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Teamstrukturen zur Unterrichtsentwicklung

Inhaltsverzeichnis

4. Zwischenbilanz

  • Teamarbeit hat sich zum Fundament unserer Arbeitsweise entwickelt. Sie wird zunehmend effektiver und professioneller. Die Umwandlung in eine Regionale Schule war ein struktureller Durchbruch zur Institutionalisierung der Teamstruktur.
  • In Feedback-Gesprächen werden auf Schulebene vor allem die Gemeinsamkeit in Planung, Verantwortung, Kommunikation und Organisation, das hohe Maß an Eigenverantwortung und Selbstständigkeit der Teams und die entlastende Funktion immer wieder hervorgehoben.
  • In einer internen Umfrage wurde die große berufliche Zufriedenheit erkennbar. Trotz größerer – zumindest zeitlicher – Belastung unterstützen und schätzen alle Kollegen die Teamarbeit.
  • Die Erkenntnis, dass Teamarbeit nicht ausschließlich in die Abendstunden, Ferienzeiten und die Wochenenden gelegt werden darf, und die Tatsache, dass die Schulleitung zumindest ansatzweise schulintern darauf achten kann, Mehrarbeit auf ein erträgliches Maß zu reduzieren, waren für die Weiterentwicklung des Teamstruktur-Modells sehr hilfreich. Auch Eltern akzeptieren sporadisch Vertretungen oder sogar Unterrichtsausfall für pädagogische Konferenzen, wenn sie zu der Überzeugung gelangen, dass die Arbeitsergebnisse letztlich ihren Kindern zu Gute kommen. Auch hier war Transparenz grundlegend, denn Eltern konnten an solchen Konferenzen teilhaben. Dennoch bedarf die Belastung der Kollegen durch die Zugehörigkeit zu verschiedenen Teams einer genauen Beobachtung. Eventuell müssen auch hier neue Wege eingeschlagen werden, die schulintern zu realisierenden Möglichkeiten jedenfalls sind ausgeschöpft.
  • Als eine wirkliche Herausforderung haben sich zunächst die ständigen Neuzugänge von Kollegen erwiesen, die in das Kollegium und den pädagogischen Ansatz integriert werden mussten. Dieser auf den ersten Blick schwierige Aspekt wird aber dadurch aufgehoben, dass die Teamarbeit sich als exzellente Möglichkeit der Integration herausgestellt hat. Ihre „Einarbeitungszeit“ ist sehr kurz und meist problemlos, weil sie vom gemeinsamen Arbeiten im Team formal, emotional und pädagogisch getragen werden.
  • Getreu unserem Motto „Wege entstehen beim Gehen“ verstehen wir uns als Lernende. Die durch die Feedbackschleifen immer wieder angestoßene Reflexion der Arbeit hält „die Dinge im Fluss“. Wir richten den Fokus der Aufmerksamkeit immer wieder gezielt auf Veränderungs- bzw. Verbesserungsbereiche. So ist die Team- und Organisationsstruktur zugleich Garant für Weiterentwicklung.
  • Aus heutiger Perspektive können wir sagen, dass Freiwilligkeit, Transparenz, Verzicht auf pädagogische Missionierung und vor allem die von der damaligen Initiativgruppe praktizierte „offene Unterrichtstür“ zum aktuellen Standard des Ansatzes maßgeblich beigetragen haben. Verbindlichkeit steht für uns nicht im Widerspruch zum Freiwilligkeitsprinzip. Nur haben wir festgestellt, dass es hierfür keiner spezifischen Kontrollstrukturen bedarf, vielmehr wird Verbindlichkeit durch die Teamarbeit und durch die Bezüge zwischen den Teams und zum Gesamtkollegium selbst nachgefragt und auch angemahnt. Wir hüten uns vor Starrheit der Strukturen, Feinregulierung der Prozesse, übervollen (Jahres-)Planungen und auch – soweit es durch uns beeinflussbar ist – vor festgezurrten Rahmenbedingungen durch die Behörden. Falls uns die Vermeidung derartiger Mechanismen weniger gut gelingen würde, hätten wir das Gefühl, uns „bliebe die Luft weg“. Es würde die Arbeitsatmosphäre, unsere Kreativität und Leistungsfähigkeit empfindlich stören. Auch würde es uns der nötigen Flexibilität im Umgang mit der jeweils aktuellen Situation und ihren Erfordernissen berauben.
  • Wichtig erscheint uns, dass die Teams in ihrer Eigenständigkeit und Selbstverantwortung immer in den schulinternen Prozess eingebunden werden und auch wirklich zum tragenden Element der pädagogischen Konzeption gehören. Dabei müssen stets neue Wege – vor allem in der internen Kommunikation – gegangen werden, was mit Teamsprechern und Team-Pinnwänden gelungen scheint. Schulleitung und Gesamtkollegium müssen sich als Teil dieses Ansatzes sehen – eventuell als Initiatoren bestimmter Prozesse. Die „Demonstration“ der Teamarbeit gegenüber anderen Teams darf auf keinen Fall in Konkurrenzen verfallen, weil damit der übergreifende Gedanke der Teamkonzeption zunichte gemacht würde.
  • Das Inno-Team der Lehrer hat seine Entsprechung bei Eltern und gelegentlich bei Schülern. Auch in diesen Gruppen wird frei „gesponnen“, und es ist interessant, welche kreativen Ideen Eltern und Schüler für Schule entwickeln. Dennoch blieb diese Arbeit eher sporadisch. Auch gelang es auf Grund der unterschiedlichen Zeitfenster der Beteiligten nur in Abständen, gemeinsame Innovationsrunden zu realisieren. Kritisch müssen wir auch zugestehen, dass die Einbindung der Schüler in unsere Teams noch nicht dem Ziel unseres Ansatzes entspricht.

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