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Praxistag zur Berufswahlorientierung der Klasse 10a

Inhaltsverzeichnis

3. Durchführung bzw. Ablauf (inkl. Verantwortlichkeiten)

Vorbereitung und Einbindung der Schüler:

  • Die Schüler werden bereits im Unterricht der Klasse 9 in Deutsch und Wirtschaftslehre auf die Praxistage vorbereitet. Die Schüler der zukünftigen Klasse 10 B werden einbezogen, da dies auch ihrer Berufsfindung dient.
  • Die Klassenlehrer treffen nach den Halbjahreszeugnissen in Klasse 9 eine Vorauswahl der künftigen 10A- (Hauptschulabschluss) und 10 B-Schüler (Fachoberschulreife). Bei Unsicherheiten in der Zuweisung werden die Schüler zunächst der Klasse 10 A zugeordnet.
  • Die Klassenlehrer informieren alle potenziellen 10 A-Schüler über den organisatorischen Rahmen und die neue Zielsetzung der Praxistage im Unterschied zu den Blockpraktika. Chancen und Risiken sowie die unterrichtlichen Erwartungen und Beurteilungskriterien werden besprochen.
  • Mit Hilfe eines differenzierten Beratungssystems erhalten die Schüler ein Unterstützungsangebot, um ihre persönlichen Neigungen herauszufinden und auch kritisch ihre persönlichen Voraussetzungen und Fähigkeiten für die anstehende Berufswahl bzw. Berufswahlvorentscheidung im Rahmen der Praxistage zu hinterfragen. In die Beratung fließt die Erfahrung der Klassenlehrer (die die Schüler seit Beginn der 5. Klasse kennen), der Lehrer im Praxistagteam (die die Anforderungen der konkreten Betriebe kennen) und der schulischen Sozialpädagogin ein. Im Falle einer offensichtlichen Diskrepanz zwischen den Fähigkeiten des Schülers und den Anforderungen des Betriebes beraten diese Personen entsprechend zielgerichtet. Das Recht der Schüler bleibt selbstverständlich unbenommen.
  • Die Auswahl des Betriebes für das zweite Blockpraktikum zu Beginn der Klassenstufe 10 ist durch vorgefertigte Auswahllisten (s. Voraussetzungen) eingeschränkt. Die Auswahl soll dem erarbeiteten Berufswunsch entsprechen und die Kombination mit den Praxistagen ermöglichen. Zuvor, in der Klassenstufe 9 dagegen, wird den Schülern relativ große Freiheit bei der Wahl eines Betriebes für das erste Blockpraktikum eingeräumt.
  • Nach der Kontaktierung der Betriebe durch den Lehrer, stellen sie sich an ihrem künftigen Arbeitsplatz für den Praxistag vor.

Verzahnung der Praxistage mit dem Unterricht:

  • Inhalte, Fragen und Erfahrungen werden in verschiedenen Fächern der Jahrgangsstufe 10 aufgegriffen. Die Kollegen reagieren dabei flexibel und ständig auf Vorkommnisse während der Praxistage. Der Mathematikunterricht wird z.B. mit konkreten Berechnungen verbunden, im Deutschunterricht wird die Fähigkeit in den Vordergrund gestellt, einen Text völlig selbstständig zu bearbeiten, oder die Wirkungen von sozialen Verhaltensweisen wird in Rollenspielen aufgearbeitet  (Themenplan).

Kooperation Betrieb - Schüler - Schule:

  • Während des Schuljahres besuchen die betreuenden Lehrer in regelmäßigen Abständen die Betriebe bzw. stehen dem Betrieb mindestens einmal monatlich für Gespräche zur Verfügung. Ein Schwerpunkt liegt dabei immer auf der Eignung des Schülers für diesen speziellen Beruf und seinen Ausbildungsmöglichkeit in diesem Betrieb.
  • In der Schule wurde eine regelmäßige Abendsprechstunde eingeführt, so dass auch die Eltern Gelegenheit haben, sich mit einem Lehrer oder der Sozialpädagogin über die Entwicklung ihres Kindes auszutauschen. Inhalt dieser Gespräche ist häufig die Entwicklung des Schülers in seinem Praktikumsbetrieb, seine Eignung für den gewählten Beruf, seine Ausbildungschancen in seinem Praktikumsbetrieb, oder aber – im Falle eines wenig zufrieden stellenden Praktikumsverlaufes – die Überlegung und die Suche nach einem Alternativberuf und –betrieb.
  • Generell wird angestrebt, dass die Schüler ihre Praxistage im Betrieb ihres zweiten Blockpraktikums zu Beginn der Klassenstufe 10 verbringen und dort während des gesamten Schuljahres verbleiben. In einer  Vereinbarung ist geregelt, unter welchen Bedingungen ein Wechsel des Betriebes stattfinden kann.

Vereinbarung im Konfliktfall:

  • Eine  Vereinbarung trifft Regelungen für den Konfliktfall zwischen Betrieb und Schule bzw. Schüler.
  • Der betreuende Klassenlehrer, ggf. unterstützt vom Praxistagteam oder der Sozialpädagogin, versucht im Konfliktfall zwischen Betrieb und Schüler, teilweise auch Eltern, zu vermitteln und eine tragfähige Lösung zu finden.
  • Bei häufigem auffälligen Verhalten und unlösbaren Konflikten wechseln die entsprechenden Schüler zurück an den Lernort Schule, wo sie sozialpädagogisch betreut werden. Außerdem können diese Schüler handwerklich gefördert werden, da der Schule ein frühpensionierter Handwerksmeister zur Verfügung steht.

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pdf-Download

Hier können Sie den gesamten Bausteintext als pdf-Dokument herunterladen und ansehen:   Praxistag_Herten.pdf

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