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Aktivitätenpläne zur Planung und Steuerung des Schulentwicklungsprozesses

Inhaltsverzeichnis

4. Zwischenbilanz

Die Schule befindet sich in 2002/03 im vierten Jahr der Umsetzung des beschriebenen Kreislaufes. Teambezogene Aktivitätenpläne setzen nach unserer Ansicht eine klare Struktur der Lehrerkooperation voraus  (Struktur Lehrerkooperation).

Bei Einführung der Aktivitätenpläne hatten Kollegen noch Sorge, dass dies ein rein formales Instrument der Rechenschaftslegung innerhalb des Schulversuchs sein könnte. Auch fürchteten sie weitere Mehrarbeit. Die Überzeugungsarbeit war anfangs etwas schwierig, da die Kollegen noch keine eigenen Erfahrung hatten. Praktiziert man den Austausch- und Beratungsprozess kontinuierlich und konsequent, entwickeln sich die Aktivitätenpläne zunehmend vom Planungsinstrument zum wirklichen Arbeitsinstrument. Die Schrittfolge ist nach Anstoß durch den wissenschaftlichen Begleiter im Verlaufe des Prozesses durch ständiges Reflektieren an der Schule selbst weiterentwickelt worden. Inzwischen hat sie sich als ein praktikabler und routinierter Evaluationskreislauf an der Schule etabliert. Alle Schritte des Kreislaufs sind in sich schlüssig und bauen aufeinander auf. Im Grundansatz ist eine Einheitlichkeit an der Schule vorhanden, was die Weiterarbeit mit den Aktivitätenplänen (Reflexion/Evaluation) wesentlich effizienter gestalten lässt.

Trotzdem ist es notwendig, jährlich sowohl das Verfahren als auch die Wirksamkeit kritisch zu betrachten, um den Nutzen für alle Ebenen (Schulleitung, Steuergruppe, Team, einzelner Lehrer) deutlicher herauszuarbeiten. Sollte sich zeigen, dass einzelne Aktivitätenpläne noch nicht den gewünschten Qualitätskriterien genügen, können Nachbesserungen erforderlich werden. Auch wurden und werden immer wieder Korrekturen in den Strukturen der Vordrucke, z.B. Aktivitätenplan, Gesprächsleitfaden, Erfahrungsbericht, vorgenommen. Die Kategorie allgemeine Zielsetzung wurde erst zum Schuljahr 2002/03 hinzu genommen, zuvor waren wir direkt an die Formulierung von Aktivitäten herangegangen. Auch die Reflexion wurde erst im zweiten Jahr der Erarbeitung von Aktivitätenplänen ergänzt. Die zeitliche Abfolge wurde forciert und konsequenter eingehalten. Was nützen Aktivitätenpläne, die erst im Laufe des Schuljahres entstehen? Die Bedeutung der Gespräche zu den Aktivitätenplänen wurde zunehmend erkannt. So veränderte sich die anfangs noch sporadische Gesprächsführung inzwischen zu einer inhaltlich und terminlich systematischen Gesprächskultur.

Es ergab sich auch aus der Erfahrung im Umgang mit den Aktivitätenplänen 2001/02 die Schlussfolgerung, stärker als bisher den Blick auf das gesamte Arbeitsfeld eines Teams zu erweitern und sich nicht zu sehr auf die im Aktivitätenplan notierten Schwerpunkte zu begrenzen. Sonst besteht die Gefahr, im Verlauf des Schuljahres aktuell entstandene Entwicklungsansätze unbeachtet zu lassen.

Wichtig ist, dass der Teamleiter den Aktivitätenplan nicht allein schreibt, sondern der Erstellung ein tiefgründiger und kritischer Austauschprozess innerhalb des Teams zu Grunde liegt. Dies bedarf zeitlicher Ressourcen, die günstiger Weise von der Schulleitung von vornherein eingeplant werden sollten. Diese Möglichkeiten für Teamgespräche sind eine Voraussetzung zur Bearbeitung und – vor allem – zur Umsetzung von Aktivitätenplänen im Team während des Schuljahres.

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