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Diagnose und Beratung unter Einbeziehung eines Selbsteinschätzungsinstruments

Inhaltsverzeichnis

1. Kontext, Begründungen, Ziele

Die Entwicklung der Lernkompetenz (Sach- und Methoden-, Sozial- und Selbstkompetenz) und die Selbsteinschätzung der Schüler ihres, innerhalb der Ausbildung bereits erreichten und des intendierten Kompetenzniveaus, bilden mittlerweile einen wichtigen Schwerpunkt an der staatlich anerkannten Ergotherapieschule Osnabrück e.V. (ETOS).

Unsere Auseinandersetzung mit der Lernkompetenz ist u.a. eingebettet in das seit dem Jahr 2000 an der ETOS praktizierte "Problem Based Learning" ( PBL-Blockbuch). Dies ist eine erstmals an der "Mc. Master University" in Kanada eingesetzte Lernmethode. Sie führt die Schüler - ausgehend von einer Problemstellung (Fall, Filmausschnitte, Situationsbeschreibung) - an ein hypothesengeleitetes Bearbeiten von Problemen heran und lässt sie weitgehend selbstgesteuert arbeiten. Bei uns wird mittlerweile ca. 1/4 bis 1/3 der Unterrichtszeit auf diese Weise organisiert.

Diese Art des eigenverantwortlichen Lernens haben wir eingeführt, um den veränderten gesellschaftlichen Ansprüchen an Menschen in beruflichen Kontexten gerecht zu werden (s.  ETOS Leitbild). In der Ausbildungsphase kann das erforderliche Wissen für die Berufstätigkeit als Ergotherapeut nicht mehr erschöpfend erarbeitet werden, vielmehr muss - neben wichtigem Basiswissen - die Fähigkeit vermittelt werden, das Lernen zu lernen.

Unser neues Unterrichtskonzept verlangte nach adäquaten Methoden der Auswertung des selbstorganisierten Lernens. Die entscheidenden Anregungen dazu fanden wir im Dezember 2002 auf einer Tagung zur Förderung von Lernkompetenz. Das erschien uns mit dem dort vorgestellten Kompetenzraster adäquat erfassbar, reflektierbar und steuerbar zu sein.

Mit dem Kompetenzraster und dem Unterrichtskonzept des PBL verfolgen wir die folgenden Ziele. Wir wollen:

  • mit diesem Instrument Diagnose und Beratung verbinden;
  • die diagnostischen Fähigkeiten von Lernenden wie Lehrenden verbessern, so dass die erkannten Stärken und Verbesserungsbereiche konstruktiv auf den weiteren Lernprozess einwirken können;
  • die Übernahme von Selbstverantwortung für den eigenen Lernprozess erreichen;
  • Teamfähigkeit weiterentwickeln;
  • die Förderung der beruflichen Identität ermöglichen;
  • eine intensive Auseinandersetzung mit ergotherapeutischem Denken und Handeln anstoßen;
  • die Kompetenzentwicklung erfassen, reflektieren und steuern.

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Hier können Sie den gesamten Bausteintext als pdf-Dokument herunterladen und ansehen:  Etos_Osnabrueck.pdf

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