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Teamstrukturen zur UnterrichtsentwicklungInhaltsverzeichnis- Teamarbeit hat sich zum Fundament unserer Arbeitsweise
entwickelt. Sie wird zunehmend effektiver und professioneller. Die
Umwandlung in eine Regionale Schule war ein struktureller Durchbruch
zur Institutionalisierung der Teamstruktur.
- In Feedback-Gesprächen werden auf Schulebene vor allem die
Gemeinsamkeit in Planung, Verantwortung, Kommunikation und
Organisation, das hohe Maß an Eigenverantwortung und Selbstständigkeit
der Teams und die entlastende Funktion immer wieder hervorgehoben.
- In einer internen Umfrage wurde die große berufliche Zufriedenheit
erkennbar. Trotz größerer – zumindest zeitlicher – Belastung
unterstützen und schätzen alle Kollegen die Teamarbeit.
- Die Erkenntnis, dass Teamarbeit nicht ausschließlich in die
Abendstunden, Ferienzeiten und die Wochenenden gelegt werden darf, und
die Tatsache, dass die Schulleitung zumindest ansatzweise schulintern
darauf achten kann, Mehrarbeit auf ein erträgliches Maß zu reduzieren,
waren für die Weiterentwicklung des Teamstruktur-Modells sehr
hilfreich. Auch Eltern akzeptieren sporadisch Vertretungen oder sogar
Unterrichtsausfall für pädagogische Konferenzen, wenn sie zu der
Überzeugung gelangen, dass die Arbeitsergebnisse letztlich ihren
Kindern zu Gute kommen. Auch hier war Transparenz grundlegend, denn
Eltern konnten an solchen Konferenzen teilhaben. Dennoch bedarf die
Belastung der Kollegen durch die Zugehörigkeit zu verschiedenen Teams
einer genauen Beobachtung. Eventuell müssen auch hier neue Wege
eingeschlagen werden, die schulintern zu realisierenden Möglichkeiten
jedenfalls sind ausgeschöpft.
- Als eine wirkliche Herausforderung haben sich zunächst die
ständigen Neuzugänge von Kollegen erwiesen, die in das Kollegium und
den pädagogischen Ansatz integriert werden mussten. Dieser auf den
ersten Blick schwierige Aspekt wird aber dadurch aufgehoben, dass die
Teamarbeit sich als exzellente Möglichkeit der Integration
herausgestellt hat. Ihre „Einarbeitungszeit“ ist sehr kurz und meist
problemlos, weil sie vom gemeinsamen Arbeiten im Team formal, emotional
und pädagogisch getragen werden.
- Getreu unserem Motto „Wege entstehen beim Gehen“ verstehen wir uns
als Lernende. Die durch die Feedbackschleifen immer wieder angestoßene
Reflexion der Arbeit hält „die Dinge im Fluss“. Wir richten den Fokus
der Aufmerksamkeit immer wieder gezielt auf Veränderungs- bzw.
Verbesserungsbereiche. So ist die Team- und Organisationsstruktur
zugleich Garant für Weiterentwicklung.
- Aus heutiger Perspektive können wir sagen, dass Freiwilligkeit,
Transparenz, Verzicht auf pädagogische Missionierung und vor allem die
von der damaligen Initiativgruppe praktizierte „offene Unterrichtstür“
zum aktuellen Standard des Ansatzes maßgeblich beigetragen haben.
Verbindlichkeit steht für uns nicht im Widerspruch zum
Freiwilligkeitsprinzip. Nur haben wir festgestellt, dass es hierfür
keiner spezifischen Kontrollstrukturen bedarf, vielmehr wird
Verbindlichkeit durch die Teamarbeit und durch die Bezüge zwischen den
Teams und zum Gesamtkollegium selbst nachgefragt und auch angemahnt.
Wir hüten uns vor Starrheit der Strukturen, Feinregulierung der
Prozesse, übervollen (Jahres-)Planungen und auch – soweit es durch uns
beeinflussbar ist – vor festgezurrten Rahmenbedingungen durch die
Behörden. Falls uns die Vermeidung derartiger Mechanismen weniger gut
gelingen würde, hätten wir das Gefühl, uns „bliebe die Luft weg“. Es
würde die Arbeitsatmosphäre, unsere Kreativität und Leistungsfähigkeit
empfindlich stören. Auch würde es uns der nötigen Flexibilität im
Umgang mit der jeweils aktuellen Situation und ihren Erfordernissen
berauben.
- Wichtig erscheint uns, dass die Teams in ihrer Eigenständigkeit und
Selbstverantwortung immer in den schulinternen Prozess eingebunden
werden und auch wirklich zum tragenden Element der pädagogischen
Konzeption gehören. Dabei müssen stets neue Wege – vor allem in der
internen Kommunikation – gegangen werden, was mit Teamsprechern und
Team-Pinnwänden gelungen scheint. Schulleitung und Gesamtkollegium
müssen sich als Teil dieses Ansatzes sehen – eventuell als Initiatoren
bestimmter Prozesse. Die „Demonstration“ der Teamarbeit gegenüber
anderen Teams darf auf keinen Fall in Konkurrenzen verfallen, weil
damit der übergreifende Gedanke der Teamkonzeption zunichte gemacht
würde.
- Das Inno-Team der Lehrer hat seine Entsprechung bei Eltern und
gelegentlich bei Schülern. Auch in diesen Gruppen wird frei
„gesponnen“, und es ist interessant, welche kreativen Ideen Eltern und
Schüler für Schule entwickeln. Dennoch blieb diese Arbeit eher
sporadisch. Auch gelang es auf Grund der unterschiedlichen Zeitfenster
der Beteiligten nur in Abständen, gemeinsame Innovationsrunden zu
realisieren. Kritisch müssen wir auch zugestehen, dass die Einbindung
der Schüler in unsere Teams noch nicht dem Ziel unseres Ansatzes
entspricht.
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