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Vorschulischer Elterngesprächskreis als Baustein der Elternarbeit im Übergang vom Kindergarten in die GrundschuleInhaltsverzeichnis Zielgruppe und Anliegen des EGK - Der Vorschulische
Elterngesprächskreis (EGK) fand erstmalig Anfang Dezember 2001 statt.
Er richtet sich an die Eltern der zukünftigen Schulanfänger.
- Der Vorschulische EGK bietet diesen Eltern die Möglichkeit zur
Information und zum professionell moderierten Austausch zu Themen des
Lernens und Erziehens, die die Eltern selbst als wichtig erachten.
- Auch Erzieherinnen der benachbarten Einrichtungen sind
eingeladenen. Sie sehen in ihrer Teilnahme eine sinnvolle Unterstützung
und Ergänzung ihrer eigenen Arbeit.
Organisation des EGK - Bereits
bei der Anmeldung des Kindes jeweils im Oktober/November eines Jahres
erhalten die Eltern Informationen über den Vorschulischen EGK und eine
Einladung
(Einladung Elterngesprächskreis). - Der EGK beginnt im Dezember und umfasst sechs bis sieben über das
Schuljahr verteilte Einzeltermine am Vormittag. Die einzelnen Treffen
dauern jeweils 90 Minuten.
- Ca. eine Woche vor jedem Treffen werden zur Erinnerung erneut schriftliche Einladungen
(Einladung 3. EGK) und die Protokolle verschickt. - Zuständig für die Planung, Rahmenmoderation, Durchführung und
Protokollführung sind eine Lehrerin und die Lehrerin für den
muttersprachlichen Unterricht. Sie werden von der Leiterin des
Ganztagsbetriebs (Sozialpädagogin) unterstützt.
- Ein paralleles Angebot der Kinderbetreuung ermöglicht auch
Alleinerziehenden und Müttern mit kleinen Kindern die Teilnahme am EGK.
- Der Vorschulische EGK aus dem vorangegangenen Schuljahr besteht als Gesprächskreis auch im 1. Schulbesuchsjahr der Kinder fort.
Grundstruktur und methodische Vorgehensweise der Treffen des Vorschulischen EGK (Beispielplanung für einen EGK) - Die
Vertreter der Schule setzen den Grundsatz „Eltern ernst nehmen“ um,
indem sie ihnen zu verstehen geben: „Wir sind hier in unserer Kompetenz
als Eltern gefragt. Mit uns wird kooperiert. Wir werden nicht belehrt.
Wir können am Know-how der Schule teilhaben.“
- Jeder EGK folgt im Ablauf dem Dreischritt 1) Warming up und
Einführung in das Thema – 2) Kleingruppenarbeit – 3) Auswertung im
Plenum.
- Nach dem „mentalen Ankommen“ in der Gesprächsrunde werden die
Eltern in das neue Thema durch einen thematisch passenden Impuls und
einen theoretischen Input eingestimmt (ggf. unterstützt durch eine
kurze Spiel- oder Filmsequenz).
- Anschließend findet in Kleingruppen ein intensives Gespräch bzw.
methodisch angeleitete Gruppenarbeit an konkreten Materialien statt. Je
nach Thema beinhaltet diese Phase einen Erfahrungsaustausch und die
Möglichkeit zur Erprobung eigener Lernwege in modernen
Unterrichtsformen, zum Umgang mit ausgewählter Kinderliteratur oder zum
Spielen und Ausprobieren geeigneter Sprech- und Sprachspiele.
- In einer Reflexionsrunde im Plenum zum Abschluss der Veranstaltung
werden die eigenen Erfahrungen auf das Lernen der Kinder übertragen.
„Was leisten Kinder, wenn sie so arbeiten? Welche Voraussetzungen
brauchen sie dafür? Wie können sie dabei unterstützt werden?“ sind
zentrale Fragen, die immer wieder auftauchen.
- Die Ergebnisse werden festgehalten und visualisiert.
- Die Reflexionsrunde schließt mit einem Feedback an die Moderatoren ab.
Inhalte/Gesprächsthemen - Bei allen EGK-Treffen wird den Erfahrungen und eigenen Beobachtungen der Eltern zum jeweiligen Thema breiter Raum gegeben.
- Auf dem ersten Treffen erhalten die Eltern Informationen über
Hintergrund, Zielsetzung und möglichen Nutzen des EGK. Die weiteren
Themen werden jährlich neu vereinbart. Dazu werden die Antworten der
Eltern auf die Ausgangsfrage „Was braucht mein Kind, um einen guten
Schulstart zu haben?“ mit Hilfe der Moderationsmethode geclustert und
mit Prioritäten versehen („gepunktet“).
- Obwohl die Gruppen unterschiedlich sind, sind die so erfassten
Bedürfnisse der Eltern jedes Jahr relativ ähnlich. z.B. geht es
regelmäßig um das veränderte Lernen und Lehren und um Anregungen zur
Förderung im häuslichen Bereich. Bisherige konkrete inhaltliche
Schwerpunkten des EKG waren:
- Wie kann ich mein Kind auf die Schule vorbereiten?
- Wie lernen Kinder heute in der Schule?
- Wie kann ich mein Kind sprachlich fördern?
- Wie entwickelt sich mathematisches Denken?
- Wie lange, wie viel und was sollten Kinder fern sehen?
(Tipps Fernsehen) - Mathematisches Denken unterstützen
- Umgang mit Medien
- Kinder brauchen Grenzen
- Ein elementarer Baustein des EKG ist die Sprach- und Leseförderung,
die den Eltern neben dem Kennenlernen „sinnvoller“ Bücher und Spiele
(d.h. u.a. überschaubar, Phantasie anregend, ...) auch Techniken des
Vorlesens und das konkrete Spielen vermittelt.
- Herausfordernde Erziehungssituationen werden besprochen, im
Rollenspiel bzw. spielerisch erprobt und mit konkreten Verabredungen
für die Umsetzung zu Hause versehen.
- Eltern erfahren u.a., dass Zeit für das Kind eine der
Grundvoraussetzungen ist, um Kinder wirklich unterstützen zu können.
Durch ausleihbare Spiele und Bücher sowie durch Hausaufgaben, die an
das Erarbeitete anknüpfen, werden erste Anregungen gegeben, wie Eltern
Zeit gestalten können, die sie gemeinsam mit dem Kind verbringen wollen.
Einbettung des EGK in die Angebote weiterer Kooperationspartner - Durch das an der Schule eingerichtete
Elterncafé
können die Eltern zu den im EGK aufgeworfenen Fragen täglich weitere
Unterstützung und Beratung bekommen. Dazu gehören u.a. die Ausleihe von
Büchern, Sprachkassetten und Spielen zur Sprachförderung oder die
Unterstützung bei der Nutzung der öffentlichen Bibliothek. - Der Stadtteilverein Hannibal beteiligt sich als Anbieter,
Vermittler oder Unterstützer mit außerschulischen Angeboten für Eltern
(z.B. Sprachkurse, Beratung, Maßnahmen zur Qualifizierung) oder Kinder
(z.B. Sport- und Spielangebote, Motopädisches Turnen, Radfahrtraining,
Werk- und Bastelangebote) bzw. für Eltern und Kindern gemeinsam (z.B.
wöchentliche Sportangebote durch den TuS Hannibal). Er übernimmt
derartige Aufgaben mittlerweile im Rahmen des Quartiersmanagements in
den Stadtteilen des Dortmunder Nordens.
- Mit der Universität Dortmund bieten wir ein Projekt „Vorschulisches Mathespielen“ an.
- Als Kooperationsprojekt mit der Polizei werden Polizisten in den
EGK eingeladen. Sie geben Auskunft zu Fragen des sicheren Schulwegs.
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