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Fächerübergreifender Unterricht

Inhaltsverzeichnis

2. Voraussetzungen für die Einführung bzw. Durchführung

 Arbeit der Steuergruppe

  • Als Folge der von der Schulleiterin besuchten ersten Fortbildungsveranstaltungen und der geknüpften Schulkontakte bildete sich um die Schulleitung und einzelne gezielt angesprochenen Kolleginnen und Kollegen 1995 eine „Steuergruppe für Schulentwicklung“. Sie setzte sich aus zwei Schulleitungsvertretern und vier engagierten und innovativen Kollegen verschiedener Fachbereiche zusammen.
  • Die Steuergruppe nahm auch beim Vorhaben des Fächerübergreifenden Unterrichts ihre Aufgabe als Impulsgeberin wahr. Sie machte sich Gedanken zu sinnvollen Fächerverbindungen auf der Grundlage der zentral vorgegebenen Lehrplanthemen.
  • Die Mitglieder der Steuergruppe arbeiten parallel in Lehrerteams mit. Dies ermöglicht dort eine Impulsgebung, das Sammeln eigener praktischer Erfahrungen in der Umsetzung der Konzepte, Reflexion und Austausch sowie direkte Rückkopplung in die Steuergruppe.

Schulkonzept

  • Die 1996 im  „Schulentwicklungshaus“ dargestellten Schwerpunkte der Schulentwicklung sind miteinander verflochten. Fächerübergreifender Unterricht wurde als ein Schwerpunkt im Schulkonzept festgelegt. Er tangiert die Lerninhalte. Diese werden in schulinternen Lehrplänen auf die fächerübergreifenden Lernbereiche zugeschnitten. Zur Umsetzung bedient sich der Fächerübergreifende Unterricht schülerorientierter Unterrichtsmethoden. Diese, mit dem Eigenständigkeitspostulat selbstständigen Lernens verbundenen, neuen Unterrichtsmethoden stehen wiederum in engem Zusammenhang mit dem Zugang zu modernen Medien und der Fähigkeit zu deren Nutzung.

Einbindung des Kollegiums

  • Nach der Entwicklung erster Ideen zu fächerübergreifenden Lernbereichen durch die Steuergruppe folgte die gemeinsame Beratung und Diskussion mit allen Kollegen sowie die Einarbeitung der von ihnen geäußerten Vorschläge.
  • Zu jedem fächerübergreifenden Lernbereich gründete sich im Sommer 1996 während einer pädagogischen Konferenz jeweils ein Team, in dem die jeweiligen Fachlehrer der beteiligten Fächer und meist auch ein Mitglied der Steuergruppe vertreten sind. So konnte neben den thematisch und an neuen Unterrichtsmethoden stark interessierten Lehrern letztlich das gesamte Kollegium – auch die zunächst noch eher skeptischen Kollegen – einbezogen werden.

Die fächerübergreifenden Lernbereiche

  • Aus jeweils korrespondierenden Unterrichtsfächern bzw. Unterrichtsinhalten wurden die folgenden sieben fächerübergreifenden Lernbereiche gebildet:
    • Sachkunde
    • Natur
    • Kultur
    • Gesellschaft
    • TUN (Technik und Naturwissenschaft)
    • WRT (Wirtschaft, Recht, Technik)
    • Medienwelt.

Struktur der Lehrerkooperation

  • Jedes Lernbereichsteam hat einen Teamleiter bestimmt. Er nimmt Koordinations-, Planungs-, Dokumentations-, Berichts- und Organisationsaufgaben für das Team wahr.
  • Die Aufgabe der Teams besteht darin, schulinterne Lehrpläne zu erarbeiten, diese nach Auswertung der Erfahrungen schrittweise weiterzuentwickeln, Unterricht gemeinsam inhaltlich und organisatorisch vorzubereiten, Material auszutauschen, sich gegenseitig zu beraten und möglichst synergetisch zusammenzuarbeiten.
  • Als schulinterne Vereinbarung ist ein Nachmittag sowohl von unterrichtlichen als auch von persönlichen Verpflichtungen freigeplant. Diese Zeit ist neben Konferenzen für monatlich ein- bis zweimalige gemeinsame Arbeitstreffen der Teams vorgesehen.

Schulinterne Lehrpläne für die fächerübergreifenden Lernbereiche

  • Seit dem Schuljahr 1996/97 liegen für die Lernbereiche schulinterne Stoffverteilungspläne vor. Sie wurden auf der Basis der vorhandenen zentralen Lehrpläne, sinnvoller Fächerverbindungen und thematischer Überschneidungen erarbeitet.
  • Innerhalb dieser Überschneidungen planten die Teams erste Stoffgebiete, mit denen die Arbeit im Unterricht begann. Seit 1999 werden die schulinternen Lehrpläne der verschiedenen Lernbereiche nun vor allem bezüglich der Kompetenzaufschlüsselung  (Grafik Kompetenzmodell) konkretisiert. Teilweise liegen sie in Erstfassung oder sogar in bereits überarbeiteten Fassungen vor.
  • Inzwischen gibt es eine schulintern vereinbarte und damit verbindliche allgemeine Struktur der schulinternen Lehrpläne mit den Kategorien: Stoffgebiet, Kompetenzbereiche, Lernziele, Bewertungseinheiten. Zusammen mit weiteren konzeptionellen Punkten entsteht daraus ein durchstrukturierter schulinterner Ablauf zu Fächerübergreifendem Unterricht  (vollständiges Modul).

Ressourcen

  • Aus dem Pool des Schulversuchs erhalten die Mitglieder der Steuergruppe je zwei und die Teamleiter je eine Abminderungsstunde.
  • Für den Schulversuch, in dessen Rahmen der Fächerübergreifende Unterricht erarbeitet worden ist, gibt es eine Begleitung durch das Thüringer Lehrerfortbildungsinstitut.
  • Die Klassen- und Schülerarbeitsräume erfordern eine für schülerorientierte Lernformen zweckdienliche Ausstattung z.B. mit PC, Medien für selbstständige Informationsbeschaffung (Internetzugang, Videos, Bücher), Experimentiermöglichkeiten.

Kompetenzen

  • Fähigkeiten und Fertigkeiten bezüglich offener Unterrichtsmethoden sollten sowohl bei Lehrern als auch bei Schülern vorhanden sein. Dabei müssen die Schüler über gefestigte Arbeitstechniken verfügen, die über ein im Kollegium abgestimmtes Lehrer- und Schülertraining eingeführt und von allen Lehrern gleichermaßen gefordert werden.

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› ImPuls-Schule
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