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Training zur GruppenarbeitsfähigkeitInhaltsverzeichnis Inhalte: - Mit der Einführung von Normen für zukünftiges
Verhalten bei der Gruppenarbeit werden grundlegende Haltungen und
Einstellungen für gelingende, produktive Gruppenarbeit gefördert.
- Die Einführung von Normen erfolgt in folgenden fünf Schritten:
- Selbstverantwortlichkeit in der Gruppe,
- Eingehen auf die anderen,
- Zusammenarbeit,
- Entscheidung durch Konsensfindung,
- Sich Problemen stellen.
- In der
Übersicht über das Gruppentraining sind die jeder Norm zugeordneten Übungen, die jeweils empfohlene Gruppengröße und der Materialbedarf angegeben. - Eine
Handreichungsteht für Lehrpersonen, die das Gruppentraining anleiten, zur Verfügung. Sie enthält:- die Übungssammlung,
- die Beschreibung des jeweils geeigneten Arrangements (z.B.
Gruppengröße, Sitzordnung, Zeitlimit, Material, Arbeitsanweisungen für
die Lerngruppe),
- Angaben und Tipps zur Rolle, zum (günstigen) Lehrerverhalten, zu
erwartetem Schülerverhalten sowie zu Beobachtungskategorien für
Lehrpersonen während der Übungen,
- ergänzende Sachinformationen (z.B. Prinzipien aktiven Zuhörens),
- Vorschläge bzw. Leitfragen für die sich direkt an die Übungen
anschließenden Auswertungsgespräche/-aufgaben oder Reflexionsimpulse in
der Lerngruppe.
Vorbereitung der Lerngruppe auf das Gruppentraining: - Dem
eigentlichen Trainingsschwerpunkt wird eine Orientierungsphase voran
gestellt, damit sich die Schüler in der neuen Klasse oder neu
zusammengestellten Gruppe zunächst kennen lernen, Vertrauen entwickeln
und Ängste abbauen können.
Organisation: - Das
Gruppentraining findet jeweils zu Beginn der Sekundarstufe I, bei uns
zurzeit in Klassenstufe 6, statt, damit Grundlagen für die
Sekundarstufe I und II gelegt und Erfahrungen mit misslingender
Gruppenarbeit weitgehend vermieden werden.
- Das Training wird von der Klassenbetreuung angeleitet, da sie Zugang zu den sozialen Prozessen innerhalb ihrer Lerngruppe hat.
- Alle Klassen des 6. Jahrgangs durchlaufen das Training über mehrere
Wochen im gleichen Schuljahresabschnitt (für ca. ein Viertel des
Schuljahresabschnitts). Dies erscheint günstiger, als ein Training in
komprimierter Form (z.B. in Form einer Trainingswoche) anzubieten. Im
Fachunterricht bzw. in fächerübergreifenden Lernangeboten haben die
Fachkollegen (die i.d.R. das Training kennen gelernt haben)
Gelegenheit, die aus den bereits durchgeführten Trainingsbausteinen
gewonnenen Erkenntnisse zu vertiefen und zu sichern. So können durch
die zeitliche Organisation Trainings- und Anwendungsphasen unter
Anleitung der Lehrpersonen des Jahrgangsteams ineinandergreifen.
- Das Training findet einmal wöchentlich während einer Einzelstunde
(optimal wäre eine Doppelstunde) statt. Aus der Stundentafel wird die
Lernkompetenz-, die Freiarbeits- oder die Klassenstunde herangezogen.
Diese Stunde ist doppelt besetzt, so dass in einigen Phasen die
Lerngruppe geteilt werden kann (manchmal empfiehlt sich eine Trennung
nach Geschlecht).
- Neben der für die Durchführung der Übungen erforderlichen Zeit muss
für die Lerngruppe ein zeitlicher Rahmen zur Reflexion der
gruppendynamischen Prozesse nach jeder Übung gewährleistet sein. Das
zeitliche Verhältnis Übung – Reflexion der Übung beträgt ca. 1 : 1, bei
manchen Übungen 1 : 2.
- Als Sozialform wird der Stuhlkreis gewählt.
Auswertung der Übungen - Für viele Übungen gibt es Selbstevaluationsbögen, die die Einschätzung der Schüler zur jeweiligen Übung abfragen
(Evaluationsbögen für Übungen). Die begleitenden Lehrpersonen können so unmittelbar Einblick gewinnen, ob die Übung ihr Ziel erreicht hat oder nicht (Handreichung).
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