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Selbstständiges Lernen in der Klasse als Lernwerkstatt

Inhaltsverzeichnis

1. Kontext, Begründungen, Ziele

Vor Beginn des Schuljahres 1999/2000 bestand bei einer Reihe von Kolleginnen und Kollegen der Joseph-von-Eichendorff-Schule die Überzeugung, dass zur Überwindung des traditionellen Unterrichts neue Lernformen  (s. Rahmenkonzept M 0) eingeführt und ausprobiert werden sollten. Dies sollte eine Antwort auf den wachsenden „Leidensdruck“ der Unterrichtenden sein, die zunehmend unmotivierte, mit den Mitteln des herkömmlichen Unterrichts nicht mehr zu erreichende Schüler vorfanden. Unsere Schule liegt im sozialen Brennpunkt Kasseler Osten, einem Stadtteil mit hoher Arbeitslosigkeit und vielen ausländischen Mitbewohnern. Uns wurde bewusst, dass nur Schüler, die in hohem Maße eigenverantwortliches und selbstständiges Arbeiten gelernt haben, den Anforderungen, die auf sie in ihrem Berufs- und Privatleben zukommen, gewachsen sein werden.

Die Gesamtkonferenz der Schule beschloss im April 1999 im Rahmen des  Schulprogramms die Einführung neuer Lernformen als Konzept für einen zeitgemäßen Unterricht. Ungefähr zeitgleich ergab sich für die Schule die Möglichkeit, in einem Lernnetzwerk der Bertelsmann Stiftung teilzunehmen. Diese Chance wurde aktiv aufgegriffen.

Die im Schulprogramm  (s. auch Leitlinien) formulierten Ansprüche bezüglich der Einführung neuer Lernformen ließen sich nach Auffassung vieler Kollegen am besten verwirklichen, wenn auch die Lernumgebungen, d.h. die Klassenräume der Schüler, zu Lernwerkstätten mit den entsprechenden Einrichtungen umgestaltet würden.

Mit dem selbstständigen Lernen in zu Lernwerkstätten hergerichteten Klassenräumen wollen wir folgende konkreten Ziele erreichen:

  • Die Schüler sollen in besonderem Maße selbstständiges, eigenverantwortliches Lernen mit hoher Eigenaktivität praktizieren.
  • Jeder Schüler soll seinem individuellen Lernvermögen entsprechend optimal gefördert werden.
  • Die Schüler sollen ihre überfachlichen Kompetenzen verbessern  (Schlüsselqualifikationen M 7).
  • Die Schüler sollen sich mit ihrer Lernwerkstatt und damit ihrem Klassenraum identifizieren.
  • Die Arbeit mit den neuen Lernformen in den Lernwerkstätten soll zur Erhöhung bzw. Wiedergewinnung der Berufszufriedenheit auf Lehrerseite beitragen.
  • Die Arbeit mit den neuen Lernformen in den Lernwerkstätten soll die berufliche Belastung der Lehrer reduzieren.

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Hier können Sie den gesamten Bausteintext als pdf-Dokument herunterladen und ansehen:   Lernwerkstatt_Kassel.pdf

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