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Vorschulischer Elterngesprächskreis als Baustein der Elternarbeit im Übergang vom Kindergarten in die GrundschuleInhaltsverzeichnis Interne und externe Kooperationen ( Cluster „Schulprogramm“; Grundkonsens) - Innovative
Vorhaben werden an unserer Schule in Abstimmung mit der Schulleitung
und der Lehrerinnenkonferenz festgelegt und in die Hand von
„Kleinteams“ gelegt. Diese arbeiten als Projektgruppe in einem zeitlich
vorgegebenen Rahmen inhaltlich-konzeptionell zum jeweiligen
Schulentwicklungsthema und steuern den Prozess der Einführung und
Implementierung. Zwischenergebnisse, Konzeptvorschläge u.ä. werden
wieder der Konferenz vorgelegt, mit ihr diskutiert und das weitere
Vorgehen abgestimmt. Die Kleinteams arbeiten selbstständig und werden
von der Schulleitung bei Bedarf unterstützt. Eines dieser Kleinteams
war das Vorbereitungsteam für die vorschulische Elternarbeit.
- 1995, ein Jahr nach der Schulgründung, wurde auf Initiative der
Schule der Arbeitskreis „Schule – Kindergarten“ ins Leben gerufen. (Um
derartiges landesweit zu regeln, gibt es in NRW inzwischen einen
Kooperationserlass). In diesem Arbeitskreis werden Beobachtungen,
Erfahrungen und Kenntnisse verschiedener Professionen zusammen geführt
und für die Förderung der Kinder nutzbar gemacht. Der Arbeitskreis
entwickelt u.a. das
Anmeldeverfahren Schuleingang weiter, verständigt sich über Fördermaßnahmen für zukünftige Schulanfänger ( Beobachtungsbogen für L.; Förderberatung Kiga; Förderberatung Eltern),
erörtert Bildungsmethoden und spielerische Formen der Lernunterstützung
und setzt sich mit Erfahrungen und Eindrücken auseinander, die die
moderierenden Lehrerinnen und die teilnehmenden Erzieherinnen im
Vorschulischen Elterngesprächskreis gemacht haben. - Die Schule ist beteiligt am gemeinnützigen Stadtteilverein „Rund um
Hannibal und Heroldstraße“ (Gründung 1996). Sie ist in seine
konzeptionelle Arbeit eingebunden und wird ihrerseits z.B. durch
Förderangebote für Kinder und für Eltern unterstützt.
(www.treffpunkthannibal.de).
Konzeptentwicklung und Einführung „Vorschulische Elternarbeit“ - Zu
Beginn des Jahres 2000 wurden in Gesprächen zwischen Kollegen spontan
erste Ideen zu Angeboten entwickelt, die Eltern stärken könnten, um so
– indirekt – eine zusätzliche Stärkung der Kinder bewirken zu können.
- Das o.g. Vorbereitungsteam setzte sich aus einer Lehrerin (die auch
diesen Schulentwicklungsbaustein beschrieben hat), einer weiteren
Lehrerin für muttersprachlichen Unterricht in Türkisch und unserer
Sozialpädagogin zusammen. Das Team begann im Sommer des Schuljahrs
2000/01 mit der Erarbeitung eines Konzepts vorschulischer Elternarbeit.
- Ein Konzeptentwurf für einen vorschulischen Elterngesprächskreis
(EGK) wurde vom Vorbereitungsteam im Oktober 2000 auf der
Gesamtkonferenz vorgestellt. Da ein gemeinsamer Grundkonsens bestand,
war kein formaler Beschluss erforderlich.
- Der Entwurf enthielt die folgenden Eckpunkte:
- hohe Beteiligung der Eltern an der Themenwahl
- Berücksichtigung der unterschiedlichen Vorerfahrungen sowie der Sprachenvielfalt
- regelmäßige, mehrmals im Jahr stattfindende Treffen der Eltern im EGK
- Ausdruck eines deutlichen Interesses der Schule an den Eltern
- Orientierung am Modell der englischen „Early Excellence Centres“
(www.britishcouncil.de/education/ecec.htm), vor allem an deren Ansatz,
Eltern (zumeist Mütter) durch Begleitung und Anleitung einen positiven
Blick auf das Kind gewinnen zu lassen.
Pädagogische Haltung und Professionsverständnis - Bereits
zum Zeitpunkt der Gründung unserer Schule im Jahr 1994 haben wir uns
ausgiebig mit der Frage „Was ist eine gute Schule?“ befasst. Wir hatten
die Vision, dass wir uns als „Elternschule“ verstehen und diese Idee
umsetzen wollten. Wir wollen Eltern als Erziehungspartner ansehen. Wir
beabsichtigen nicht, das Kind „fit“ für die Schule zu machen – also das
Kind der Schule anzupassen –, sondern wir wollen das Kind so fördern,
wie seine Eltern es für wichtig halten. Alle an der Schule Arbeitenden
teilen ein solches Verständnis von Elternarbeit. Wir haben dies in
unserem Schulprogramm im Jahr 2000 als Selbstverpflichtung niedergelegt
(Grundkonsens). - Wir setzen dies um, indem die Lehrerinnen die Eltern ernst nehmen,
sie beraten und an den Bildungsprozessen ihrer Kinder beteiligen. Die
Bedeutung, die eine positive, Kompetenz orientierte Wahrnehmung des
Kindes für die kindliche Entwicklung hat, soll auch den Eltern nahe
gebracht werden. Im Blick auf mögliche Erwartungen der Schule neigen
Eltern dazu, vermeintliche Unzulänglichkeiten ihrer Kinder
überzubewerten und die Kinder zu verunsichern. Bei allen Themen, die
wir Eltern im Rahmen unserer Elternarbeit anbieten, steht deshalb die
Hinwendung zum Kind in Zuneigung, Zutrauen und Wertschätzung im
Vordergrund.
- Von uns als Pädagogen erfordert dies eine differenzierte
Wahrnehmungsfähigkeit. Das Kind wird mit seinen Stärken und seinem
Entwicklungs- und Unterstützungsbedarf in den Blick genommen. Damit
grenzen wir uns von einer Defizit-Orientierung ab.
Ressourcen - Da
es keine zusätzlichen Mittel für vorschulische Elternarbeit gibt, wird
der EGK parallel zur Unterrichtszeit durchgeführt, was durch
innerschulische Umorganisation und Einbeziehung der Türkisch-Lehrerin,
von Lehramtsanwärtern sowie der Sozialpädagogin (Leiterin des
Ganztagsbetriebs) möglich wird.
- Seit 2003/04 haben wir an der Schule Räumlichkeiten, die wir für
vor allem für stadtteilbezogene Seminarangebote nutzen können. Hier
sind wir unserem Ziel, ein Lernzentrum im Stadtteil zu werden, bereits
deutlich näher gerückt. In diesen Räumen findet nun auch der
Vorschulische EGK statt.
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