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Training zur GruppenarbeitsfähigkeitInhaltsverzeichnis- Das Gruppentraining wurde inzwischen in drei 6. Jahrgängen durchgeführt.
- Mittlerweile sind wir dazu übergegangen, allen Kollegen des
Jahrgangsteams nicht nur die Materialien zur Verfügung zu stellen,
sondern eine gemeinsame eintägige Fortbildung anzubieten. Dies hilft,
den Wissens- und Erfahrungslevel anzugleichen.
- Mit Beginn des Schuljahres 2002/2003 ist es nicht mehr in das
Belieben eines Teams gestellt, ob es die zu vermittelnden sozialen
Lernkompetenzen für jede Unterrichtseinheit benennt und ausweist.
Vielmehr ist der Baustein „Einführung in die Gruppenarbeit" durch die
von der Schulkonferenz beschlossene verbindliche Zuordnung von
Lernkompetenzen auf Jahrgänge im 6. Jahrgang verankert. Das Team kann
nun entscheiden, zu welchen der für den 6. Jahrgang beschlossenen
Lernkompetenzen es Fortbildungen benötigt.
- Die Schulleitung wird diese Fortbildungswünsche in den ersten
Schulwochen umsetzen. Dazu verankert sie im Terminplan der Schule die
Fortbildung zu diesem Thema für das Team, stellt damit die Kollegen bei
Bedarf vom Unterricht frei und beauftragt 1-2 Kollegen als Moderatoren
für die Teamfortbildung.
- Die Schulleitung hat seit dem Schuljahr 2002/2003 im Prozess der
Implementation in erster Linie eine koordinierende und kontrollierende
Rolle. Sie wird im Bereich der Evaluation und Qualitätsentwicklung
zusammen mit den Moderatoren allerdings weiter eine wichtige nach vorne
weisende Rolle spielen.
- Unter günstigen Rahmenbedingungen (Teamabsprachen, Fortbildung des
Teams, genügend Zeit zur Reflexion nach jeder Übung, Festlegung eines
zeitlichen Rahmens, Regelmäßigkeit, Durchführung durch Klassenleitung,
Vertiefung im Fachunterricht) gelang es, bei den Schülern Kompetenzen
anzulegen, die es ihnen nach unserer Beobachtung möglich machen, im
Fachunterricht im Laufe der Sekundarstufe I verschiedene Formen der
Gruppenarbeit konstruktiv einzusetzen.
- Vor allem häufige und wiederkehrende Anwendungssituationen im Fach-
und fächerübergreifenden Unterricht festigen die
Gruppenarbeitsfähigkeiten.
- Evaluationen im Fachunterricht der trainierten Jahrgänge am Ende
von Gruppenprozessen weisen darauf hin, dass hier Fertigkeiten und
Fähigkeiten erworben wurden, die Rückfälle in vorherige
Verhaltensweisen innerhalb eines Gruppenprozesses immer seltener werden
lassen. Geschieht dies, so reguliert die Klasse oder die Gruppe oft in
den sich anschließenden Reflexionen den Prozess. Ein gelegentliches
Erinnern an die Erkenntnisse aus dem Gruppentraining – vor allem nach
langen Unterbrechungen z.B. durch Ferienzeiten – ist immer wieder nötig
gewesen. Es war jedoch ohne Schwierigkeiten möglich, das Gelernte zu
reaktivieren.
Evaluationen in zwei der drei Jahrgänge, deren Training 1 Jahr bzw. ½ Jahr zurückliegt, ergaben folgende Erkenntnisse: - Weitestgehend
selbstverständlich in den Lerngruppen sind inzwischen Arbeitsteilung,
Übernahme von Verantwortung für Aufgaben, Mitarbeit in der Gruppe.
- Schüler der 6. Jahrgangsstufe fällt es noch schwerer als Schülern
des 7. Jahrgangs, Verantwortung für ihre Gruppenmitglieder zu
übernehmen, indem sie diese ermutigen, sich am Kommunikationsprozess zu
beteiligen.
- Die Bereitschaft, anderen zu helfen und von diesen Hilfe anzunehmen, ist bei allen Kindern ausgeprägt.
- Die Fähigkeit, Kompromisse zu finden, hat von der 6. zur 7.
Jahrgangsstufe zugenommen, ist aber auch im 7. Jahrgang noch nicht
optimal.
- In ihren Gruppen auftretende Konflikte alleine ohne das Eingreifen
der Lehrperson zu lösen, gelingt den meisten Kindern beider Jahrgänge
nur manchmal.
- In einer Prioritätenliste der Schüler zur Frage, was ihnen an der
Gruppenarbeit wichtig ist, steht die eigene Mitarbeit im Gruppenprozess
an oberster Stelle. Die sozialen Fähigkeiten des Sich-Vertragens und
Einander-Helfens nehmen den 2. Rang ein. Ähnlich wichtig ist den
Schülern, leise und konzentriert zu arbeiten und einander zuzuhören.
- Während des Trainingsprozesses verändert sich die Lehrerrolle von
der Leitung hin zur Moderation. Die Reflexion über eine derartige
Rollenveränderung blieb jedoch noch unsystematisch und dem Einzelnen
überlassen.
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