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Diagnose und Beratung unter Einbeziehung eines Selbsteinschätzungsinstruments

Inhaltsverzeichnis

3. Durchführung bzw. Ablauf (inkl. Verantwortlichkeiten)

Das Instrument

  • Das so bezeichnete  Lernkompetenzraster ist ein Instrument zur Selbstreflexion. In einer sechsstufigen Skala können die Schüler eine Selbsteinschätzung ihrer Kompetenzen vornehmen. Die Selbsteinschätzung im ausgefüllten Raster dient als Basis für ein anschließendes Beratungsgespräch und für die Formulierung einer Lernzielvereinbarung. Das Raster beinhaltet 53 Fragen zu folgenden Bereichen:
    1. Sach- und Methodenkompetenz mit Fragen zu Umgang mit Informationen, Arbeits- und Sachstrukturen, Präsentation von Lernergebnissen, eigenverantwortlichem Lernen, Problemlösungsstrategien
    2. Soziale Kompetenzen mit Fragen zu Teamfähigkeit, Kommunikations- und Konfliktfähigkeit und speziellen Fragen zu Kompetenzen, die in PBL gefordert sind
    3. Selbst- und Personalkompetenz mit Fragen zu Lernmotivation, Selbsteinschätzungsfähigkeit, Frustrationstoleranz

Die Mentoren und ihre Aufgaben

  • Alle Kollegen sind als Mentoren tätig.
  • Die Mentoren werden von den Schülern im Rahmen der vorhandenen Kapazitäten aus einer aushängenden Liste selbst ausgewählt.
  • Die Aufgaben der Mentoren sind laut Beschluss der PBL-Konferenz vom Januar 2003 folgendermaßen definiert:
    • Der Mentor ist für vier bis acht Schüler über den Zeitraum von einem Jahr verantwortlich. Er führt die Lernkompetenzgespräche in jeweils festgelegten Zeiträumen.
    • Er bespricht zusammen mit dem Schüler seine schriftliche Lernzielvereinbarung für die nächste PBL-Einheit auf der Basis des Kompetenzrasters und eventueller Rückmeldungen aus dem Tutorium ( Tutorenleitfaden). Er bespricht die Erreichung der vereinbarten Lernziele und berät ggf. über weitere Unterstützung zur Erreichung der Lernziele.

Die Selbsteinschätzung im  Lernkompetenzraster

  • Die Arbeit mit dem Lernkompetenzraster ist prozessorientiert: Die erste Selbsteinschätzung treffen die Schüler in den ersten Wochen der Ausbildung im Kontext des PBL-Startblocks (zum Unterricht nach der PBL-Methode s.  PBL-Unterricht). Im Verlauf der zwei theoretischen Ausbildungsjahre füllen die Schüler in ca. dreimonatigen Abständen insgesamt sechs weitere (insgesamt also sieben) Selbsteinschätzungen mit dem Lernkompetenzraster durch.
  • Im PBL-Startblock werden die Schüler mit dem Lernkompetenzraster und den dahinter stehenden Annahmen und Absichten bekannt gemacht. Ein Einführungstext (s. Seite 1  Lernkompetenzraster) gibt ihnen konkrete Anleitungen zum Ausfüllen des Rasters. 
  • Auf einer Skala von 1 ("Ich führe es sehr gut aus.") bis 6 ("Ich führe es gar nicht gut aus.") nehmen die Schüler ihre Selbsteinschätzung zum jeweiligen Item (z. B. "Ich visualisiere meine Lernergebnisse") der Kriterien der Kompetenzbereiche vor. 
  • Der Zeitaufwand beträgt zwischen 10 und 30 Minuten.

Das Mentorengespräch 

  • Das Mentorengespräch findet drei- bis viermal im Jahr statt.
  • Die Schüler müssen das selbständig ausgefüllte Raster zu den Mentorengesprächen mitbringen. Es ist die Grundlage für den persönlichen Dialog zwischen Dozent und Schüler. Gemeinsam gehen sie das ausgefüllte Raster durch und besprechen die einzelnen Items. 
  • Ggf. wird die Einschätzung des Schülers mit der Fremdeinschätzung zum Sozial- und Arbeitsverhalten und zu den Ergebnissen durch den Mentor konfrontiert. Auch Rückmeldungen anderer Kollegen können über den Mentor mit in das Gespräch einfließen.
  • In der Regel legen die Schüler die Gesprächsschwerpunkte fest. Fortschritte, aber auch Schwierigkeiten in der Lernentwicklung werden von ihnen thematisiert. Dabei vergleichen sie ihre Einschätzungen mit dem aus der zurückliegenden Diagnose formulierten Ziel und den dort abgegebenen Einschätzungen. Durch das Format des Rasters - Tabelle mit allen 7 Terminen, Ankreuzen auf einer Skala von 1-6 - kann der Veränderungsprozess über die Zeit direkt abgelesen werden
  • Am Ende jedes Mentorengesprächs steht eine  Lernzielvereinbarung, in der die Schüler konkret festhalten, welche Schritte sie in dem nächsten Zeitabschnitt angehen und erproben wollen und welche Unterstützung ihnen gegeben wird (z. B. externe Hilfe, Vereinbarung von Zwischenterminen oder Terminen für eine weitergehende Lernberatung etc.). 
  • Die Umsetzung wird im folgenden Beratungsgespräch überprüft. Ggf. werden nach einer Ursachenanalyse weitere nötige Schritte vereinbart oder auch die Ziele verändert.
  • Sowohl Schüler als auch Mentor erhalten ein Exemplar der Lernzielvereinbarung

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pdf-Download

Hier können Sie den gesamten Bausteintext als pdf-Dokument herunterladen und ansehen:  Etos_Osnabrueck.pdf

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