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Praxistag zur Berufswahlorientierung der Klasse 10aInhaltsverzeichnis Vorbereitung und Einbindung der Schüler: - Die Schüler werden bereits im Unterricht der Klasse 9 in
Deutsch und Wirtschaftslehre auf die Praxistage vorbereitet. Die
Schüler der zukünftigen Klasse 10 B werden einbezogen, da dies auch
ihrer Berufsfindung dient.
- Die Klassenlehrer treffen nach den Halbjahreszeugnissen in Klasse 9
eine Vorauswahl der künftigen 10A- (Hauptschulabschluss) und 10
B-Schüler (Fachoberschulreife). Bei Unsicherheiten in der Zuweisung
werden die Schüler zunächst der Klasse 10 A zugeordnet.
- Die Klassenlehrer informieren alle potenziellen 10 A-Schüler über
den organisatorischen Rahmen und die neue Zielsetzung der Praxistage im
Unterschied zu den Blockpraktika. Chancen und Risiken sowie die
unterrichtlichen Erwartungen und Beurteilungskriterien werden
besprochen.
- Mit Hilfe eines differenzierten Beratungssystems erhalten die
Schüler ein Unterstützungsangebot, um ihre persönlichen Neigungen
herauszufinden und auch kritisch ihre persönlichen Voraussetzungen und
Fähigkeiten für die anstehende Berufswahl bzw.
Berufswahlvorentscheidung im Rahmen der Praxistage zu hinterfragen. In
die Beratung fließt die Erfahrung der Klassenlehrer (die die Schüler
seit Beginn der 5. Klasse kennen), der Lehrer im Praxistagteam (die die
Anforderungen der konkreten Betriebe kennen) und der schulischen
Sozialpädagogin ein. Im Falle einer offensichtlichen Diskrepanz
zwischen den Fähigkeiten des Schülers und den Anforderungen des
Betriebes beraten diese Personen entsprechend zielgerichtet. Das Recht
der Schüler bleibt selbstverständlich unbenommen.
- Die Auswahl des Betriebes für das zweite Blockpraktikum zu Beginn
der Klassenstufe 10 ist durch vorgefertigte Auswahllisten (s.
Voraussetzungen) eingeschränkt. Die Auswahl soll dem erarbeiteten
Berufswunsch entsprechen und die Kombination mit den Praxistagen
ermöglichen. Zuvor, in der Klassenstufe 9 dagegen, wird den Schülern
relativ große Freiheit bei der Wahl eines Betriebes für das erste
Blockpraktikum eingeräumt.
- Nach der Kontaktierung der Betriebe durch den Lehrer, stellen sie sich an ihrem künftigen Arbeitsplatz für den Praxistag vor.
Verzahnung der Praxistage mit dem Unterricht: - Inhalte,
Fragen und Erfahrungen werden in verschiedenen Fächern der
Jahrgangsstufe 10 aufgegriffen. Die Kollegen reagieren dabei flexibel
und ständig auf Vorkommnisse während der Praxistage. Der
Mathematikunterricht wird z.B. mit konkreten Berechnungen verbunden, im
Deutschunterricht wird die Fähigkeit in den Vordergrund gestellt, einen
Text völlig selbstständig zu bearbeiten, oder die Wirkungen von
sozialen Verhaltensweisen wird in Rollenspielen aufgearbeitet
(Themenplan).
Kooperation Betrieb - Schüler - Schule: - Während
des Schuljahres besuchen die betreuenden Lehrer in regelmäßigen
Abständen die Betriebe bzw. stehen dem Betrieb mindestens einmal
monatlich für Gespräche zur Verfügung. Ein Schwerpunkt liegt dabei
immer auf der Eignung des Schülers für diesen speziellen Beruf und
seinen Ausbildungsmöglichkeit in diesem Betrieb.
- In der Schule wurde eine regelmäßige Abendsprechstunde eingeführt,
so dass auch die Eltern Gelegenheit haben, sich mit einem Lehrer oder
der Sozialpädagogin über die Entwicklung ihres Kindes auszutauschen.
Inhalt dieser Gespräche ist häufig die Entwicklung des Schülers in
seinem Praktikumsbetrieb, seine Eignung für den gewählten Beruf, seine
Ausbildungschancen in seinem Praktikumsbetrieb, oder aber – im Falle
eines wenig zufrieden stellenden Praktikumsverlaufes – die Überlegung
und die Suche nach einem Alternativberuf und –betrieb.
- Generell wird angestrebt, dass die Schüler ihre Praxistage im
Betrieb ihres zweiten Blockpraktikums zu Beginn der Klassenstufe 10
verbringen und dort während des gesamten Schuljahres verbleiben. In
einer
Vereinbarung ist geregelt, unter welchen Bedingungen ein Wechsel des Betriebes stattfinden kann.
Vereinbarung im Konfliktfall: - Eine
Vereinbarung trifft Regelungen für den Konfliktfall zwischen Betrieb und Schule bzw. Schüler. - Der betreuende Klassenlehrer, ggf. unterstützt vom Praxistagteam
oder der Sozialpädagogin, versucht im Konfliktfall zwischen Betrieb und
Schüler, teilweise auch Eltern, zu vermitteln und eine tragfähige
Lösung zu finden.
- Bei häufigem auffälligen Verhalten und unlösbaren Konflikten
wechseln die entsprechenden Schüler zurück an den Lernort Schule, wo
sie sozialpädagogisch betreut werden. Außerdem können diese Schüler
handwerklich gefördert werden, da der Schule ein frühpensionierter
Handwerksmeister zur Verfügung steht.
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Hier können Sie den gesamten Bausteintext als pdf-Dokument herunterladen und ansehen: Praxistag_Herten.pdf |