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Diagnose und Beratung unter Einbeziehung eines Selbsteinschätzungsinstruments

Inhaltsverzeichnis

2. Voraussetzungen für die Einführung bzw. Durchführung

Die Einführung des "Problem Based Learning" als Unterrichtsansatz (PBL)

  • Initiatorin des PBL an der ETOS war die Verfasserin des Schulentwicklungsbausteins. Die ihr bereits bekannte Methode des PBL vertiefte sie 1999 während einer mehrtägigen auswärtigen Fortbildung.
  • Noch im gleichen Jahr fand in einem längeren Diskussionsprozess die Auseinandersetzung des Kollegiums über Vor- und Nachteile des PBL-Ansatzes statt.
  • Ebenfalls seit 1999 arbeitete eine kleine PBL-Arbeitsgruppe an einen PBL-Konzept für unsere Institution. Von ihr wurden die inhaltlichen, curricularen und organisatorischen Klärungen vorgenommen. Dazu zählten z.B. der "PBL-Stunden-Pool"; Begriffs- und Rollenklärungen, räumliche Voraussetzungen, Unterrichts- und Zeitplan für Lehrende und Lernende (s.  Bsp. Stundenverteilung), Prüfungsaufgaben, Schulung der Lehrkräfte, Handbuch mit PBL-Aufgaben ( PBL-Blockbuch) und ein  Tutorenleitfaden als Unterstützungsmaterial.
  • Die Arbeitsgruppe initiierte auch die Diskussion über und die Erarbeitung eines Feed-Back-Instruments zur Selbst- und Fremdeinschätzung der Schüler.
  • Als Ergebnis der Diskussionen und Vorbereitungsarbeiten wurde in einer Konferenz Anfang des Jahres 2000 die Einführung des PBL-Ansatzes mit zunächst einem Tag pro Woche und einem zweijährigen Erprobungszeitraum beschlossen. Dies bedeutete eine schrittweise Umstellung des Unterrichtskonzepts, bei der phasenweise nach dem PBL-Konzept und phasenweise nach traditionellen Lehr- und Lernmethoden gearbeitet werden würde. An dieser Konferenz nahmen neben der Lehrerschaft auch Lernende teil. Der Vorstand der Schule wurde ebenfalls in den Entscheidungsprozess eingebunden.
  • Eine Prüfungsregelung wurde im Herbst 2000 beschlossen.
  • Wir begannen im Jahr 2000 mit dem PBL-Ansatz zu arbeiten ( PBL-Unterricht).

Entwicklung und Einführung eines  Lernkompetenzrasters

  • Auf der Suche nach einem adäquaten Beurteilungsinstrument erhielten wir auf einer Tagung zur Förderung von Lernkompetenz im Dezember 2002 die entscheidende Inspiration. Die auf dieser Tagung vorgestellten Kompetenzraster brachten uns auf die Idee, einen Katalog zu entwickeln, der die von uns als wichtig erachteten Teil-Kompetenzen abbildet.
  • Das Konzept der Lernkompetenz mit den Dimensionen Sach- und Methodenkompetenz, Sozialkompetenz, Selbstkompetenz wurde dem Kollegium auf einer Dienstbesprechung noch im Dezember 2002 von der Arbeitsgruppe vorgestellt. Dort diskutierten wir die Bedeutung von Kompetenzen für Lernprozesse und für die Entwicklung einer beruflichen Haltung. Wir fragten uns nach den Teil-Kompetenzen, die sowohl ein Lernender für seine Lernprozesse als auch ein Absolvent unserer Schule für sein Berufsleben braucht. Der Entwicklung eines solchen Instruments wurde zugestimmt. Ausschlaggebend war die Bereitschaft im Kollegium, in einen intensiven Dialog über Stärken und Schwächen mit einzelnen Schülern einzutreten und die Schüler in ihrem Lern-, Arbeits- und Sozialverhalten individuell zu fördern und zu fordern.
  • Es sollte Diagnose und Beratung verbinden. Ebenfalls sollte es zur Selbsteinschätzung durch die Lernenden und prinzipiell auch zur Fremdeinschätzung parallel durch die Lehrenden eingesetzt werden können und durch Beratungsgespräche (Mentorengespräche) zu Impulsen für den weiteren Lernprozess führen.
  • Eine Arbeitsgruppe wurde eingerichtet, die für die Entwicklung eines Entwurfs unter Berücksichtigung der zentralen Kompetenzen verantwortlich war. In unserer schuleigenen Begrifflichkeit bezeichnen wir das Instrument als "Kompetenzraster".
  • Der Entwurf wurde dem Kollegium und der Schülerschaft durch die Arbeitsgruppe vorgestellt und mit ihnen diskutiert. Veränderungsvorschläge von beiden Seiten wurden in das Raster eingearbeitet.
  • Die Beschlussfassung zur Einführung des Kompetenzrasters für alle Klassen und zur Vereinbarung eines Erprobungszeitraums von einem Jahr erfolgte schließlich in einer Konferenz im Januar 2003.
  • Seit Beginn des Ausbildungsjahres im Februar 2003 wird das Kompetenzraster eingesetzt. 
  • Nach dem Erprobungszeitraum ist das Kompetenzraster Anfang 2004 von Kollegium und Schülern ausgewertet und anschließend von der Arbeitsgruppe überarbeitet worden: Von ursprünglich 64 Items ist es auf 53 reduziert worden. Alle Beteiligten stimmten für die Weiterführung der Arbeit mit dem  Lernkompetenzraster.

Ressourcen

  • Für die Durchführung von Mentorengesprächen sind pro Schüler und Jahr ca. 2 Lehrerwochenstunden als Zeitaufwand für die Dozenten einzuplanen. Die freiwerdenden Dozentenstunden aus den Zeiten des selbstständigen Lernens (i.d.R. ohne Dozentenkontakt) können dafür genutzt werden.

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pdf-Download

Hier können Sie den gesamten Bausteintext als pdf-Dokument herunterladen und ansehen:  Etos_Osnabrueck.pdf

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