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Förderung von Lernkompetenz durch Lernreflexion mit dem eigenen Evaluationsinstrumentarium - Fachvorträge in Jgst. 11InhaltsverzeichnisDas Projekt der Unterrichtsentwicklung „Fachvorträge als komplexe Lernsituation“ an der Gesamtschule Haspe ist auf drei Entwicklungsstränge zurückzuführen: - auf
die Erkenntnis eines Verbesserungsbedarfs der Qualität des mündlichen
Vortrags in allen Jahrgängen bis hin zum Abitur: Bei den ersten
Abiturprüfungen (1995) wurde ein Verbesserungsbedarf bei mündlichen
Darstellungen erkannt. Ähnliches galt auch für Leistungen von Schülern
anderer Jahrgänge bei kurzen Vorträgen, Präsentationen oder längeren
Fachvorträgen (Referaten). 1994 hatten Schüler nach den ersten im 13.
Jahrgang angebotenen Rhetorik-Seminaren den Wunsch geäußert, darüber
bereits im 11. Jahrgang mehr zu lernen. Aus diesen Beobachtungen wurde
1997 die Idee geboren, im 11. Jahrgang in Form einer Ritualisierung der
Frage nachzugehen „Wie trage ich gut vor?“. Bereits zu diesem Zeitpunkt
wurden von der Fachkonferenz Deutsch die ersten Kriterien für einen
guten Fachvortrag entwickelt.
- auf die Umsetzung unseres Kompetenzcurriculums in die
Unterrichtspraxis: Wir haben für die Sekundarstufe ein
Kompetenzcurriculum entwickelt und im Sommer 2001 als Arbeitsgrundlage
für die Schule beschlossen. Darin ist für jeden Jahrgang verbindlich
vereinbart (
Kompetenzcurriculum 9; Kompetenzcurriculum 11), welche Kompetenzen angebahnt und weiter entwickelt werden, um zum Ziel der Lernkompetenz (Beschluss Lernkompetenz) beizutragen. Dazu bedarf es offener Lernsituationen, in denen Schüler selbstständig und eigenverantwortlich arbeiten. - auf die Herausforderung eine in den Lernvoraussetzungen heterogen
zusammengesetzten Schülerschaft in der Sekundarstufe II beim
selbstständigen Arbeiten zu fördern: Unsere drei- bis vierzügige
gymnasiale Oberstufe setzt sich in jedem Jahr etwa zur Hälfte aus
Schülern zusammen, die zuvor eine andere Schulform besucht haben. Die
von diesen Schülern mitgebrachten Kompetenzen sind sehr heterogen. Für
uns bedeutet dies, dass der mit der Jahrgangsstufe 11 laut Richtlinien
und Lehrplänen für die Sek. II verbundene Auftrag, die Schüler
„systematisch mit inhaltlichen und methodischen Grundlagen“ vertraut zu
machen, sehr bedeutsam ist und dass wir für alle Schüler „aus anderen
Schulformen ... fachliche Angleichungsmaßnahmen“ in unseren Unterricht
integrieren. Dazu gehören bei uns fachübergreifende Schwerpunkte, so
u.a. das
kooperative Lernen,
die gezielte Förderung der Lese- und Darstellungskompetenz und der
Einsatz so genannter „Grafic Organizer“, d.h. einer grafischen
Darstellungsform eines Textes nach bestimmten Strukturmerkmalen, z.B.
durch eine Mind map, W-Fragen-Uhr, Fish bone (s. Buch von James Bellanca in den Literaturhinweisen).
Im Rahmen der schrittweisen Hinführung zum selbstständigen Arbeiten
bearbeiten die Schüler an unserer Schule in den Jahrgangsstufen 11 bis
13 im Rahmen der Profiloberstufe (vgl. Konzept Profiloberstufe Haspe in
den Literaturhinweisen) jeweils eine komplexere, umfangreichere Aufgabenstellung wie z.B. den Fachvortrag.
Vor diesem Hintergrund haben wir im Projekt „Fachvortrag“ folgende Ziele für die Schüler formuliert: - Schüler sollen erkennen, welche Anforderungen (Kriterien und Indikatoren) an einen guten Fachvortrag zu stellen sind.
- Sie sollen die Mittel kennen lernen, damit die Zuhörer dem Vortrag folgen können und Sachzusammenhänge nachvollziehen können.
- Schüler sollen die gelernten Mittel in einem eigenen Fachvortrag anwenden können.
- Schüler sollen ihren eigenen Fachvortrag und Fachvorträge anderer mit Hilfe der Kriterien und Indikatoren beurteilen können.
Ein wichtiges Ziel für Lehrer ist: - Lehrer
sollen schüleraktivierende Lerngelegenheiten kennen lernen, damit
Schüler die Kompetenzen erwerben, um einen Fachvortrag angemessen
halten zu können.
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