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Vorschulischer Elterngesprächskreis als Baustein der Elternarbeit im Übergang vom Kindergarten in die Grundschule

Inhaltsverzeichnis

4. Zwischenbilanz

Die hohe Nachfrage und Beteiligung der Eltern am Vorschulischen EGK, die persönlichen Rückmeldungen, das Ergebnis der Befragung  (Fragebogen Elterngesprächskreis) und die Berichte der beteiligten Kolleginnen bestätigen unsere eingangs formulierten Annahmen: Eltern sind zu Beginn der Schulzeit ihrer Kinder für eine Erziehungspartnerschaft mit der Schule zu gewinnen und ziehen daraus für sich einen Nutzen.

Eltern, die häufig durch negative Erfahrungen in ihrer eigenen Schulzeit geprägt sind, machen die für sie wichtige und neue Erfahrung, als Erziehungspartner ernst genommen zu werden. Sie erleben Schule als einen Ort, an dem ihnen und ihren Kindern ernsthaftes Interesse entgegengebracht wird, an dem die schulische Arbeit offen gelegt und zur Mitarbeit eingeladen wird, an dem Ideen und Anregungen aufgenommen, aber auch konkrete Unterstützungsmöglichkeiten gegeben werden.

Die Kolleginnen der 1. Klassen berichten von einer hoher Beteiligung an den ersten Klassenpflegschaftssitzungen (80 bis 90 Prozent), von gezielten Fragen der Eltern und einer sehr angenehmen Atmosphäre, da die Eltern sich aus dem EGK kennen. Insgesamt zeigt sich, dass unser Elternarbeitskonzept mit seinen verschiedenen Bausteinen in sich stimmig zu sein scheint und angenommen wird. Die Protokollführung während der EGK hat sich bewährt, denn aus den Aufzeichnungen ergeben sich für uns Weiterentwicklungsansätze.

Der gute Kontakt zu den umliegenden Kindergärten und Tagesstätten und insbesondere die Teilnahme von Erzieherinnen am EGK haben ebenfalls ihre Wirkung: In den vorschulischen Einrichtungen entsteht größere Transparenz über die Arbeit der Schule, und Eltern erkennen die Gemeinsamkeiten und eine Kontinuität im Bildungsansatz von Kindergarten und Grundschule.

Als schwierig hat sich zum Teil die große sprachliche Heterogenität herausgestellt. Wir verzichten in der Großgruppe des Vorschulischen EGK auf Übersetzungen, da die „Bevorzugung“ einer Sprache (meist Türkisch) zu Unmut führt. In der Regel helfen sich die Eltern gegenseitig.

Aufgrund der personellen Ressourcen können zur Zeit die EGKs nur vormittags stattfinden. Nachfragen von berufstätigen Eltern lassen jedoch erkennen, dass auch bei ihnen Interesse besteht.

Perspektivisch wollen wir die Anregungen zu Erziehungsfragen für die Eltern noch anschaulicher gestalten. Unsere Weiterentwicklungsideen dazu sind u.a. Videoeinspielungen alltäglicher Konfliktsituationen mit anschließender gemeinsamer Analyse oder auch Erarbeitung kurzer, von den Eltern gestalteter „Handreichungen“. Als Stadtteilschule arbeiten wir an der Erweiterung unseres Konzeptes „Erziehungskompetenzen von Eltern stärken“ in Richtung eines lokalen Lernzentrums. Damit hätten wir die Möglichkeit, gezielte Förderung der Kinder mit Angeboten zur Unterstützung und Entlastung von Familien zu verbinden. Die Projekte der „Early Excellence Centres“ in England zeigen u.E. beeindruckend, wie der Aufbau eines Netzwerkes von Zentren gleichsam als Katalysator für die Weiterentwicklung und Innovation in diesem Bereich wirkt und dabei auf die Region und ihr Umfeld ausstrahlt. Die an das Pestalozzi-Fröbel-Haus in Berlin (Erzieherausbildung) angebundene Kindertagesstätte Schillerstraße in Berlin arbeitet seit fast zwei Jahren nach diesem Konzept (www.pfh-berlin.de).

In Kooperation mit dem Stadtteilverein wird derzeit ein niederschwelliges Beratungsangebot für Eltern/Anwohner in Form eines Internet-Stadtteil-Führers erarbeitet. Hier sehen wir ein gutes Vorbild in der Internetseite des „Arbeitskreis Neue Erziehung e.V.“ (www.ane.de) in Berlin.

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pdf-Download

Hier können Sie den gesamten Bausteintext als pdf-Dokument herunterladen und ansehen:   Elterngesprächskreis_Dtmd.pdf

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