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Diagnose und Beratung unter Einbeziehung eines Selbsteinschätzungsinstruments

Inhaltsverzeichnis

4. Zwischenbilanz

Nach dem ersten Jahr der Erprobung (mit jeweils 3 bzw. 4 Mentorengesprächen pro Schüler) sind alle Beteiligten mit dieser Art des Dialogs über die Stärken und Schwächen des Schülers zufrieden. Auf der Schülerseite ist eine vertiefte Auseinandersetzung mit dem Arbeits- und Lernverhalten - z.T. zum ersten Mal in ihrem gesamten "Schülerleben" (und das nach i.d.R. 13 Schuljahren(!)) - in Gang gesetzt worden und es wurden zusammen mit dem jeweiligen Mentor hilfreiche Veränderungen gefunden. Für das schulische Lernen und Arbeiten hat sich herauskristallisiert, dass die Schüler einen hohen Bedarf am Erwerb von Lern- und Arbeitstechniken haben, ebenso brauchen sie Unterstützung für effektive Zeitplanung. Für diese Bereiche überlegen wir, eine - früher schon einmal angebotene - Unterrichtseinheit zu Lern- und Arbeitstechniken wieder aufleben zu lassen. Diese ersetzt aber nicht das Mentorengespräch, das die konkrete und individuelle Umsetzung der Techniken gewährleistet. Daneben werden in den Mentorengespräche auch Themen aus dem weiteren persönlichen Bereich besprochen und bearbeitet. Z. T. erfolgte hier auch eine Initialzündung zur Aufnahme psychosozialer/ therapeutischer Beratung außerhalb der Schule, um Erfahrungen aus der bisherigen Biographie zu bearbeiten, aktuelle Konflikte im persönlichen Bereich zu klären und Sicherheit im Selbstkonzept zu erlangen. Die Ausbildung mit der Konfrontation verschiedenster Formen psychischer und physischer Erkrankungen aktualisiert z. T. schwelende/ latente Konflikte im Leben der Schüler, die sie - um eine sichere therapeutische Haltung entwickeln zu können - bis zum Ende ihrer Ausbildung bearbeitet haben müssen.

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