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Der Rhythmisierte Tagesablauf

Inhaltsverzeichnis

3. Durchführung bzw. Ablauf (inkl. Verantwortlichkeiten)

Mit dem  rhythmisierte Tagesplan kommt eine Struktur zum Einsatz, die gemeinsam mit spezifischen Formen der Lernorganisation dienende Funktion für die Förderung von Lernkompetenzen hat.

Struktur des Tagesablaufs  (rhythmisierte Tagesplan):

  • In seinem festen, immer gleichen Zeitablauf gilt der Tagesplan für jeden Tag der Schulwoche.
  • Der einzelne Wochentag ist durch folgenden Rhythmus gekennzeichnet:
    • Flexibler individueller Arbeitsbeginn,
    • freie Arbeit,
    • Lerntagebuch,
    • Redezeit,
    • Diskussions-, Gesprächs- und Tagesabschlussrunden im Plenum,
    • gebundener Unterricht,
    • Übungszeit,
    • feste Erholungs- und Ruhephasen.

Rituale und damit verbundene soziale Regeln:

  • Wochenanfangskreis (Austausch von Wochenenderlebnissen);
  • gemeinsames Frühstück in der altersgemischten Lerngruppe, Vorlesezeit;
  • gemeinsame Spielpausen auf einem Schulhof mit Aktivitäts- und Ruhezonen;
  • Redezeit (Lernergebnis-Präsentation nach individueller „Anmeldung“, Besprechung gemeinsamer Vorhaben, Erörterung aktueller Konflikte);
  • Mittagskreis und Freitagskreis (Abschluss eines Schultages bzw. einer Schulwoche, z.B. Gespräche über persönliche bzw. Lernerfahrungen).

Formen der Lernorganisation für offene Lernsituationen ( offene Lernsituationen;  Gestaltung offener Lernsituationen):

  • langfristige Arbeit an übergeordneten Themen;
  • thematisch gebundene und freie Lern- und Arbeitsmaterialien, Lernspiele, Medien;
  • innerschulische Lernorte wie Druckerei, „Garten des Wissens“ (Lernwerkstatt), PC-Arbeitsplätze mit Lernprogrammen und Internet-Arbeit;
  • individuelles Lerntagebuch zur freien Arbeit; mit Eintrag von zu bearbeitenden Aufgaben durch die Lehrerinnen, Eintrag der erledigten Aufgaben durch die Schüler; mit Raum zur Reflexion von gelungen oder misslungenen Lernprozessen;
  • individuelle Planung und Organisation bei der Bearbeitung der vorbereiteten Aufgaben aus dem gebundenen Unterricht (z.B. Zeit, Lernort, Reihenfolge der Aufgaben, …);
  • selbsterklärende Arbeitsorganisationsstrukturen wie z.B.  Belegpläne zur Nutzung der vorhandenen Lernorte, persönliche Fächer als fester Ort für Arbeitsaufträge;
  • Möglichkeit zur Präsentation der Arbeitsergebnisse nach einem festen Ritual innerhalb der Redezeit.

Prinzipien:

  • Altersmischung: Die Kinder helfen sich untereinander und lernen voneinander (Helferprinzip – Ältere helfen Jüngeren, Schwächere lernen von Stärkeren).
  • Die Förderung des einzelnen Kindes und seiner individuellen Kompetenzen sowie die sozialen Prozesse im Schulalltag sind gleichermaßen wichtig.
  • Keine allgemein verpflichtenden Hausaufgaben, individuelle Lernberatung durch die Lehrerinnen zur Fertigstellung bereits begonnener Aufgaben.

Aufgaben und Rollen der Lehrer:

  • Bereitstellung von Arbeitsmaterialien zur Erarbeitung neuer bzw. zur Festigung bereits gelernter Unterrichtsstoffe für die freie Arbeit;
  • Erstellung eines Übungskontingents zum individuellen Üben und Festigen von Unterrichtsstoffen (Übungszeit);
  • Individuelle Lernplanung für die Schüler;
  • Diagnose und „Handlungsforschung“: Feststellung von Lernentwicklung und lernförderlichen Bedingungen durch zielgerichtete Beobachtung  (Beobachtungsprotokoll) von Schülern sowie Interviews mit Schülern zu ihren Lernpräferenzen, Erfolgen und Schwierigkeiten; Dokumentation von Lernfortschritten; Konstruktion und Überarbeitung von entsprechenden Instrumenten und Kriterien;
  • Lernberatung: regelmäßige Rückmeldungen an Schüler und Eltern;
  • Partner und Unterstützer der Schüler: Den Schülern wird Vertrauen in ihre Fähigkeiten vermittelt und die Haltung entgegengebracht „Du schaffst das“, „Wir helfen dir dabei“, „Eine ständige Kontrolle ist nicht nötig“ – aber auch permanente anerkennende bzw. korrigierende Rückmeldungen wie „Das muss noch geübt werden“, „Ich glaube, das kannst du noch besser“, „Das ist wirklich toll geworden“, „Das kannst du richtig gut“, „Das kannst du besser als ich“, „Das habe ich jetzt von dir gelernt“ „Da kann ich noch etwas von dir lernen“ (lebenslanges Lernen im Schulalltag auch für Lehrer).

Inhalte des  rhythmisierten Tagesplanes:

  • übergeordnete Jahresthemen wie z.B. „Demokratie leben – mit Schülern für eine gerechte Welt“, „Die  Partizipative Schule“ oder „Was heißt gesund leben?“;
  • übergeordneten Themen für mehrwöchige Projekte wie z.B. Herbstwerkstatt, Weihnachtswerkstatt, Winterwerkstatt, Europawerkstatt, Franz-Marc-Werkstatt, Literaturwerkstatt „Elmar“, „Zeit für Stille“ (Projekt zur Sensibilisierung der Sinne);
  • zielgerichtete Informationsblöcke und Lernbereiche im gebundenen Unterricht und in den Fächern Deutsch, Mathematik, Heimat- und Sachunterricht, Religion- Weltwissen, Musik, Kunst/Werken, Sport, Schwimmen;
  • Übungsaufgaben aus dem gebundenen Unterricht.

Zielgruppen:

  • altersgemischte Stammgruppen in allen offenen Lernsituationen;
  • Kombinationen aus Kl. 1/2 und Kl. 3/4 im gebundenen Unterricht bzw. einzelnen Klassenstufen in den o.g. Unterrichtsfächern.

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Kontakt

› Grundschule Morsum
+49-4651-890295

pdf-Download

Hier können Sie den gesamten Bausteintext als pdf-Dokument herunterladen und ansehen:   Tagesablauf_S.pdf

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