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Unterrichtspartituren als Jahresarbeitspläne und Kooperationsinstrument für Unterrichtsplanung

Inhaltsverzeichnis

2. Voraussetzungen für die Einführung bzw. Durchführung

Struktur und Kultur der Teamarbeit

  • Die Soester Gesamtschule ist eine Teamschule. Die Kollegen sind es gewohnt, eng zusammenzuarbeiten.
  • Es gibt die folgenden Team-Ebenen:

    • Fachkonferenz (alle Lehrer der Schule, die das gleiche Fach unterrichten)
    • Jahrgangsteam (alle Lehrer, die im gleichen Jahrgang unterrichten)
    • Jahrgangsfachteam (alle Lehrer, die im Jahrgang das gleiche Unterrichtsfach – z.B. Englisch – unterrichten)
  • In der Sekundarstufe I gibt es sechs Jahrgangsteams. Jedem Jahrgangsteam gehören 8 bis 10 Kollegen an, die gemeinsam alle Unterrichtsfächer für ihren Schülerjahrgang abdecken. Jedes Team benennt einen Teamsprecher.
  • Jedes Jahrgangsteam verfügt über einen Teamarbeitsraum, der nahe bei den Klassenräumen des Jahrgangs liegt.
  • Einmal monatlich findet am Dienstagnachmittag eine Sitzung des Jahrgangsteams statt.
  • Die Teams gestalten innerhalb des für sie geltenden Rahmens ihre Arbeit eigenverantwortlich.
  • Der Teamsprecher hat regelmäßig Gesprächstermine mit dem für seinen Jahrgang zuständigen Abteilungsleiter (d.h. dem Leiter der Unterstufe, der Mittelstufe bzw. der Oberstufe).
  • Die Teams werden untereinander vernetzt, indem ca. alle sechs Wochen eine gemeinsame Sitzung aller sechs Jahrgangs-Teamsprecher mit der Schulleitung (Schulleiterin und/oder Stellvertreter/Didaktische Leiterin) stattfindet. Dieses Gespräch erfolgt dialogisch jeweils zwischen den Teams und der Schulleitung sowie zwischen den einzelnen Teams.

Schulprogramm und Initiative

  • Wir verstehen ein Schulprogramm in erster Linie als ein Arbeitsinstrument für das Kollegium. In diesem Sinne bietet unser Schulprogramm Flexibilität und die Möglichkeit einer „rollenden Planung“: Es umfasst als umfangreicher Ordner den jeweiligen Ist-Zustand und die aktuellen Arbeitsvorhaben » (www.gesamtschule-soest.de; Schulprogramm Mind Map;  (Mind Map Schulprogrammelement "Qualität")
  • Die Initiative für die Einführung von Unterrichtspartituren ging von der Didaktischen Leiterin aus, die zum Schuljahr 1998/99 neu an die Gesamtschule Soest gekommen war.
  • Als Didaktische Leiterin ist sie zuständig für die Fachkonferenzen. Dort war beobachtbar, dass zwar viele gemeinsame Absprachen getroffen wurden, diese jedoch nicht immer eingehalten und umgesetzt worden sind.
  • Derart sensibilisiert für einen Lösungsbedarf entstand die Idee zur Entwicklung der Unterrichtspartitur beim zufälligen Lesen eines Artikels im Jahresheft 1998 des Friedrich Verlags.


Erprobung und Implementierung der Partituren

  • Die Idee und die erste Unterrichtspartitur wurden im September 1999 im Kollegium als Vorschlag – mit der Aufforderung, eigene Ideen zur Veränderung beizusteuern – vorgestellt und im Rahmen eines Pädagogischen Tages ausprobiert. Hieran waren alle drei Teamebenen beteiligt: Fachkonferenzen, Jahrgangsfachteams, Jahrgangsteams.
  • Bevor mit der Unterrichtspartitur inhaltlich experimentiert und gearbeitet wurde, setzte sich das Kollegium an diesem Pädagogischen Tag zunächst mit der Frage „Was ist guter Unterricht?“ auseinander. Das Ergebnis spiegelte sich im „Haus des Lernens“ - wie wir es verstehen - wider  (Vernetztes Lernen) In diesem Bild werden die Kompetenzbereiche in ihren vernetzten Zusammenhang gestellt (Fach-/Sachkompetenz und fachbezogene Arbeitstechniken, Methodenkompetenz, soziale Kompetenz, personelle Kompetenz). Diese Kompetenzbereiche stellen die „Messlatte“ für die Unterrichtspartitur dar.
  • Die Erprobung des Rasters war so erfolgreich und das Kollegium so zufrieden (wie eine Nachfrage ergab), dass es selbstverständlich erschien, das Raster als Unterrichtspartitur in die schulische Arbeit zu implementieren. Einen formalen Beschluss gab es nicht.


Grundlagen für die Unterrichts- und Partiturplanung
Bei den in den Unterrichtspartituren abgestimmten Maßnahmen handelt es sich um die konkrete methodisch-didaktische Umsetzung

  • der Richtlinien und Lehrpläne bzw. Erlasse auf Landesebene.
  • des Schulprogramms  (Schulprogramm Mind Map) mit den für die Schule vereinbarten Schulentwicklungsbausteinen und Zielen. Im Zusammenhang mit der Unterrichtspartitur sind hier v.a. zu nennen: Vermittlung von  Arbeits- und Lerntechniken, Stärkung der Medienkompetenz, außerschulische Lernorte, Offener Unterricht, Fördern und Fordern, Berufs- und Lebensplanung. Der Katalog von Arbeits- und Lerntechniken wurde im Lernnetzwerk mit anderen Schulen (vgl. Abschnitt 7) erarbeitet und – auf die eigene Schule angepasst – in das Schulprogramm übernommen.
  • der schulinternen Curricula für die Unterrichtsfächer. Hierzu haben wir auch Aussagen zur Sozialkompetenz getroffen.
  • des schulinternen Methodencurriculums. Dessen Eckpunkte sind:
    • klare Abgrenzung zwischen Inhalten und Methoden
    • Berücksichtigung fachspezifischer und fächerübergreifender Methoden
    • Verständigung über fächerübergreifende Methodenschwerpunkte im Jahrgang
    • Integration von klar ausformulierten „Methodenbausteinen“ für die einzelnen Jahrgänge



Ressourcen

  • Es gab und gibt weder für die Entwicklung der Unterrichtspartitur als Instrument noch für die Arbeit der Teams zusätzliche personelle Ressourcen.
  • Als Zeitbedarf wird jährlich eingeplant: a) ein Pädagogischer Tag für die Erarbeitung der neuen Unterrichtspartitur sowie b) zweimal je ca. 45 Minuten Reflexionszeit pro Halbjahr im Jahrgangsteam.
  • Für die Einführung und erste Erprobung der Unterrichtspartitur haben wir einen eineinhalbtägigen Pädagogischen Tag genutzt.
  • Die Partitur muss jederzeit zugänglich und einsehbar sein. Das erfordert Wand- bzw. Stellfläche für die Pinnwand in den jeweiligen Teamräumen der Jahrgänge.
  • Die Teamräume sind als Arbeitszimmer mit Schreibtischen und Materialien für die Lehrer des Jahrgangs angelegt.

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Kontakt

› ImPuls-Schule
+49-36782-61234

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