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Teamstrukturen zur Unterrichtsentwicklung

Inhaltsverzeichnis

2. Voraussetzungen für die Einführung bzw. Durchführung

  • Eine gezielte und geplante Entwicklung des Ansatzes der Teamstrukturen war im Vorfeld so nicht vorauszusehen.
  • Seit 1989 waren wir auf dem Weg zur Unterrichtsreform mit der zunehmenden Überzeugung, dass dies nicht allein, sondern nur in Teams erfolgreich möglich sein würde.
  • Wegbereiter war eine Initiativgruppe, zu der der – damals neue – Schulleiter gehörte. Die Gruppe hatte sich 1989 gebildet und war getragen von dem gemeinsamen Bedürfnis, Unterricht zu verbessern. Über die Jahre betrachtet, wirkte diese Initiativgruppe wie ein Stein, der ins Wasser fiel und Kreise zog.
  • Um ihr Ansinnen ins Kollegium zu tragen, bemühte sich die Initiativgruppe überzeugend:
    • Sie lebten ihr Motto „Nicht ständig jammern, sondern etwas Konkretes tun“ glaubwürdig vor.
    • Sie öffnete die Türen des eigenen Unterrichts und lud zur offenen Teamarbeit ein.
    • Durch gemeinsame „Springstunden“, freiwillige Treffs aber auch ganztägige Arbeitssitzungen schuf sie sich – auch für andere sichtbar – den notwendigen organisatorischen Rahmen für ihre Teamsitzungen.
    • Sie informierte das übrige Kollegium durch ein hohes Maß an Transparenz auf formellen und informellen Wegen über das eigene Tun.
    • Sie nahm an Fortbildung teil (u.a. zu Moderationstechniken, Freiarbeit, Umgang mit Veränderungsprozessen, Auseinandersetzung mit den Fragen, wie sie sich als Lehrer, wie sie ihren Unterricht und wie sie sich als Kollegen ändern könnten).
  • Ausgehend von der Initiativgruppe wurden ab 1990 nach und nach verschiedene Organisationsformen und tradierte Arbeits- und Handlungsweisen reformiert (z.B. Konferenzgestaltung, Hinzuziehung von Fachlehrern zu Klassenstufenprojekten). Dabei wurde immer großer Wert auf die Einbeziehung aller Kollegen gelegt. Um keine emotionalen Barrieren zu schaffen, erfolgte dies immer auf der Basis der Freiwilligkeit.
  • Der Prozess der Entwicklung einer systematischen, formalisierten Teamstruktur begann erst nach dem Zusammentreffen mehrerer äußerer und innerer Faktoren der Veränderung: Umwandlung in eine Regionale Schule (1997), Verpflichtung zur Erarbeitung einer pädagogischen Konzeption durch das Ministerium, veränderte Ansprüche von Eltern und Schülern, der Wille, diese äußeren Einwirkungen verstärkt für innere Schul-, vor allem zunächst Unterrichtsentwicklung zu nutzen, positive Teamarbeitserfahrungen der Initiativgruppe sowie deren langjährige Aktivitäten.
  • Aus der Initiativgruppe ging 1997 die Planungsgruppe hervor (administrative Vorgabe des Landes).
  • Die Planungsgruppe etablierte in der zu erarbeitenden pädagogischen Konzeption den veränderten Unterricht und die Teamstruktur als die beiden wichtigsten Säulen der schulinternen Grundkonzeption  (Säulen der Konzeption). Das Kollegium nahm diese beiden Säulen nicht nur formal per Beschluss an. Es setzte die Teamstruktur als sich logisch ergebende Konsequenz aus den Bausteinen der pädagogischen Konzeption auch um: „Wir wollen die unterrichtliche, pädagogische und kollegiale Zusammenarbeit, und dazu gehört eine Teamstruktur“.
  • Die Schulleitung unterstützte die Teams in ihrer Aufbauarbeit. Z.B. wurden gemeinsame „Springstunden“ in den Lehrerstundenplan eingebaut, um Teamsitzungszeiten zu ermöglichen. Zusätzliche Zeitressourcen (Lehrerstunden) für Teamarbeit gab es nicht.
  • Schulintern wurden ganztätige Arbeitssitzungen zur Vorbereitung und Durchführung pädagogischer Vorhaben ermöglicht, zu denen zum Teil auch Eltern eingeladen waren.
  • Unterrichtshospitationen für die noch zögerlichen Kollegen wurden angeboten.

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Hier können Sie den gesamten Bausteintext als pdf-Dokument herunterladen und ansehen:   Teamstrukturen_Ransbach.pdf

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