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Der Rhythmisierte Tagesablauf

Inhaltsverzeichnis

4. Zwischenbilanz

Unsere bisherigen Erfahrungen mit den von uns vorgenommenen organisationspädagogischen und inhaltlichen Veränderungen im Tagesplan bestärken uns. Die von uns aus der veränderten Lernausgangslage der Schüler gezogenen Konsequenzen (veränderter zeitlicher Rahmen, mehr personelle Ressourcen und Unterstützung, kleinschrittigeres Arbeiten, durchschaubare, selbsterklärende Organisationsstrukturen für freies Arbeiten, mehr Anreize) waren wirksam. Die Schüler haben die neuen Möglichkeiten selbsttätigen Lernens begeistert angenommen und in den meisten Fällen auch konstruktiv umgesetzt. Nach unserer Lernprozess begleitenden Beobachtung  (Beobachtungsprotokoll) wird die Eigenverantwortung jedes einzelnen Kindes tatsächlich gestärkt. Die aktive Partizipation an der Unterrichtsgestaltung schult verstärkt die soziale Kompetenz unser Schüler, gleich welcher Klassenstufe sie angehören. Auch eine erfolgreiche Partizipation der Schüler im Schulalltag muss als langwieriger Prozess gesehen werden, der mit intensiver Erziehungsarbeit in Schule und – im Idealfall – auch im Elternhaus verbunden ist.

Mit der Schaffung der organisatorischen Voraussetzungen durch die von uns gewählte Struktur des  rhythmisierten Tagesplans mit verschiedenen Bausteinen  offener Lernsituationen können Kinder nach unserer Beobachtung schon früh auf natürliche Weise ein Lernverhalten einüben, das uns als eine der Grundlagen zur Herausbildung der Fähigkeit zu lebenslangem Lernen wichtig erscheint. Nach unserer Beobachtung haben hier bereits nachhaltige Lernprozesse stattgefunden. Es gelingt den Kindern, sich ihre Woche immer besser einzuteilen und auch Aufgaben aus einem vorgegebenen Kontingent zu bewältigen. Die Schüler genießen auch das Vertrauen in ihre Selbstkompetenz, das wir Lehrerinnen ihnen damit entgegen bringen.

Die regelmäßige Dokumentation einzelner Lernprozessbeobachtungen half uns, die täglich gemachten Alltagserfahrungen richtig in das Gesamtkonzept einzuordnen und eine begleitende Qualitätskontrolle unterrichtlicher Strukturen vorzunehmen.

Wir haben aus unseren Erfahrungen Konsequenzen gezogen. Im Schuljahr 2002/2003 wird eine Umstrukturierung der Werkstattarbeit stattfinden. Die Arbeit im „Garten des Wissens“ wird nun nicht mehr innerhalb der Phase der freien Arbeit stattfinden. Sie wird allen Schülern komprimiert an einem „Werkstatttag“ angeboten. An diesem Tag  (Stundenplan) arbeiten alle Schüler und drei Lehrerinnen in der Werkstatt zu unterschiedlichen Angeboten eines epochal bestimmten Themenbereiches. Unterstützt wird diese Arbeit von zwei konstanten dreiköpfigen Elterngruppen, die nach dem Tageseinschnitt (Frühstück/Frischluftpause) tauschen. Damit werden wir eine höhere Qualität der Werkstattarbeit erreichen können (Aufbereitung von Sachthemen, didaktische und methodische Aufbereitung der Werkstattarbeit, gezielte Einflussnahme auf die Arbeitsweise einzelner Kinder, Qualitätssicherung der Werkstattarbeit, erhöhter Stellenwert der Werkstattarbeit im Rahmen offener Lernsituationen, Lernzielkontrolle einzelner Arbeitsaufträge, Betonung der Handlungsorientierung im Werkstattbereich). Eltern werden zukünftig als Ko-Lernbegleiter statt als Leiter von Lernangeboten mitarbeiten.

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Kontakt

› Grundschule Morsum
+49-4651-890295

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Hier können Sie den gesamten Bausteintext als pdf-Dokument herunterladen und ansehen:   Tagesablauf_S.pdf

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