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Selbstständiges Lernen in der Klasse als Lernwerkstatt

Inhaltsverzeichnis

3. Durchführung bzw. Ablauf (inkl. Verantwortlichkeiten)

Neue Lernformen und Unterrichtsorganisation  (Reader selbstständiges Lernen M 14):

  • Zu den Arbeitsmethoden zählen: Wochenplanunterricht  (Kriterien Wochenplan M 5), Arbeit mit Leittexten, Werkstattunterricht, Stationenlernen  (Lernen an Stationen M 18), Projektunterricht und freie Arbeit. Als Formen „innerer Differenzierung“ ermöglichen sie den Schülern, entsprechend ihrer individuellen Lernvoraussetzungen vorzugehen.
  • Diese Unterrichtsorganisation ist gekennzeichnet durch einen intensiven, vielfältigen Einsatz von Lern- und Arbeitsmaterial (z.B.  Kartei des Wissens M 16;  Kontrollbogen Kartei des Wissens M 17) sowie guten Lehr- und Nachschlagewerken. Dies alles muss dem Schüler unmittelbar zur Verfügung stehen.
  • Zum Umgang mit dem zur Verfügung gestellten Material und für Formen selbstständigen Arbeitens bedarf es einiger klarer, vereinbarter Regeln mit den Schülern ( Vereinbarung Computernutzung M 3;  PC-Führerschein M 4;  Regeln Wochenplanarbeit M 6).
  • Gleichwertig neben der individuellen Aneignung des Unterrichtsstoffes nehmen Formen von Schüler-Teamarbeit einen breiten Raum bei der Gestaltung der Lernprozesse ein (verschiedene Kooperationsformen im Sinne von Teamarbeit, wechselnde Zusammensetzung von Arbeitsgruppen, wechselnde Arbeitsformen, Umgang mit Konflikten) ( Schlüsselqualifikationen M 7;  Hinweise zur Arbeit mit Gruppen M 2).
  • Der Anteil der neuen Lernformen ist in jeder Klasse unterschiedlich. Die Klassenlehrer unterrichten mit ihren Fächern etwa 8 – 12 Unterrichtsstunden pro Woche. Dazu kommen Kollegen, die durch die „anregende“ Lernumgebung der Lernwerkstatt im Laufe der Zeit immer größere Anteile neuer Unterrichtsformen selbst ausprobieren wollen. Sie werden dabei durch die schulinterne Fortbildungseinrichtung der Pädagogischen Werkstatt unterstützt.
  • Die Hauptanteile dieses Unterrichts liegen bei den Fächern Deutsch, Gesellschaftslehre (Geschichte, Erdkunde, Sozialkunde), Mathematik und etwas weniger in Englisch, Biologie.

Selbsttätigkeit der Schüler  (Schülerbericht M 11):

  • Der Anteil der Eigenaktivität der Schüler ist gegenüber dem herkömmlichen Unterricht um ein Vielfaches höher.
  • Die Schüler erarbeiten in dem zur Verfügung stehenden Zeitrahmen, der im jeweiligen Plan mit angegeben wird, mit Hilfe des Materials und der Beratung durch den Lehrer den Unterrichtsstoff, wie er im schulinternen Curriculum – abgestimmt mit den Hessischen Lehrplänen - vorgesehen ist ( Schulinternes Curriculum;  WochenplanbspKlasse 6).
  • Dabei wird der Kreativität des einzelnen Schülers bei der Gestaltung des Lernprozesses, des Lernproduktes und bei der Präsentation seiner Lernergebnisse Raum gegeben und Hilfestellung angeboten ( ArbeitsplanbspKlasse 5;  Erstellen einer Wandzeitung M 8).

Reflexion und Bewertung:

  • Lernprozesse werden kontinuierlich einer kritischen Reflexion durch die Lernenden selbst unterzogen. Die Schüler werden in ihrer persönlichen Kompetenz durch regelmäßige Besprechungen ihrer Lernerfahrungen (Rückblenden: Was war dem Lernprozess dienlich/was war hinderlich?) gefördert.
  • Die Schüler werden zunehmend an eine Selbstbewertung ihrer Arbeit heran geführt. In einem Bewertungsbogen verwenden sie dazu die Feedback-Symbole der drei „Smilies“. Der Selbstbewertung wird eine Fremdbewertung durch Mitschüler und Lehrperson gegenübergestellt  (Bewertung Wochenplanarbeiten).
  • Der Prozess der Wochenplanarbeit und die Produkte der Arbeit werden mit Zensuren bewertet.

Einsatz, Aufgaben und Rolle der Lehrer:

  • Die Klassenlehrer des Jahrgangs unterrichten in zwei oder mehr Fächern ihre eigenen Klassen und sind außerdem jeweils mit ihren Fächern auch in ein oder zwei Parallelklassen eingesetzt, so dass eine weitgehende Verzahnung des Ansatzes gewährleistet ist. Doppelbesetzungen gibt es nicht.
  • Die Arbeit wird in einer wöchentlich stattfindenden Teamsitzung der im Jahrgang unterrichtenden Lehrer koordiniert. Die Planung des Unterrichts wird jeweils nach vorheriger gemeinsamer Absprache für eine Woche vorgenommen und für den gesamten Jahrgang in Form von differenzierten Wochenplänen organisiert  (WochenplanbspKlasse 6). Diese werden rechtzeitig vor ihrem Einsatz per E-mail an die Kollegen weitergegeben. Die Wochenplanung liegt jeweils in der Hand eines Kollegen und wechselt wöchentlich.
  • Die Arbeit im jeweils anstehenden neuen Jahrgang 5 wird sehr frühzeitig - meist ab April – und sehr intensiv in allen Facetten durchgeplant  (Rahmenkonzept M 0).
  • Die Lehrer haben weniger die Rolle des Stoffvermittlers als vielmehr die eines Lernberaters inne.

Begleitende Lehrerfortbildung:

  • Regelmäßig sechs- bis achtmal im Schuljahr führen Lehrer selbst praktische Lernwerkstatt-Arbeit als Lernende in der Pädagogischen Werkstatt durch (z.B.  Arbeitsplan zur Lernwerkstatt). Dies findet als schulinterne Lehrerfortbildungs-Veranstaltung jeweils an einem Nachmittag in der Zeit von 14.00 Uhr bis 17.30 Uhr statt.
  • Der Veranstaltungsort liegt in einer der als Lernwerkstätten eingerichteten Klassen, so dass die teilnehmenden Lehrer hautnah die Vorteile erleben können.
  • Die Teilnahme ist freiwillig und wird bei mehrmaligem Besuch durch das Hessische Lehrerfortbildungsinstitut als Fortbildungsmaßnahme mit Lehrgangsbescheinigung anerkannt.
  • Inzwischen werden eine Reihe von Workshop-Programmen und Themen wie Wochenplanarbeit  (Kriterien Wochenplan M 5), Arbeit mit und an Stationen  (Lernen an Stationen M 18), gehirngerechtes Arbeiten und Lernen, der Einsatz des PCs im Unterricht  (PC im Klassenraum M 13) usw. in den Pädagogischen Werkstätten durchgeführt ( Fortbildungsbausteine;  Arbeitsplan zur Lernwerkstatt).

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pdf-Download

Hier können Sie den gesamten Bausteintext als pdf-Dokument herunterladen und ansehen:   Lernwerkstatt_Kassel.pdf

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