Zur Startseite der Toolbox Bildung Zur Website der Bertelsmann Stiftung

Sozialtraining als Baustein einer umfassenden Kompetenzvermittlung an der Staudinger-Gesamtschule

Inhaltsverzeichnis

3. Durchführung bzw. Ablauf (inkl. Verantwortlichkeiten)

Schulische Organisationsstrukturen zur Umsetzung von Sozialem und Methodenlernen

  • Jede Klasse hat zwei Klassenlehrer. Sie gewährleisten eine intensive Betreuung.
  • Über die Stundentafeln der Klassenstufen 5 bis 7 sind Lernangebote zur (Weiter-)Entwicklung der Sozial- und Methodenkompetenz strukturell verankert. Für Sozialtraining, Methodentraining und Klassenangelegenheiten ist jeweils eine Unterrichtsstunde ausgewiesen ( Bsp. Stundenplan).
  • Die so genannte à Klassenstunde ist seit ca. 20 Jahren in der Stundentafel der Klassenstufen 5 bis 10 vorgesehen („KlaS“ im Stundenplan,  Bsp. Stundenplan). Sie dient den besonderen Anliegen der Klasse und wird in der 5. und 7. Klasse von beiden Klassenlehrern betreut. Sie wird zuweilen genutzt, um im 8. bis 10. Jahrgang Sozialtraining situativ fortzuführen oder um es in der 5. bis 7. Klasse zu ergänzen.
  • Die Stundentafel der Klassenstufen 5 bis 7 weist seit 2006/2007 eine wöchentliche Unterrichtsstunde für systematisches Sozialtraining aus ( Bsp. Stundenplan). Für die 5. Klasse ist eine Doppelbesetzung vorgesehen. In den 6. und 7. Klassen entscheiden die Klassenlehrer, ob sie die Klassenstunde oder das Sozialtraining gemeinsam übernehmen.
  • Ebenfalls einstündig ist für die 5. und 7. Klassen seit dem Schuljahr 2006/07 das Methodentraining eingeplant ( Bsp. Stundenplan;  Methodencurriculum Stand Juli 07).
  • Im zweiten Halbjahr der Klasse 7 wird die Methodentrainingsstunde in eine Stunde ITG (Informationstechnische Grundausbildung) umgewandelt. Es werden Methoden vermittelt, für die eine Computeranwendung von großem Nutzen ist (beispielsweise Präsentationen, Internetrecherche, Visualisierungen u.a.m.).
  • Von Klassenstufe 5 bis 10 findet seit 2002 jährlich eine Einführungswoche statt. Im Zentrum stehen Sozial- oder Methodentraining.
  • In den Pausen wird für Schüler seit 2000 ein Streitschlichtungsangebot von ausgebildeten Streitschlichtern der 9.und 10. Klassen bereit gehalten.
  • Seit dem Schuljahr 2003/04 steht für Schüler, die sich vorübergehend nicht in der Lage sehen, sich an Grundregeln im Klassenverband zu halten, der Trainingsraum zur Verfügung. Er ist während der Unterrichtszeit mit kompetenten Lehrern besetzt.
  • Im Wahl- und Ganztagsbereich dienen den Schülern sechs Angebotsbereiche zur individuellen Profilierung. Der Komplex „sich engagieren in der Gemeinschaft“ u. a. mit Schülermentoren, Schulsanitätsdienst, Schülerinteressenvertretung spricht insbesondere die Weiterentwicklung von Sozial- und Selbstkompetenz an ( Schulkonzept, Punkt 3;  Bsp. Stundenplan).
  • Seit 2003 findet ein Projekttag zur Gewaltprävention unter dem Titel „Coole Staudis“ für neue Schüler in der Anfangsphase des 5. Schuljahrs statt.
  • Es ist auch durchaus üblich, spezielle Gelegenheiten wie Einführungswoche oder Landschulheim für Sozialtrainings zu nutzen.

 

Das systematische Programm und Unterrichtsmaterial von Lions-Quest (LQ) für das Sozialtraining (» http://www.lions-quest.de/)

  • Seit 2003/04 arbeiten wir mit den Unterlagen und nach dem Programm „Erwachsen werden“ von Lions-Quest. Es handelt sich um ein ursprünglich aus den USA stammendes Präventions-Programm, das Schüler im Alter von 10 bis 15 Jahren auf die selbstständige Bewältigung der bevorstehenden Aufgaben ihrer Lebensphase vorbereitet. LQ macht es sich zur Aufgabe, Lehrer in ihrem Erziehungsauftrag bei der Vermittlung von sozialen und persönlichen Fähigkeiten zu unterstützen. Es wird seit Mitte der neunziger Jahre in Deutschland eingesetzt ( Ziele LQ-Programm).
  • Das Material umfasst sieben Module u. a. mit den Themen „Stärkung des Selbstvertrauens“ (Modul 2), „Mit Gefühlen umgehen“ (Modul 3). Zu jedem dieser Module werden Unterrichtseinheiten vorgeschlagen.
  • Dazu liegen Handreichungen vor als: a) Lehrerhandbuch, das jeder unserer Kollegen hat, b) Elternheft mit Elternbriefen und Elterninformationen, c) Arbeitsanweisungen und -blätter sowie e) Informationen für Schüler.
  • Das Lehrerhandbuch bietet 73 Themen, die als Stundenkonzepte methodisch mit direkt einsetzbaren Unterrichtsmaterialien ausgearbeitet sind. Beispiele sind: LQ Bsp. IKEA-Methode; LQ Bsp. Rollenspiel.
  • Das Sozialtraining wird von einem, zum Teil von beiden Klassenlehrer(n) durchgeführt. Diese Zuständigkeit wird aus pädagogischen Gründen von den LQ-Trainern empfohlen. Denn für Klassenlehrer kommt es bei der Betreuung ihrer Schüler zu vielen Situationen, in denen sie eine direkte Querverbindung zu den Themen des LQ-Programms herstellen können. Dies kann ihre Tätigkeit erleichtern und das pädagogische Verhältnis zu den Schülern verbessern.

 

Exemplarische Unterrichtsstunde „Sozialtraining“ nach dem systematischen Programm von Lions-Quest

  • Exemplarisch zur Veranschaulichung des Sozialtrainings wird die unterrichtliche Umsetzung des Rollenspiels „Selbstsicher auf Druck reagieren“ aus dem LQ-Material dargestellt (LQ Bsp. Rollenspiel;  Werkstattbericht Gruppendruck).
  • I. Einführung und Zugang zum Thema für Schüler, Impulssetzung durch den Lehrer: Themenfindung durch Vorschläge aus den LQ-Materialien oder durch Anknüpfungspunkte aus dem Schul- und Lebensalltag der Schüler
  • II. Organisationsform: Nutzung der durch die Gruppentische gegebenen Anordnung  für Gruppenarbeit; eigene Zusammenstellung der Gruppen bei sensiblen Themen
  • III. Durchführung von Übungen:
    • Aufgreifen von Aspekten, Erfahrungen und Problemen, die von Schülern benannt worden sind; ggf. Ausgabe des Arbeitsblattes LQ Bsp. Rollenspiel
    • Suche von zu bearbeitenden Schwerpunkten, die der jeweiligen  Kleingruppe wichtig erscheinen; Bearbeitung im Rollenspiel (s. à LQ Bsp. Rollenspiel)
    • Suche nach Handlungsalternativen bzw. Lösungsansätzen innerhalb der Kleingruppe an Hand von für alle sichtbar aushängenden Leitfragen, z. B. nach der IKEA-Methode (IKEA steht für: Im Zweifel, kläre durch Fragen, Entscheide dich. – Sagst du NEIN, biete eine Alternative an (s. à LQ Bsp. IKEA-Methode)
    • Erproben der Alternativen im Rollenspie
    • Präsentieren des Rollenspiels vor der gesamten Klasse
  • IV. Reflexion und Auswertung:
    • Auswertung im Klassengespräch u. a. mit Rückfragen an die Mitglieder der Kleingruppen nach ihrem Erleben und ihren Gefühlen im Rollenspiel 
    • Feedback der Mitschüler an die Kleingruppen zum Rollenspiel.

 

Zusammenarbeit mit dem Elternhaus

  • Für den Erfolg eines langfristig angelegten Sozialtrainings ist die Mitwirkung der Eltern eine wichtige Voraussetzung ( Pädagogische Elternbeteiligung).
  • Diese Zusammenarbeit ist ein wichtiger Teil der Klassenlehrertätigkeit. Seine Aufgabe ist es, die Elternpflegschaft ausführlich über die einzelnen Schritte des Sozialtrainingsprogramms zu informieren.
  • Lions-Quest sieht die Zusammenarbeit mit Eltern von vornherein vor. Zu jedem Kapitel des Lehrerhandbuchs gibt es Broschüren und Informationsschreiben für die Eltern (LQ Bsp. Elterninformation Modul 1). Damit sollen Eltern nicht nur informiert sondern auch animiert werden, durch Nachfragen mit dem Klassenlehrer in Kontakt zu treten und sich auch im Elternhaus derartigen Themen zu widmen.
  • Vertreter der Elternschaft wurden in Fortbildungsangebote zu LQ einbezogen.

 

Die Klassenstunde

  • Die Klassenstunde der Klassen 5 bis 10 in der Regie der Klassenlehrer wird nicht nur für organisatorische Dinge, sondern auch für Demokratielernen, Fragen der Klassengemeinschaft sowie, vor allem im 8.-10. Jg., situativ zur Behandlung von Themen aus dem LQ-Programm genutzt ( Klassenstunde).

 

Coole Staudis

  • Eine Kollegin und ein Sozialpädagoge unserer Schule haben Konzept und Material für einen Projekttag zur Gewaltprävention - „Coole Staudis“ - für die 5. Klassen entwickelt und zusammengestellt (Konzept Stark und Cool).
  • Der Projekttag findet seit 2003 jährlich im Vorfeld des Sozialtrainings für neue Schüler in der Anfangsphase des 5. Schuljahrs statt.
  • Ziele dieses Präventionsansatzes sind: Enttabuisierung von Gewalt an der Schule, Einüben von Verhaltensmöglichkeiten, Kennenlernen von Ansprechpartnern und Bezugspersonen innerhalb der Schule, Unterstützung der Schüler beim Einstieg in eine zahlenmäßig große Schule.
  • Methodisch wird mit Aufstellungsarbeit, Rollenspielen und spezifischen Übungen zum Thema „Konflikte und Gewalt“ gearbeitet.

 

Trainingsraumprogramm (» http://www.staudi.fr.schule-bw.de/?page_id=147 )

  • Zum Schuljahr 2003/2004 startete die Staudinger-Gesamtschule mit dem Trainingsprogramm zum eigenverantwortlichen Denken und Handeln.
  • Mit dem Trainingsraumprogramm, einem Konzept aus den USA von 1994, soll ungestörtes Arbeiten für lernbereite Schüler ermöglicht werden. Schüler, die den Unterricht stören, werden vor die Alternative gestellt, sich entweder an die Klassenregeln zu halten oder sich für eine Auszeit im Trainingsraum zu entscheiden. Wenn sie sich vorübergehend nicht in der Lage sehen, sich an Grundregeln im Klassenverband zu halten, können sie bei der ersten Intervention des Lehrers selbst entscheiden, ob sie den „Trainingsraum“ aufsuchen oder im Unterricht verbleiben. Beim zweiten Regelverstoß werden sie vom Lehrer in den Trainingsraum geschickt.
  • Der Trainingsraum ist zur Unterrichtszeit mit eigens ausgebildeten Lehrern besetzt.
  • Konzept und Material wurden von einer Kollegin unserer Schule zusammengestellt.

 

Höflichkeits-AG

  • Seit 2004/05 bietet die Kollegin Eva Wegener in der Mittagspause eine „Höflichkeits-AG“ an. Die Teilnahme ist für Schüler freiwillig, es sei denn, sie sind durch besonders unhöfliches Verhalten aufgefallen und für sie wurde die Teilnahme als Sanktion ausgesprochen.
  • Den Höflichkeitsbegriff führt sie auf drei wesentliche Aspekte zurück: Fähigkeit der Selbstbeherrschung, gutes Benehmen, gegenseitiger Respekt ( Ankündigung Höflichkeits-AG,  Hinweis Höflichkeits-Trainingsmaterial;  zum Begriff Höflichkeit)
  • Über das Erlernen von Höflichkeit sollen den Schülern Haltungen wie Respekt, Zurückhaltung, Anteilnahme und Wohlwollen vermittelt werden. Sie lernen Regeln der Höflichkeit und des guten Benehmens kennen und wenden sie an, indem sie in kurzen Texten beschriebene Szenen in Kleingruppen diskutieren und der Großgruppe vorspielen. Ihre Interpretation der Regeln wird diskutiert, und Verbesserungsideen werden eingebracht.
  • Die Kollegin hat entsprechendes Trainingsmaterial erarbeitet und veröffentlicht und bietet einen Workshop für interessierte Lehrer an.

 

Kooperatives Lernen

  • Seit ca.10 Jahren wird von Kollegen bereits in einzelnen Klassen mit Kooperativen Lernformen gearbeitet. Sie setzen Anregungen aus dem Kreis des US-Amerikaners Spencer Kagan im Unterricht und auf Elternabenden um.
  • Seit 2006/2007 setzen wir im Unterricht der Klassenstufen 5 und 6 Kooperative Lernformen ein (nach dem Konzept des Cooperative Learning von Norm Green, nach A. Huber, der Realschule Enger und mit dem Werk von Cordula Hoffmann).

 

Compassion-Projekt

  • Schüler der 10. Klassen erproben und wenden ihre Sozialkompetenz praktisch an und engagieren sich während des 14tägigen Praktikums in sozialen Einrichtungen wie Behinderten- und Alterseinrichtungen, Krankenhäuser.
  • Sie fertigen eine Präsentation an und stellen sie Eltern, Lehrern, Schülern vor.

 

Streitschlichtung in Pausen

  • Seit ca. 2000 werden Streitschlichterausbildungen für Schüler der 9. und 10.Klassen durchgeführt.
  • Schüler können, wenn sie untereinander Konflikte haben und beide damit einverstanden sind, zu einer Streitschlichtung kommen ( Streitschlichtung).
  • Auch Lehrer können Schüler zu einer Streitschlichtung schicken.
  • Das Angebot findet in jeder ersten 20-Minuten-Pause im Streitschlichtungsbüro statt.
  • Streitschlichtung in der Schule ist ein Verfahren, in dem Schüler als Unparteiliche in Streitfällen zwischen Schülern vermitteln. Es kann nur in Anspruch genommen werden, wenn beide Konfliktparteien dem Verfahren zustimmen. Ziel ist es nicht, einen Schiedsspruch zu fällen oder die Schuldfrage zu klären. Vielmehr soll den Konfliktparteien nach den Regeln der Mediation Hilfe zur Selbsthilfe angeboten werden, damit sie ihren Konflikt selbständig und konstruktiv lösen können.

 

Durchdringung des Fachunterrichts mit Maßnahmen des Sozial- und Methodentrainings

  • Durch die Bildungsplanreform in BW und den Auftrag der Schule hatten alle Fächer die Aufgabe, in ihre Schulcurricula das Sozial- und Methodentraining als Schwerpunkte des Schulkonzeptes zu übernehmen. Im Fachunterricht sollen soziale und methodische Kompetenzen über ihre Anwendung entwickelt und gefestigt werden. Ein aus unserer Sicht gelungenes Beispiel ist die Zusammenstellung der Fachkommission Deutsch. Dort ist detailliert aufgelistet, welche Bereiche des Schulkonzeptes in welchem Jahrgang angesiedelt sind ( FK Deutsch Schulcurriculum).
  • Für das Fach Sport wurde – ausgehend von unserem Schulkonzept - ein „Schulsportliches Gesamtkonzept“ entwickelt, in dessen Zentrum die Vermittlung von Personal- und Sozialkompetenzen steht ( Schulsportliches Gesamtkonzept).

 

Bewertung

  • Für Leistungen im Bereich der Sozial- und Methodenkomeptenz erhalten Schüler keine Note im Zeugnis.
  • Schüler führen einen Ordner. Darin sammeln sie neben ihren Zeugnissen Ergebnisse und Zertifikate ihrer individuellen Profilierung (u. a. auch aus dem Sozial- und dem Methodentraining).

 

Fortbildung der Lehrkräfte zum Sozialen Lernen

  • Zum Ausgleich fehlender Vorkenntnisse aus den Lehrerausbildungsgängen war für uns sehr attraktiv, dass die Lions-Organisation Deutschland zum LQ-Programm sowohl 2,5tägige Grund- als auch 1,5tägige Aufbaukurse anbietet.
  • Im Schuljahr 2002/03 hat die erste 15köpfige Lehrergruppe unserer Schule mit 15 Kollegen aus weiteren Schulen an einer Fortbildung zum LQ-Programm teilgenommen. Der Lions-Club Alt-Freiburg kam durch Sponsorengelder für die nicht unerheblichen Fortbildungskosten auf. Herr Hanagarth, der LQ-Beauftrage von Lions-Quest Südbaden, war uns seit dieser Zeit bei allen Fortbildungen eine große Hilfe. Alle Absolventen der ersten Fortbildungsmaßnahme waren sehr angetan von der professionell und ertragreich gestalteten Veranstaltung. Für die Teilnahme an weiteren Fortbildungen wurde innerhalb des Kollegiums daraufhin erfolgreich geworben. In den Folgejahren schlossen sich weitere Kollegengruppen der Fortbildung an. Bis Schuljahr 2006/07 waren es bereits drei Viertel des Kollegiums, weitere folgten. Interessierte Eltern konnten ebenfalls teilnehmen und im ElternBeiRat darüber berichten. Im Schuljahr 2007/2008 haben zum ersten Mal auch Kollegen an einem LQ-Aufbaukurs teilgenommen.
  • Die LQ-Grundkurse führen in ein abwechslungsreiches Programm mit ganzheitlichen Unterrichtsmethoden, Rollen- und Aktivierungsspielen ein. LQ-Aufbaukurse decken u. a. den bei uns entstandenen Fortbildungsbedarf zum Thema Pädagogisches Rollenspiel, einem Kernstück des handlungsorientierten LQ-Ansatzes, ab (Überblick LQ-Aufbauseminare; Päd. Rollenspiel LQ-Aufbaukurse).
  • Die Finanzierung dieser Fortbildungen erreichten wir über die Stadt Freiburg: Wir beteiligten uns mit unserem Projekt „Qualifizierungsmaßnahmen im Bereich des Sozialtrainings/Sozialen Lernens“ am Wettbewerb „Innovative Schulentwicklung“. Von dort wurden wir mit insgesamt 8000,- Euro unterstützt. Die Teilnehmer leisteten einen Eigenbeitrag in Höhe von 30,- bis 50,-    für die Verpflegung der 2,5tägigen auswärtigen Schulung.
    Die Finanzierung der Aufbaukurse konnten wir durch die Bewilligung eines Antrags auf Förderung durch den „Innovationsfonds im Rahmen des Projekts `Bildungsregion Freiburg`“ erreichen (gemeinsames Projekt der Bertelsmann Stiftung, der Stadt Freiburg und des Kultusministeriums Baden-Württemberg). Voraussetzung war ein schulartenübergreifendes Entwicklungsvorhaben mit anderen Schulen. Mit dem Friedrich-Gymnasium und der Weiherhofrealschule beteiligten wir uns mit der Qualifizierungsmaßnahme Schnee-SoLe (Schulnetz entwickelt Soziales Lernen).
  • Bei erfolgreicher Fortbildungsteilnahme stellt Lions-Quest ein Zertifikat aus und händigt dem Teilnehmer das Lehrerhandbuch „Erwachsen werden“ mit vielen direkt im Unterricht einsetzbaren Materialien aus.
  • Eine Lehrerin und ein Sozialpädagoge unserer Schule führen für die jeweiligen Klassenlehrer der 5. Klassen schulinterne Lehrerfortbildungen (SchiLf) durch. Sie erhalten eine halbtägige praxisnahe Schulung zum Projekttag „Coole Staudis“.
  • Seit mehreren Jahren bietet Frau Wegener mit hervorragender Resonanz SchiLf zum Kooperativen Lernen für interessierte Kollegen an. Sie ist mittlerweile lizenzierte „Green`s Trainerin“ (Kooperatives Lernen nach Norm und Kathy Green, Kanada) und pädagogische Beraterin des Regierungspräsidiums Freiburg.
  • Ende 2007 nahmen mehrere Kollegen am Arbeitskreis „Kooperatives Lernen“ mit P. Blomert und R. Schiffels innerhalb der Fachtagung „Unterricht entwickeln - Kompetenzen stärken“ teil.

 

Zur Evaluation

  • Die Zuständigkeit liegt beim AK Selbstevaluation.
  • Die Schule hat sich 2006 und 2007 an der SEIS-Befragung beteiligt und mit diesem von der Bertelsmann Stiftung angebotenen Instrument eine Selbstevaluation im Screening-Verfahren durchgeführt. In einer umfangreichen Befragung konnten sich Schüler, Lehrer und Eltern der 6. und 8. Klassen zu fünf Dimensionen von Schulqualität äußern. Der AK initiierte die Auswertung der Ergebnisse für Eltern, Lehrer, Schüler und sorgte dafür, dass die Ergebnisse in Maßnahmen zur Qualitätssicherung und Qualitätsverbesserung umgesetzt wurden (zur Beschreibung der Vorgehensweise, der Ergebnisse und Schlussfolgerungen  SEIS-Ergebnisse Soziales Lernen;  Ergebnisse Dateninterpretation SEIS 2006; » http://www.staudi.fr.schule-bw.de/?page_id=104 ).

Eine eher intuitive Evaluation leisten die Klassenlehrer-Tandems während der zweimal jährlich stattfinden Jahrgangskonferenzen. In einem Rundgespräch formulieren sie ausführlich ihre Erfahrungen mit dem Sozial- und Methodentraining. Nach Auswertung der detaillierten Protokolle bemüht sich der AK Schulentwicklung, Impulse, die sich aus dem Erfahrungsaustausch ergeben haben, umzusetzen.

SUCHE

Kontakt

pdf-Download

Hier können Sie den gesamten Bausteintext als pdf-Dokument herunterladen und ansehen:  Sozialtraining als Baustein einer umfassenden Kompetenzvermittlung an der Staudinger-Gesamtschule.

© 2005 Bertelsmann Stiftung