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Schüler für Schüler - Service Learning für Engagement und Verantwortungsübernahme von Schülern im Schulleben

Inhaltsverzeichnis

3.1 Pilotprojekt Sport- und Spieletag

3.2 Projekt "Schüler für Schüler" - Mittagsbetreuung

3.2 Der Erfolg des Sport- und Spieletags rief Interesse bei vielen Schüler/innen hervor, sich ebenfalls mit eigenen Projekten an der Gestaltung des Schullebens zu beteiligen. Schnell war ein Bedarf für solche Projekte in der Mittagszeit zwischen 12.45 Uhr und 14 Uhr entdeckt. In dieser Zeit fehlten Angebot und Betreuung für die Ganztagsschüler/innen (siehe  Information an Lehrerkolleg/innen).
Für diese Zeit wollten Schüler/innen der 8. Klassen in Eigenregie Beschäftigungs- und Betreuungsangebote machen. Ein Schüler gab dem Projekt dann einen Namen: "Schüler für Schüler".
Inzwischen hat sich folgender Ablauf zur Aufstellung und Durchführung der Angebote eingespielt: Interessierte 8-Klässler stellen eine "Biete"-Liste zusammen, auf der sie alle ihre Angebote aufführten, Sport, Tanz, Hausaufgabenbetreuung, eine Teeküche, um nur einige zu nennen. Diese Liste geben sie an alle Ganztagsschüler/innen und bitten diese um Meinungen, Vorschläge, Wünsche und Ergänzungen (siehe  Fragebogen für Schüler/innen).
In einer zweitägigen Schulung, für die die Schüler/innen vom Unterricht freigestellt werden, vermittelt das Innovationsteam ihnen in Übungen zur Ich-Stärkung Methoden zur verantwortlichen Gruppenleitung, Konfliktregelung in der Gruppe, Jahresplanung eines Angebotes, Werbung und Durchführung des Angebots. Für die Schulung erhalten die Schüler/innen ein Zertifikat.
Folgende Mittagsaktivitäten wurden bereits angeboten:

  • Fußball
  • Hausaufgabenhilfe
  • Pausenspiele
  • Einen Ruheraum
  • Teeküche
  • Internetcafé
  • HipHop
  • Wie funktioniert ein Computer?

( Wochenplan)

3.3 Integration des Ansatzes mit anderen Elementen demokratischer Schulentwicklung

Neben den Service Learning Projekten ("Schüler kochen für Schüler", Sport- und Spieletag und Mittagsbetreuung "Schüler für Schüler") hat die Schillerschule weitere Elemente des Engagements von Schüler/innen und der demokratischen Schulentwicklung eingeführt. So ist in allen Klassenstufen der Klassenrat fester Bestandteil des Klassenlebens.
Für die Klassen- und Schulsprecherwahlen ist ein einheitliches demokratisches Wahlverfahren in allen Klassen eingeführt worden. Die Klassensprecher/innen werden erst in der zweiten Schulwoche gewählt, die Schulsprecher/innen frühestens in der vierten Schulwoche eines Schuljahres. Besonderen Wert wird auf die Festlegung der Aufgaben und Verantwortungsbereiche der Klassen-, Schulsprecher/innen und der SMV gelegt. Um diese zu diskutieren und festzulegen, steht den Schüler/innen innerhalb ihrer Klasse Raum in der ersten Schulwoche zur Verfügung, die der/die Klassenlehrer/in unter dem Titel "Soziales Lernen" gestaltet. Die Klassen- und Schulsprecher/innen werden in einem mehrtägigen Seminar von den Verbindungslehrern geschult (siehe  Ablaufplan Fortbildung). Die Schulsprecher/innen werden dann von allen Schüler/innen der Schule gewählt und stellen sich anschließend in allen schulischen Gremien vor.
Zudem hat die Schule seit dem Schuljahr 2001/02 begonnen, Streitschlichter/ innen auszubilden und in Konflikten einzusetzen. Sieben Lehrer/innen haben sich zu den Methoden der Streitschlichtung fortgebildet. Inzwischen gibt es vier Streitschlichterpaare auf Schülerseite, die von zwei Kolleg/innen betreut werden und auftretende Konflikte schlichten. Dabei gilt das Prinzip "Streitschlichtung hat Vorrang vor Unterricht".
Im Schuljahr 2006/07 sollen nun alle Ansätze zur demokratischen Schulentwicklung verbindlich institutionalisiert werden.
Dazu soll möglichst Donnerstagvormittags eine Schulstunde als jour fix für SMV, Streitschlichtung und "Schüler für Schüler" in der Stundentafel verankert werden. Am Donnerstagnachmittag können ab dem kommenden Schuljahr Wahlkurse im musischen, kreativen oder sportlichen Bereich (evtl. auch ein Sprachkurs) auch von Schüler/innen angeboten werden.

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