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Beratungsgespräche zur Auswertung und Planung von Lernprozessen

Inhaltsverzeichnis

1. Kontext, Begründungen, Ziele

Die "Stadt-als-Schule Berlin" (S-a-S) ist aufgrund ihres besonderen Bildungsansatzes seit dem Schuljahr 2002/03 als Schule besonderer pädagogischer Prägung anerkannt. Sie umfasst die 9. und 10. Klasse. Durch die Bildungsform "Praxislernen" erwerben Schülerinnen und Schüler Allgemeinbildung. Sie können Abschlüsse der mittleren Schulstufe erlangen. und damit Abschlüsse der mittleren Schulstufe. Die Methode des "Praxislernens" ermöglicht weitgehende Selbststeuerung der Lernenden sowie individuelle, inhaltliche, leistungs- und interessenbezogene Differenzierung. Sie ist damit insbesondere für solche Schüler geeignet, die vom Regelangebot der Berliner Schule fehlgefordert sind.

Der Bildungsansatz der S-a-S ( Konzeption Bildungsansatz) wurde Mitte der 80er Jahre in konzeptioneller Nähe zur "City-As-School", New York, entwickelt, im Modellversuch der Jugendbildung (1987 - 91) und im darauf folgenden Schulversuch (1992 - 2001) erprobt und weiter entwickelt. Er verbindet innerschulisches Lernen mit dem Lernen an so genannten "Praxisplätzen" im Stadtgebiet. Lehrerinnen und Lehrer verstehen sich als Lernberater und Lernbegleiter. Lernplanung, Lernberatung und Selbsteinschätzung sind unabdingbare Bestandteile der Arbeit in der S-a-S. Die individuelle Beratung umfasst als Schwerpunkt die Lernberatung - z.B. zu den "Praxislernprojekten" oder zum Thema "schulisches Lernen und Schullaufbahn". Bei Bedarf umfasst sie auch eine soziale Beratung zur persönlichen Lebenssituation. Eine Beratung zum Verlauf von Lernprozessen ist kontinuierlich vorgesehen, sei es am Schulstandort oder am Praxisplatz. Die Beratungstätigkeit wird dokumentiert.

Bei der Umwandlung des Schulversuchs in eine Schule besonderer pädagogischer Prägung wurde 2001 ein Wechsel vom Trimester- zum Halbjahresbetrieb vollzogen. Damit entfiel je einer von zuvor drei Lernplänen und Bildungsberichten, die der Orientierung, Steuerung und Bilanzierung der Bildungsprozesse dienen. Um diese Lücke zu schließen, sind nach Diskussionen im Kollegium und nach Verhandlungen mit der Berliner Senatsschulverwaltung Beratungsgespräche eingeführt worden (s.  Pädagogik und Schuljahresorganisation)
Mit den schriftlich festgehaltenen Beratungsgesprächen sollen folgende Ziele erreicht werden:

  • gemeinsame und systematische Reflexion der Lernergebnisse und -prozesse durch den Schüler und den für ihn zuständigen Lehrer in Form einer Zwischenbilanz;
  • Bewusstmachen der vor allem mit dem Praxislernen verbundenen Selbst-, Sozial- und Sachkompetenzen;
  • gemeinsame Planung und Verabredung des weiteren Lernverlaufs;
  • Klärung des Leistungsstandes in allen Bildungsteilen zur Mitte des Halbjahres.

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