|
Kompetenzraster – eine neue Form der LeistungsbewertungInhaltsverzeichnisAdressatengruppe - Unsere Schüler stammen vorwiegend aus der deutschsprachigen Schweiz. Einige kommen aus dem angrenzenden Ausland. Ca. 90% nutzen den Internatsbetrieb.
- Die Gründe für einen Schulwechsel nach Beatenberg sind individuell verschieden. Allen Lernenden gemeinsam aber ist, dass sie aus irgendwelchen Gründen mit den vorherigen Schulen nicht zufrieden waren - oder die Schulen nicht mit ihnen. Dabei können spezielle Begabungsprofile (Hochbegabung und Defizite) ebenso eine Rolle gespielt haben wie Fragen im Zusammenhang mit der Persönlichkeits- und/oder Leistungsentwicklung.
Arbeitszeit- und Präsenzmodell - Die Lehrpersonen sind auf der Basis eines Präsenzmodells angestellt. Seit Mitte der 90er Jahre verbringen sie ihre Arbeitszeit vollumfänglich von morgens bis abends in der Schule. Alles, was an Arbeiten zu bewältigen ist, geschieht weitgehend während der Arbeitszeit.
- Dieses Präsenzmodell (im Gegensatz zu einem Lektionenmodell) schafft die Voraussetzungen für eine unkomplizierte Zusammenarbeit.
- Lernangebote, die zwischen Lerngruppen zu koordinieren sind (z. B. Intensivtrainings, s. u.) werden für die Beteiligten in einem Jahresplan übersichtlich dargestellt.
- Für Schüler gibt es, sofern nicht feste Vereinbarungen getroffen worden sind, einen gleitenden Anfang ab ca. 7.00 Uhr. Spätestens um 8.00 sollten alle begonnen haben.
Ressourcen - Für das bei uns zu zahlende Schulgeld kommen überwiegend die Eltern auf. Allerdings beteiligt sich in vielen Fällen auch die öffentliche Hand mit je nach Kanton unterschiedlichen Institutionen an der Finanzierung.
- In unseren ehemaligen Schulzimmern haben wir die Wände eingerissen. Für die Lernenden haben wir nun funktionelle „Großraumateliers“ sowie Kleingruppen- und Besprechungsräume zur Verfügung (z. B. für individuelles Coaching, für Intensivtrainings). Die großen Arbeitsräume bieten einen Arbeitsplatz pro Schüler, einen PC für je zwei Schüler, Bibliotheks-, Material-, Präsentationsecken (mit den für Präsentationen erforderlichen technischen Einrichtungen) u. ä.
Entwicklung eines Modells zum Referenzieren - Im Rahmen unserer wöchentlichen Workshops (s. u.) waren wir ab Mitte der neunziger Jahre der Frage nachgegangen, wie Leistungen der Schüler transparent gemacht werden können.
- Dazu bedurfte es eines Instruments, das sowohl Standards benennt als auch eine „Standortbestimmung“ des Lernenden im Lernprozess ermöglicht und damit eine intra-individuelle Vergleichbarkeit bietet.
- Erste Erfahrungen wurden mit dem Europäischen Sprachenportfolio gesammelt (
Raster-zur-Selbstbeurteilung). - Auf der Grundlage dieses Impuls gebenden Beispiels haben wir im Jahr 2000 das Kompetenzraster als Instrument entwickelt und als Referenzrahmen für mehrere Fachgebiete wie auch für überfachliche Kompetenzdimensionen erstellt.
Zur Kooperations- und Leitungsstruktur - Der „Geber“ dieses Schulentwicklungsbausteins hat als Leiter des Instituts Beatenberg die Verantwortung dieser Schule inne.
- Eine seiner Hauptaufgabe sieht er darin, nur „ja keine Ruhe aufkommen zu lassen“, sondern eine Kultur der kontinuierlich Suche nach Verbesserungsmöglichkeiten und deren Umsetzung im Kollegium zu pflegen.
- Über die gemeinsame Weiterentwicklung von Ideen im Rahmen der wöchentlichen Workshops sind alle Kollegen in die Entscheidungsfindung einbezogen.
- Lehrer mit der jeweiligen Fakultas Deutsch, Französisch, Mathematik oder Englisch bilden eine Fachschaft. Sie bieten die „Intensivtrainings“ an, die auf diesen Fachsystematiken basieren.
- Jeweils zwei bis drei Lehrer bzw. Lerncoaches arbeiten im Team zusammen. Sie sind für eine Lerngruppe zuständig und bilden mit dieser gemeinsam das Lernteam.
Lernteams - Es gibt vier Lernteams mit jeweils 12 bis 15 Lernpartnern und ihren Lerncoaches. Die Lernenden werden von einem persönlichen Lerncoach begleitet.
- Diese – heterogenen – Lernteams sind alters- und leistungsmäßig durchmischt.
- In dieser Bezugsgruppe finden die Schüler Kooperationspartner für Partner- und Gruppenarbeit oder Ansprechpartner und Austausch, wenn sie einzeln arbeiten.
Personalrekrutierung - Bei den Kollegen handelt es sich um ausgebildete Lehrer für die Sekundarstufe I.
- Sie waren oft mit der Art des Unterrichtens, wie sie es aus der Staatsschule kannten, nicht zufrieden und boten ihre Mitarbeit im Institut Beatenberg an.
- Über Personaleinstellungen entscheidet der Leiter des Instituts Beatenberg.
|
|