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Personalentwicklung durch MitarbeitergesprächeInhaltsverzeichnis- Aus der Sicht der Steuergruppe und der Schulleitung ist es
förderlich, sich für die Akzeptanzbildung innerhalb des Kollegiums sehr
viel Zeit zu nehmen. Es hat sich als wichtig und richtig erwiesen, dass
in verschiedensten Gruppenkonstellationen Gespräche über das Für und
Wider von Mitarbeitergesprächen geführt wurden. Eine im
Top-down-Verfahren verordnete Durchführung von Mitarbeitergesprächen
(und insgesamt von Personalentwicklung) würde nach unseren Erfahrungen
kaum Aussicht auf Erfolg haben. Wir haben insgesamt den Eindruck, dass
eine gute inhaltliche und organisatorische Vorbereitung, die allerdings
mit einem hohen Zeit- und Energieaufwand verbunden ist, zu den
wesentlichen Bedingungen für das Gelingen von Mitarbeitergesprächen
gehört, damit diese längerfristig als tragfähige Ansätze in die
Schulentwicklung implementiert werden können.
- Während unseres Prozesses waren Offenheit und Ehrlichkeit in der
Auseinandersetzung vor allem seitens der Schulleitung als Initiatorin
der Gespräche oberstes Gebot. Um Transparenz und Vertrauen zu erlangen,
mussten vor allem Organisations- bzw. Kommunikationsformen gefunden
werden, die das Kollegium an der Planung und Durchführung beteiligten.
- Die Fortbildung zur Durchführung von Mitarbeitergesprächen für
Schulleitung und Personalrat war für alle Beteiligten sehr motivierend
und hilfreich, um Techniken und Methoden der Gesprächsführung bewusster
und professioneller einsetzen zu können. Die Schulung fand in drei
Blöcken zu jeweils 2,5 Tagen statt und war dementsprechend relativ
zeitaufwändig. Die praxisnahe Selbsterprobung in Übungsgesprächen wurde
von allen Beteiligten als eine wichtige Erfahrung im Hinblick auf eine
größere Professionalisierung betrachtet. Abschließende Bewertungen in
Bezug auf die praktische Umsetzung des Gelernten liegen noch nicht vor.
Festzustellen ist jedoch, dass die Gesprächsführenden bei der
Durchführung eines strukturierten und ergebnisorientierten Gesprächs
zunehmend an Sicherheit gewinnen.
- Nach unseren bisherigen Erfahrungen halten wir eine intensive
Vorbereitung auf das Gespräch für eine wesentliche Voraussetzung. Dies
betrifft vor allem detaillierte Kenntnisse über den
fachlich-pädagogischen und persönlichen Entwicklungsschwerpunkt des
beteiligten Kollegen.
- Unser Projekt zur Personalentwicklung, insbesondere die
Mitarbeitergespräche, führte beim Personalrat zu einem Rollen- bzw.
Interessenkonflikt, der vor allem in der Anfangsphase zu
Kommunikationsschwierigkeiten und Missverständnissen zwischen
Schulleitung und Personalrat führte. Grundsätzlich zeigte sich der
Personalrat jedoch in der Zusammenarbeit konstruktiv und übernahm eine
wichtige Mittlerrolle zwischen Schulleitung und Kollegium. Erschwerend
wirkte weiterhin, dass nur ein Teil des Kollegiums direkt in diesen
Prozess involviert werden konnte.
- Schwierig war es, im Kollegium die Einsicht zu vermitteln, dass
Personalentwicklung - insbesondere die Mitarbeitergespräche - zu einer
Qualitätsverbesserung des Unterrichts führen sollen. Dieser
Zusammenhang war für die meisten Kollegen zu abstrakt und konnte nicht
unmittelbar nachvollzogen werden. Die neu formulierten
Aufgabenbeschreibungen als Basis unserer Mitarbeitergespräche
beschreiben Qualitätsanforderungen und -erwartungen in Bezug auf
Unterricht näher. Sie sind unserer Meinung nach ein richtiger Schritt
in diese Richtung.
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