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TOOLBOXSCHULE Lernen & LehrenSchulinternes CurriculumSchülerunterstützung und -förderungFachliche und didaktische Gestaltung von Lernen im UnterrichtSelbstbestimmtes und selbstgesteuertes LernenArbeit mit einem Methodencurriculum in der GrundschuleBeratungsgespräche zur Auswertung und Planung von LernprozessenDas Projekt "Selbstwirksamkeit"Die Webbasierte Schulplattform S i L - ein Arbeitsmittel für individualisierenden UnterrichtEntwicklung einer Projektkultur als Teil von Schul- und UnterrichtsentwicklungFörderung von Lernkompetenz durch ein fächerübergreifendes Curriculum "Lernkompentenz"Lehren, lernen und evaluieren mit PortfoliosProjektunterricht im Fächerverbund "Mensch, Natur und Kultur" in Klasse 3 und 4Selbstständiges Lernen in der Klasse als LernwerkstattVom Methodentraining zur selbstständigen MethodenanwendungKompetenzraster - eine neue Form der LeistungsbewertungGestaltung von Beziehungen, Lernzeit und LernumgebungLeistungsanforderungen und Leistungsbewertung |
Selbstständiges Lernen in der Klasse als LernwerkstattInhaltsverzeichnis4. ZwischenbilanzDie Arbeit mit der Lernwerkstatt Klassenraum läuft jetzt im vierten Jahr. Der damalige 5. Jahrgang, der im Schuljahr 1999/00 begonnen hatte, führt diese Lernform zur Zeit im 8. Jahrgang fort. Bislang sind drei weitere neue 5. Jahrgänge in das Konzept eingestiegen. Die Intensität der Umsetzung des Konzeptes hängt allerdings von der jeweiligen Zusammensetzung des Klassenlehrerteams ab. Nicht alle Teams sind in der Umsetzung so konsequent wie das Pilotteam. Das Pilotteam ist mit der Arbeit sehr zufrieden und verfeinert bzw. entwickelt das Konzept von Jahr zu Jahr weiter. Rückmeldungen zum Erfolg des Ansatzes kommen auch von Lehrern, die im Laufe der vier Jahre aus schulorganisatorischen Gründen (Einrichtung einer zusätzlichen Klasse, längerfristige Vertretungen) neu in die Jahrgänge eingebunden wurden. Übereinstimmend wurden das selbstständige Arbeiten, die Sicherheit und Kreativität bei Präsentationen und die erhöhte soziale Kompetenz der meisten Schüler gelobt. Schüler sehen den Einsatz neuer Lernformen und die Lernwerkstatt ebenfalls als Gewinn an Rückmeldungen aus der Kooperation mit der Hochschule liegen in Form von – allerdings nur zur internen Verwendung vorgesehenen - Berichten der Studenten vor. Es überwiegt die Meinung, dass der Ansatz im Gegensatz zur jeweils ursprünglichen Erwartungshaltung der Studenten als sehr erfolgreich beurteilt wird. Das Engagement der Studenten zeigt sich u.a. auch darin, dass einige als Betreuer an Klassenfahrten des Jahrgangs teilnehmen. Ein ganz wichtiges Kriterium für die beteiligten Lehrer, auf jeden Fall in diesem Team weiterarbeiten zu wollen, ist die dabei spürbar erfolgte Entlastung bei der Unterrichtsarbeit: Keiner ist mehr allein verantwortlich für das, was im Jahrgang geschieht. Es gibt regelmäßige Teamsitzungen zum Austausch von Erfahrungen, der Abstimmung der weiteren Arbeit und der Verteilung von Planungsaufgaben. Im Laufe der Unterrichtsarbeit ist das weit verbreitete Kopieren zugunsten neu angeschaffter, adäquater Lehrwerke immer mehr eingeschränkt worden. Sehr hilfreich bei der Einarbeitung, vor allem bei der Umsetzung und Weiterführung der neuen Lernformen war und ist die ständige praktische Arbeit in der als schulinterne Lehrerfortbildung eingerichteten Pädagogischen Werkstatt. Ebenfalls sehr unterstützend und bereichernd war die Zusammenarbeit mit den anderen vier Schulen des Lernnetzwerkes, die alle das Thema Methodenlernen in unterschiedlichen Facetten bearbeiteten: Bestätigung des eigenen Ansatzes, Weiterlernen in den gegenseitigen Besuchsrunden, Organisation der Vermittlung von Methoden durch besonders erfolgreiche Trainer (u.a. Norm Green, Heinz Klippert, Wolfgang Endres) in eigens organisierten Seminaren. Dies brachte zum Teil große Entwicklungssprünge und multiplizierte die Methodenkompetenzen auch über das Team hinaus bei anderen Kollegen, die Ansätze in ihrem eigenen Unterricht ausprobieren. Hinderlich bei der schulinternen Weiterentwicklung von neuen Jahrgangsteams, die in gleicher oder ähnlicher Weise arbeiten sollten, war vor allem die skeptische Haltung gegenüber dem ersten „Erfolgsteam“ 1999, dem man nicht alles so abnahm, was es in Konferenzen oder informellen Gesprächen im Lehrerzimmer rückmeldete. Man vermutete enorm hohe Belastungen (Teamsitzung am Nachmittag, gemeinsame Unternehmungen des Teams im Freizeitbereich, Vorbereitung des neuen Schuljahres auch in der letzten Ferienwoche usw.). Erst sehr langsam greift die Arbeitsform weiter um sich. Besonders die Notwendigkeit, zum Schuljahresbeginn die neu an die Schule gewechselten Kollegen ohne weitere Vorbereitung in die Arbeit mit einbeziehen zu müssen, brachte manchen Rückschritt. Diese Lehrer brachten von ihren Schulen andere Einstellungen zur Unterrichtsarbeit oder zu ihrer eigenen Profession mit, die erst langsam durch neue Erfahrungen abgebaut und verändert werden konnten. Die Begegnung mit den neuen Medien und ihre Einbeziehung in den Unterricht ist nicht immer so schnell und kompetent möglich gewesen, weil es auch an gezielter Ein- und Hinführung gefehlt hatte. Größere Schwierigkeiten bestanden bei der Finanzierung der Einrichtung der Klassen als Lernwerkstatt mit dem entsprechenden Inventar. Hierfür konnten nach und nach Lösungen entwickelt werden (siehe Punkt 2: Voraussetzungen für die Einführung bzw. Durchführung des Ansatzes). Trotz dieser Hindernisse ist eine positive Entwicklung des Unterrichtsgeschehens an unserer Schule im Hinblick auf neue Lernformen ganz eindeutig. Die von vielen Kollegen wahrgenommene Veränderung hat letztlich auch dazu geführt, dass die Schule sich mit überwältigender Mehrheit für die Teilnahme am Programm „Pädagogische Schulentwicklung“ – Einführung von Formen eigenverantwortlichen Arbeitens und Lernens nach Heinz Klippert – durch das Hessische Kultusministerium ausgesprochen hat. |
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