Zur Startseite der Toolbox Bildung Zur Website der Bertelsmann Stiftung

Training zur Gruppenarbeitsfähigkeit

Inhaltsverzeichnis

3. Durchführung bzw. Ablauf (inkl. Verantwortlichkeiten)

Inhalte:

  • Mit der Einführung von Normen für zukünftiges Verhalten bei der Gruppenarbeit werden grundlegende Haltungen und Einstellungen für gelingende, produktive Gruppenarbeit gefördert.
  • Die Einführung von Normen erfolgt in folgenden fünf Schritten:
    1. Selbstverantwortlichkeit in der Gruppe,
    2. Eingehen auf die anderen,
    3. Zusammenarbeit,
    4. Entscheidung durch Konsensfindung,
    5. Sich Problemen stellen.
  • In der  Übersicht über das Gruppentraining sind die jeder Norm zugeordneten Übungen, die jeweils empfohlene Gruppengröße und der Materialbedarf angegeben.
  • Eine  Handreichungsteht für Lehrpersonen, die das Gruppentraining anleiten, zur Verfügung. Sie enthält:
    • die Übungssammlung,
    • die Beschreibung des jeweils geeigneten Arrangements (z.B. Gruppengröße, Sitzordnung, Zeitlimit, Material, Arbeitsanweisungen für die Lerngruppe),
    • Angaben und Tipps zur Rolle, zum (günstigen) Lehrerverhalten, zu erwartetem Schülerverhalten sowie zu Beobachtungskategorien für Lehrpersonen während der Übungen,
    • ergänzende Sachinformationen (z.B. Prinzipien aktiven Zuhörens),
    • Vorschläge bzw. Leitfragen für die sich direkt an die Übungen anschließenden Auswertungsgespräche/-aufgaben oder Reflexionsimpulse in der Lerngruppe.

Vorbereitung der Lerngruppe auf das Gruppentraining:

  • Dem eigentlichen Trainingsschwerpunkt wird eine Orientierungsphase voran gestellt, damit sich die Schüler in der neuen Klasse oder neu zusammengestellten Gruppe zunächst kennen lernen, Vertrauen entwickeln und Ängste abbauen können.

Organisation:

  • Das Gruppentraining findet jeweils zu Beginn der Sekundarstufe I, bei uns zurzeit in Klassenstufe 6, statt, damit Grundlagen für die Sekundarstufe I und II gelegt und Erfahrungen mit misslingender Gruppenarbeit weitgehend vermieden werden.
  • Das Training wird von der Klassenbetreuung angeleitet, da sie Zugang zu den sozialen Prozessen innerhalb ihrer Lerngruppe hat.
  • Alle Klassen des 6. Jahrgangs durchlaufen das Training über mehrere Wochen im gleichen Schuljahresabschnitt (für ca. ein Viertel des Schuljahresabschnitts). Dies erscheint günstiger, als ein Training in komprimierter Form (z.B. in Form einer Trainingswoche) anzubieten. Im Fachunterricht bzw. in fächerübergreifenden Lernangeboten haben die Fachkollegen (die i.d.R. das Training kennen gelernt haben) Gelegenheit, die aus den bereits durchgeführten Trainingsbausteinen gewonnenen Erkenntnisse zu vertiefen und zu sichern. So können durch die zeitliche Organisation Trainings- und Anwendungsphasen unter Anleitung der Lehrpersonen des Jahrgangsteams ineinandergreifen.
  • Das Training findet einmal wöchentlich während einer Einzelstunde (optimal wäre eine Doppelstunde) statt. Aus der Stundentafel wird die Lernkompetenz-, die Freiarbeits- oder die Klassenstunde herangezogen. Diese Stunde ist doppelt besetzt, so dass in einigen Phasen die Lerngruppe geteilt werden kann (manchmal empfiehlt sich eine Trennung nach Geschlecht).
  • Neben der für die Durchführung der Übungen erforderlichen Zeit muss für die Lerngruppe ein zeitlicher Rahmen zur Reflexion der gruppendynamischen Prozesse nach jeder Übung gewährleistet sein. Das zeitliche Verhältnis Übung – Reflexion der Übung beträgt ca. 1 : 1, bei manchen Übungen 1 : 2.
  • Als Sozialform wird der Stuhlkreis gewählt.

Auswertung der Übungen

  • Für viele Übungen gibt es Selbstevaluationsbögen, die die Einschätzung der Schüler zur jeweiligen Übung abfragen  (Evaluationsbögen für Übungen). Die begleitenden Lehrpersonen können so unmittelbar Einblick gewinnen, ob die Übung ihr Ziel erreicht hat oder nicht  (Handreichung).

SUCHE

Kontakt

› Gesamtschule Haspe
+49-2331-40802

pdf-Download

Hier können Sie den gesamten Bausteintext als pdf-Dokument herunterladen und ansehen:   Gruppenarbeitsfähigkeit_Haspe.pdf

© 2005 Bertelsmann Stiftung