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Schüler-Lehrer-Elterngespräche zur individuellen FörderungInhaltsverzeichnis Aufbau, Inhalt und Funktion der Beratungsmappen - Seit ca.
1996 (inkl. des Vorlaufs) wird für jeden Schüler ab der Klassenstufe 5
eine Beratungsmappe angelegt und für die Dauer seiner
Schulzugehörigkeit geführt.
- Beratungsmappen sind im Wesentlichen ein Dokument, das die
Ergebnisse der Beratungsgespräche zwischen Eltern, Schülern und
Lehrern, die zum Halbjahreswechsel jeweils im Februar stattfinden,
dokumentiert.
- Eine Beratungsmappe enthält für jeden Jahrgang, den ein Schüler durchlaufen hat, je ein Blatt
- Jedes
Blatt ist zweigeteilt: Auf der einen Hälfte befinden sich die
Leitfragen für die Lehrer und ihre Vorbereitungen für die
Schüler-Lehrer-Elterngespräche. Die zweite Hälfte ist vorgesehen für
stichwortartige Protokollnotizen und für – gegebenenfalls von allen
Beteiligten zu unterschreibende – Vereinbarungen.
- Ebenfalls in den Mappen enthalten sind die schriftlichen Anlagen zu den Zeugnissen zum Schuljahreswechsel im Sommer (
Bsp. Anlage Zeugnis 9; Bsp. Anlage Zeugnis 10). Auch von Schülern verfasste schriftliche Stellungnahmen zu den Zeugnissen werden dokumentiert. - Kommt ein Berufsberater ins Spiel, macht auch Gesprächsnotizen, die ebenfalls in der Beratungsmappe dokumentiert werden.
- Die in den Mappen festgehaltenen Aufzeichnungen dienen wiederum als
Grundlage für die nächsten Schüler-Lehrer-Elterngespräche zum dann
folgenden Schulhalbjahreswechsel im Februar bzw. als Grundlage für das
Verfassen der schriftlichen Anlage zum Zeugnis am Ende des dann
folgenden Schuljahres im Sommer.
Zuständigkeit und Aufbewahrung - Verantwortlich für die Führung der Mappen sind die beiden Klassenlehrer jeder Klasse.
- Die Beratungsmappen werden zentral in einem Raum der Schule verwahrt. Zugang hat jeder an der Schule unterrichtende Kollege.
Organisation der Beratungsgespräche - Die Beratungsgespräche finden zum Halbjahreswechsel Ende Januar/Anfang Februar in einem Zeitraum von ca. 10 Tagen statt.
- In einem zentralen
Informationsschreiben der Schulleitung werden die Eltern auf die bevorstehenden Gespräche aufmerksam gemacht. - Schüler und ihre Eltern werden von den Klassenlehrern nach
individueller Vereinbarung für je eine halbe Stunde (Minimum) in die
Schule bestellt.
- Den Schülern, die zum ersten Mal an einem Beratungsgespräch
teilnehmen, werden zuvor Sinn und Ablauf der Beratung erklärt, damit
sie sich darauf einstellen können.
Gesprächsgestaltung, Rollen - Das
Gespräch findet im Klassenraum des Schülers statt. Die Eltern erhalten
so zugleich einen Einblick in schulische Arbeit, der Schüler befindet
sich an einem ihm vertrauten Ort.
- Beide Klassenlehrer stehen als Gesprächspartner zur Verfügung und
ergänzen sich. Wegen der Häufung von Gesprächen an einem Tag hat es
sich als günstig erwiesen, wenn es eine Rollenaufteilung (aktiver
Gesprächspartner, Protokollant) gibt und wenn die Rollen von Gespräch
zu Gespräch wechseln. Das Prozedere des Gesprächsablaufs wird von den
Kollegen jedoch unterschiedlich je nach individueller Erfahrung
gehandhabt.
- Das Gespräch findet als Dialog zwischen den Beteiligten,
überwiegend jedoch zwischen dem Lehrer und dem Schüler, statt. Es wird
mit dem Schüler, nicht aber über ihn gesprochen.
Gesprächsinhalte und Lernvereinbarungen - Im
gemeinsamen Gespräch wird über Arbeits- und Sozialverhalten in den
Fächern und über den Fortschritt des selbstständigen Lernens
gesprochen. Dabei geht es zum einen um aktuelle Ergebnisse und
Beobachtungen. Zum anderen wird ein Bezug zum vorherigen Gespräch vor
einem Jahr und auch zur schriftlichen Zeugnisanlage zum
Schuljahreswechsel hergestellt. Weichen für die weitere Schullaufbahn
werden gemeinsam gestellt.
- Die Gesprächsergebnisse sowie gute Vorsätze, Vereinbarungen und
Ratschläge werden – im Sinne eines individuellen „Lernplans“ – in den
Beratungsmappen festgehalten
(Bsp. Einträge Beratungsmappen). - Partner einer Vereinbarung sind in der Regel Lehrer und Schüler.
Wenn eine besondere Verbindlichkeit hergestellt werden soll,
unterschreiben beide Vereinbarungspartner.
- Wenn Eltern direkt Betroffene sind, die Unterstützung des Kindes
durch sie im Zentrum steht oder auch der „Ernstcharakter“ einer
Vereinbarung betont werden soll, unterschreiben sie ebenfalls.
Kooperation im Jahrgangsteam - Damit
die Beurteilung der Schüler nicht allein durch die beiden
Klassenlehrer, sondern auch durch die ggf. eingesetzten Fachlehrer
erfolgen kann, ist zur Vorbereitung des Beratungsgesprächs eine
Absprache zwischen allen Kollegen notwendig, die in einer Klasse
unterrichten.
- Dazu liegen zur Zeit der Zensurengebung für die Zeugnisse Listen zum Arbeits- und Sozialverhalten aus
(Schulinterner Erhebungsbogen), in die alle Kollegen eines Jahrgangsteams tabellarische bzw. verbale Eintragungen vornehmen. - Unabhängig davon finden im gesamten Schuljahr in 14-tägigem Turnus
Sitzungen des Jahrgangsteams statt, bei denen aus den Klassen berichtet
wird. Sofern die Klassenlehrer nicht selbst alle Unterrichtsbereiche
abdecken, auf die in den Beratungsgesprächen eingegangen wird, erhalten
sie hier alle weiteren wichtigen Informationen zu den Schülern.
- Die jährlichen Gesprächsrunden mit den Schülern und Eltern werden
in der Regel auf den Teamkonferenzen besprochen. Dabei berichten die
beiden Klassenlehrer von ihren Eindrücken und informieren die Kollegen
über Dinge, die im Umgang mit dem Schüler berücksichtigt werden
sollten. Hier werden auch Aspekte der individuellen Lernplanung, z.B.
für einzelne Schüler speziell zu gestaltende Lernwege oder
Lernsituationen, besprochen. Bei der überschaubaren Größe des Teams
wird vieles informell geklärt.
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