Erfahrungen bei der Einführung von Feedbackverfahren während der Pilotphase im Frühsommer 2004 zeigten noch eine gewisse Beliebigkeit und Unverbindlichkeit im Umgang mit dem Feedbackkonzept. Dies wollten wir beheben. Auch fehlten uns zu diesem Zeitpunkt noch klare Vorstellungen, was nach einem durchlaufenden Feedbackverfahren zu tun sei.

Mit einem Feedbacksystem an der FWG wollen wir konkret folgende Ziele erreichen:

Ebene der Schulentwicklung:

  • Zur Durchführung von Feedback soll ein flexibles System für Lehrer-Lehrer- sowie für Schüler-Lehrer-Feedback (LL-Feedback bzw. SL-Feedback) entwickelt und zur Verfügung gestellt werden. Die Verfahren sollen so aufbereitet sein, dass sie für alle Beteiligten möglichst effektiv anwendbar sind. Der Einzelne soll von ihnen einen direkten Nutzen erfahren können.
  • Das Feedbacksystem soll durch seine Struktur und die damit verbundene Stringenz einen wesentlichen Beitrag zu einer sich selbst reflektierenden und sich in Teilprozessen selbst steuernden Schule leisten und somit nachhaltig der Qualitätssicherung und -entwicklung dienen.
  • Mit der Einführung von Feedbackprozessen soll Unterricht als Kernprozess des schulischen Handelns in den Blick genommen werden.

Ebene der Personalentwicklung:

  • Einführung und Implementierung von Feedbackmethoden des LL-Feedbacks und des SL-Feedbacks sollen der Professionalisierung der Kollegen im Hinblick auf Feedback dienen und dazu beitragen, dass Feedback ein selbstverständlicher Teil der individuellen Lehrerarbeit im Schulalltag wird.
  • Reflexion des Lehrerhandelns im Unterricht soll strukturiert und regelmäßig erfolgen.
  • Vorrangiges Ziel von SL-Feedbacks ist, dass die Lehrkraft mit ihren Schülern über das Unterrichtsgeschehen und den Lernprozess ins Gespräch kommt.

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pdf-Download

Hier können Sie den gesamten Bausteintext als pdf-Dokument herunterladen und ansehen:   Feedbacksystem.pdf

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