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Das Feedbacksystem als Professionalisierungsinstrument an der Friedrich Weinbrenner Gewerbeschule Freiburg (Individualfeedback)Inhaltsverzeichnis- Von Mai 2001 bis Mitte 2003 hatte die FWG im Projekt "STEBS" (Stärkung der Eigenständigkeit beruflicher Schulen) des Kultusministeriums Baden-Württemberg (BW) mitgearbeitet (Quelle: » http://www.schule-bw.de/schularten/berufliche_schulen/stebs/ziele.html). Aus diesem Projekt haben wir u. a. folgende Erkenntnisse - vor allem für die Entwicklung von Strukturen und die Steuerung von Abläufen - mitgenommen:
- Freiwilligkeit und Engagement sind wichtige Aspekte. Schulentwicklungsarbeit braucht allerdings klare Strukturen im Sinne definierter Zuständigkeiten, Verantwortlichkeiten und Schnittstellen zur herkömmlichen Schulstruktur.
- Projektmanagement mit eindeutigen Zielformulierungen und Parametern ist eine erforderliche Grundlage zur Steuerung von Schulentwicklungsvorhaben.
- Von Dezember 2003 bis Januar 2007 war die FWG im Projekt "OES" (Operativ Eigenständige Schule) des Kultusministeriums BW vertreten. 15 Berufliche Schulen in BW, die das STEBS-Projekt durchlaufen hatten, sollten in diesem Zeitraum Grundzüge eines Qualitätsmanagementsystems (QM-BW) erproben bzw. erarbeiten. An sie waren die Erwartungen gerichtet, dass sie a) in den drei Bereichen Input, Prozess, Output evaluieren und aus den Ergebnissen Entwicklungsziele ableiten; b) ein Feedbacksystem aufbauen; c) an Projekt-Treffen zu Themen der Schulentwicklung und d) an Fortbildungen zu Projekt- und Prozessmanagement teilnehmen (» http://www.schule-bw.de/schularten/berufliche_schulen/oes/index_html).
- Durch persönliche Kontakte einer Kollegin wurde seit Anfang 2004 das Institut für Erziehungswissenschaften der Albert-Ludwig-Universität Freiburg (EZW Uni Freiburg) einer unserer Kooperationspartner.
- Seit 2006 arbeiten wir mit dem Regionalen Projektbüro der Stadt Freiburg zusammen. Es bietet eine Plattform für den Austausch über Schulentwicklung (» http://www.freiburg.de/servlet/PB/menu/1144174_l1/index.html). Gemeinsamer Kooperationspartner ist die Bertelsmann Stiftung mit dem von ihr angebotenen Selbstevaluationsinstrument für Schulen (SEIS) (» http://www.das-macht-schule.de/).
(s. auch: » http://www.fwg.fr.bw.schule.de/) - Die FWG setzt sich aus 5 Fachabteilungen zusammen: 1. Bau, 2. Holz, 3. Farbe, 4. Stein, 5. Allgemeinbildung. Jede dieser Abteilungen hat eine Abteilungsleitung (AL).
- Die Abteilungen untergliedern sich in Fachgruppen (FG). Für die "Fachabteilung für Holztechnik" seien hier exemplarisch benannt: die FG Schreiner / Tischler und Fensterbauer (Berufsschule), die FG einjährige Berufsfachschulen (Vollzeit) für Holztechnik sowie die FG Meisterschule für Schreiner.
- Zur erweiterten Schulleitung zählen neben dem Schulleiter und dessen Stellvertreter die fünf AL, der Personalrat (ÖPR), der/die Beauftragte für Chancengleichheit (BfC) sowie Vertreter der Dienstleistungen EDV, Stundenplan, künftig auch der Qualitätsbeauftragte QB. Der Führungskreis (FK) setzt sich zusammen aus der erweiterten Schulleitung und der Schulentwicklungskoordinierungsgruppe (SEKO).
- Der Gesamt-Lehrerkonferenz (GLK) als Beschluss fassendes Organ gehören alle 120 Lehrkräfte an.
- Auf dem Hintergrund des schulischen Organigramms ist die
Aufbauorganisation für Schulentwicklung mit den Schnittstellen zwischen schulischen Gremien und den für Schulentwicklung zuständigen Gruppen dargestellt (z. B. der FeedbackAG). Sie wurde von der Schulleitung initiiert, Ende 2003/04 von einem Projektteam erstellt, im Schuljahr 2004/05 erprobt und in der GLK im September 2005 beschlossen. - Die Schulentwicklungskoordinierungsgruppe SEKO gibt es seit 2001. Sie wird aus den Leitern der AGs und der Projekte gebildet. Entscheidungen werden im Konsens getroffen. Eine Geschäftsordnung ermöglicht effiziente Sitzungsgestaltung. Die SEKO wählt Koordinatoren. Sie koordinieren den Gesamtprozess der Schulentwicklung und die Aktivitäten und Projekte untereinander.
- Eine Arbeitsgruppe (AG) - z. B. die FeedbackAG - ist eine Gruppe von Personen, die ein für die Schule wesentliches Themengebiet dauerhaft bzw. über einen längeren Zeitraum bearbeitet. Im Idealfall sind Kollegen aus allen 5 Abteilungen und dem Kreis der technischen Lehrer vertreten. Eine AG hat einen verantwortlichen Sprecher und einen Kern fester Mitglieder. Oft treffen sich 10 bis 15 Personen vierwöchig im dafür vorgesehenen Zeitfenster (s. u.). Meist bilden sich AGs "organisch": Zu einem Thema treffen sich interessierte Kollegen, leuchten das Thema aus und formulieren eine oder mehrere Projektideen (
Vorlage Projektidee). Diese werden in der SEKO diskutiert. Danach kann ein Projektantrag formuliert und dem FK zur Beauftragung vorgelegt werden. - Das "Forum K" (Forum Kommunikation) arbeitete von 2000 bis 2004 zu Themen der Kommunikation. Im Herbst 2004 hat die "FeedbackAG" das Forum K abgelöst. Sie sieht sich in einer "Kümmerer-Funktion" für Feedbackprozesse. Sie "beheimatet" die beiden Projekte LL-Feedback und SL-Feedback, diskutiert Arbeitsschritte und Ergebnisse inhaltlich, gibt den Projektteams Impulse, Rückmeldungen und Rückhalt.
- Ein Projekt wird von einem Projektteam (PT) - einer temporär zusammengestellten Gruppe von Personen, die zusammen ein Projekt umsetzen - bearbeitet. Projekte sind zeitlich begrenzte Maßnahmen. Sie haben einen klar umschriebenen Auftrag mit eindeutigen Indikatoren und Zielvorgaben, die zum Projektende erfüllt sein sollen (s. z. B.
Projektantrag LL-Feedback). Zu den beiden hier dargestellten Feedback-Ansätzen bildete sich im Herbst 2004 jeweils ein PT. Jedes bestand aus einer Kerngruppe, welche die Dinge organisierte, inhaltlich strukturierte, Sitzungen einberief, Arbeitsaufträge formulierte etc. Zum fünfköpfigen Kern-PT "LL-Feedback" gehörten der Verfasser des Schulentwicklungsbausteins und Leiter des PT, ein Angehöriger der EZW Uni Freiburg und Mitglieder des ehemaligen Forum K. - Alle Arbeitskreise verstehen sich als offene Gruppen. Es sind - auch sporadisch - alle willkommen, die Interesse an den Themen haben.
- Montags-Zeitfenster: Montags während der ersten beiden Stunden findet bei uns kein Unterricht statt. Diese Zeit ist Sitzungen der Abteilungen, der SEKO, des FK und an jedem dritten Montag des Monats der Projekte und AGs vorbehalten.
- Für die innerschulische Information, Kommunikation und Organisation wird seit 2003 eine Kommunikationsplattform genutzt. Sie ist auf einem der Schulserver angelegt und ermöglicht Kollegen wie Schulleitung z. B. Mitteilungen zu schreiben, den Schulkalender aufzurufen, Vertretungen zu organisieren, Stundenpläne einzusehen und auf die seit 2005 bereitgestellten Feedback-Materialien zuzugreifen.
- Arbeitskreise zur Schulentwicklung arbeiten mit Prozessbeschreibungen (s. z. B.
Prozessbeschreibung LL-Feedback; Prozessbeschreibung Feedback). Derartige Strukturen der Ablauforganisation sind zurückzuführen auf die Mitarbeit in STEBS- und OES-Projekt und gelten seit 2006 als FWG-Standards. Sie dienen Steuerung und "Controlling" von Abläufen. Neben den allgemeinen Angaben zur klaren Benennung des jeweiligen Projekts geben sie Auskunft über Ziele, Ausgangslage, Erfolgsindikatoren, Termine und erledigte Aufgaben. Sie beinhalten Hinweise, Fundstellen und Verantwortlichkeiten,Kurzbeschreibungen der Arbeitsschritte, eine Kontroll-Spalte (z. B. Vorlage Projektablaufplanung; Vorlage Projektidee; Vorlage Projektauftrag; Vorlage Projektabschlussbericht; Vorlage Projektzwischenbericht). Zurzeit (Sommer 2007) erstellen wir ein Content Management System (CMS). Die Prozessbeschreibungen werden darin als Checklisten abgelegt. Auf dieses digitale Handbuch können Kollegen und Verwaltung im Intranet zugreifen.
- Feedbackarbeit hatte sich im damaligen "Forum K" bei der Auftaktveranstaltung des STEBS-Projekts im Mai 2001 als eines der Arbeitsvorhaben herauskristallisiert.
- Mit dem Übergang vom STEBS- in das OES-Projekt konzentrierte sich im 1. Hj. des Schuljahres 2003/04 eine Teilgruppe des Forum K auf die Vorgaben aus dem OES-Projekt. Das zu entwickelnde QM-Modell sollte auf den beiden Säulen "Evaluation - Lernen der Schule als Institution" einerseits und "Feedback - Lernen des Einzelnen" andererseits aufbauen.
- Die Initiative für LL-Fedback ging vom Forum K aus. Es war bekannt, dass bereits viele Kollegen SL-Feedbackbögen für den Einsatz im eigenen Unterricht entwickelt und erprobt hatten. Erfahrungen Einzelner reichten viele Jahre zurück. Daran ließ sich anknüpfen. Zunächst wollten wir uns allerdings dem LL-Feedback widmen.
- Gegenüber den initiierten Veränderungsprozessen zur Etablierung von Feedback gab es - ähnlich wie auch gegenüber der Umstrukturierung der
Aufbauorganisation (s. Pkt. ' Zwischenbilanz) - Bedenken: Befürchtungen vor Kontrolle durch Kollegen oder AL, vor Vertrauensmissbrauch, vor einer Instrumentalisierung von Feedback für Personalenscheidungen, vor dem Nichteinhalten vereinbarter Regeln, Vorbehalte bezüglich der Art und Weise der Dokumentation. - In der Schulentwicklung sind etwa 20 - 30% des "Kernkollegiums" - eher jüngere Kollegen - aktiv. Davon lässt sich ca. die Hälfte als "Treiber", die andere Hälfte als Unterstützer bezeichnen (diejenigen, die etwas aktiv mit tragen, aber selbst nicht initiativ werden). Ca. 50% des Kernkollegiums legen Schulentwicklungsaktivitäten "keinen Stein in den Weg", wollen aber selbst - je nach Thema - eher weniger tangiert sein. Ca. 20% äußern sich Schulentwicklungsaktivitäten gegenüber eher skeptisch. Einige lassen Anzeichen von "Widerstand" sichtbar werden. Unter den "Skeptikern" sind auffällig viele langgediente Kollegen, die als "Träger" oder Meinungsbildner in früheren Jahren die schulische Arbeit wesentlich geprägt hatten.
- Die studentische Projektgruppe EZW Uni Freiburg wurde Anfang 2004 beauftragt Haltungen und Einstellungen zum LL-Feedback sowie Gelingensbedingungen zu erkunden. Für eine "Expertenbefragung" entwickelte sie in Zusammenarbeit mit der FeedbackAG einen Interviewleitfaden. Ende 2004 haben zwei von ihnen 10 Kollegen interviewt, die zu diesem Zeitpunkt noch nicht in Feedbackverfahren involviert waren.
- Die Interviewergebnisse wurden im Rahmen eines Pädagogischen Tages im Februar 2005 vorgestellt und diskutiert. Die Studenten leiteten folgende Hypothesen ab:
- Gemeinsamer Unterricht fordert den Austausch unter Lehrkräften und begünstigt die Einführung eines LL-Feedbackprozesses stärker als Unterricht, der von einer Lehrkraft alleine gestaltet wird. Dieser Auffassung waren alle befragten Experten.
- Freie Gestaltung von Feedback und Feedbackteilnahme führen zu höherer Akzeptanz des LL-Feedbackprozesses und somit zu erfolgreicherer Durchführung als vorgegebene und verpflichtende Teilnahme (Zustimmung lag bei ca. 90%).
- Wird LL-Feedback über einen Zeitraum langsam etabliert, so ist dies für den Prozess förderlicher als ein vorgegebener Einführungszeitpunkt für alle (80%).
- Ein strukturierter Feedbackprozess erzielt einen höheren Mehrwert als ein völlig freier Feedbackprozess (Zustimmung: 80%).
- Über die
Aufbauorganisation der Schulentwicklung war der Arbeitsrahmen für Schulentwicklung gesteckt. Die Schulleitung unterstützte das Vorhaben. Über den FK, der sich auch Konflikten zwischen Schulentwicklung und dem Alltagsgeschäft annimmt, konnten die Abteilungen und die AL eingebunden werden. - Als Impuls für eine Pilotphase startete das Forum K mit dem
Flyer Pilotphase im Januar 2004 eine Informations- und Werbekampagne. Im Flyer sind konzeptionelle sowie organisatorische Eckpunkte dargestellt. - Zweieinhalb Jahre später, im Anschluss an die Erprobungsphase, fand im Juli 2006 ein Schulentwicklungstag mit dem Kollegium statt. Er wurde von der zwischenzeitlich gegründeten FeedbackAG geplant, organisiert und moderiert. Beteiligung und arbeitsteilige
Erarbeitung von Standards sollten Akzeptanz und eine verbindliche Grundlage für die Implementation von Feedback legen. Entlang vorbereiteter Fragen tauschten sich Kollegen in AGs über Erfahrungen und Ansichten zum Feedback aus und formulierten jeweils einen begründeten (Minimal-)Konsens. - Die FeedbackAG beschrieb Kriterien, denen ein "gutes" Feedbacksystem genügen müsste, damit es einerseits geäußerte Befürchtungen auflöst, akzeptiert und genutzt wird und andererseits der Zielerreichung dient. Zu den Anforderungen, die nach und nach - auch unter Einbeziehung des Kollegiums - konkretisiert wurden, zählen:
- Klare und transparente Struktur und Materialien als Arbeitserleichterung;
- niederschwellig und mit möglichst geringem Zeitaufwand für Kollegen nutzbar;
- konsensuale, verbindliche Vereinbarung von Grundverständnis und Rahmen;
- ausgearbeitete vielfältige Materialien und Methoden sowie Prozessabläufe für eine flexible und individuelle Handhabung;
- Ergebnisorientierung;
- verbindliche transparente Regelungen für die Beteiligten;
- Veröffentlichung von Informationen und Materialien über das Intranet;
- Bereitstellung von "Nachsorge-Elementen" im Anschluss an Feedback-Prozesse.
- Auf dieser Grundlage erarbeitete die FeedbackAG eine GLK-Vorlage. Sie wurde am 7.11.2006 als
Konsensbeschluss zur Feedbackkultur ohne Gegenstimme mit drei Enthaltungen angenommen. Dem Beschluss kommt eine Leitbildfunktion für Feedback zu. Bereits 2005 nahmen die Leitziele für Schulentwicklung Bezug auf die Entwicklung einer Feedbackkultur. - In der gleichen Sitzung wurde das Feedbackvolumen für das Schuljahr 2006/07 beschlossen: Jede Lehrkraft entscheidet sich für eine Feedbackaktivität oder eine Teilnahme an einer pädagogischen Fallbesprechungsgruppe bzw. Supervision.
- Zur Teilnahme an Pilotphase und Schulung hatten sich ca. 30 Kollegen angemeldet. Für sie fand im Februar 2004 die Auftaktveranstaltung als schulinterne Lehrerfortbildung (SchiLF) statt.
- Eine als Prozessbegleiterin geschulte Kollegin der FWG und ihre Tandempartnerin übernahmen die Moderation. Fortbildungsinhalte waren: Wahrnehmungsschulung, Feedbackregeln, Übungen. In der Übungsphase sollte eine praktische Aufgabe in Gruppenarbeit nach formulierten Qualitätskriterien spielerisch bewältigt und das Ergebnis präsentiert werden. In der Auswertungsphase stellte die Frage, wie sich die Kollegen bei der Gruppenarbeit erlebt hatten, den Übergang zum "Feedback" her.
- Die Pilotphase schloss sich an (März 2004 Juli 2004).
- Rückmeldungen über Erfahrungen aus der Pilotphase bewogen die FeedbackAG Strukturen, Kriterien und Verfahrensweisen zur Effektivitätsverbesserung zu erarbeiten. Das PT "LL-Feedback" reichte im September 2004 einen
Projektantrag LL-Feedback-System im FK ein. Projektziel war die Schaffung eines flexiblen Unterstützungssystems für LL-Feedback mit Materialien und Handreichung. - Eine Studentin der EZW Uni Freiburg erarbeitete als Seminararbeit von September 2004 bis Februar 2005 in Absprache mit der FeedbackAG den
Praxisleitfaden LL-Feedback. Er gliedert sich in einen Theorie- und einen Praxisteil (Einführung in das Thema, möglicher Nutzen für Unterrichtsentwicklung und Weiterentwicklung der eigenen Professionalität, förderliche Haltungen, Kommunikationsmodelle und Feedbackregeln, empfohlene "Tools" zur Durchführung von Feedbackprozessen).
- Als Projektlaufzeit war September 2004 bis Juni 2006 vorgesehen. Neben Planungs- und Berichtszeiten zu Beginn und Schluss umfasste dieser Zeitraum die "aktive" Erprobung des LL-Feedbacks zwischen März 05 und Dezember 2005. Eine Implementierungssphase sollte sich ab Schuljahr 2006/07 anschließen.
- Eine dreistündige SchiLF-Veranstaltung fand am 15.3.2005 mit Unterstützung der "Blumschein-Gruppe" (EZW Uni Freiburg) statt. Der Präsentation zum Thema "Was ist ein
guter Lehrer?" folgten praktische Übungen zum Feedback. Der Praxisleitfaden LL-Feedback wurde den 21 interessierten Kollegen vorgestellt und ausgehändigt. - Sie sollten in der "Feedbackrunde 2005" die im Leitfaden vorgestellten Materialien und Verfahrensabläufe in Feedbackprozessen erproben, weitere Kollegen einbeziehen, mit Reflexion und Dokumentation Erfahrungen sammeln und sich an der Auswertung beteiligen (s.
Flyer Erprobungsphase). - Anschließend überarbeitete die FeedbackAG im Januar und Februar 2006 den
Praxisleitfaden LL-Feedback für den Einsatz in der Implementierungsphase.
- Das PT "SL-Feedback" stellte seinen Projektantrag im Oktober 2004. Es sichtete die von Kollegen bereits individuell eingesetzten SL-Feedbackbögen. Dies ergab, dass die Bögen verschiedene, immer wiederkehrende Themenbereiche abdeckten wie Fragen zum Unterricht, zur Motivation, zum Klassenklima etc.
- Zu derartigen Themen wurden Frage-Module zusammengestellt (
Fragebogen SL-Feedback Sprachen). Ein möglichst geringer Umfang sollte die Auswertung erleichtern, die Ergebnisse einen brauchbaren Rahmen für Auswertungsgespräche zwischen Lehrern und Schülern liefern. - Die Pilotphase zum SL-Feedback lief von Sommer 2005 bis Ende des Schuljahres 2005/06. Die konkreten SL-Feedbacks waren im Juli 2005 abgeschlossen.
- Von externen Kooperationspartnern konnte die FWG in der Regel durch Know How, Anregung, Begleitung, Unterstützung für Selbstevaluation und Austausch profitieren.
- Durch eine studentische Projektgruppe und den Dozenten Patrick Blumschein der EZW Uni Freiburg erhielten wir in 2004/05 externe Beratung und Unterstützung (z. B.
Praxisleitfaden LL-Feedback; Durchführung von Interviews). - Während der Mitarbeit in den Projekten STEBS und OES (2000 bis 2006) wurden zwei Prozessbegleiter für Schulentwicklung im Umfang von jeweils drei Beratertagen pro Schuljahr gestellt. Das OES-Projekt unterstütze uns durch Prozessbegleitung, Beratung zu strategischer Planung sowie Moderation von Pädagogischen Tagen.
- Auf der Grundlage einer internen Vereinbarung führen die "Stundenplaner" für alle Lehrer ein Arbeitszeitkonto. Darin werden Unterrichtsausfall als Minusstunden und vereinbarte Arbeitszeiten für besondere Aufgaben als Plusstunden geführt. Während der Erprobung des LL-Feedbacks konnten die beteiligten Kollegen sich auf ihrem Arbeitszeitkonto mit sechs Unterrichtsstunden einen Anteil des veranschlagten Arbeitszeitaufwands für SchiLf-Teilnahme und Feedback gutschreiben. Während des OES-Projekts standen als Personalressourcen 10 - 15 Lwstdn. zur Verfügung (etwa 400 Unterrichtsstunden im Schuljahr insgesamt). Dadurch konnte das Kern-PT einen vom Budget abgedeckten Teil anteilsmäßig als Plusstunden verbuchen lassen.
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