Kinderhaus Technido: Betriebsnah, offen und flexibel
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Verschiedene Unternehmen aus dem Technologiepark gründeten den Verein "Kind und Beruf e.V.", um Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine Infrastruktur für ihre kleinen Kinder zur Verfügung zu stellen. Der Verein kooperiert mit dem örtlichen Jugendamt und wird als neuer freier Träger anerkannt.
Im Dachverband "Kind e.V." schlossen sich mehrere solcher örtlich tätigen Vereine zusammen und betrauten eine Dienstleistungsfirma mit den Aufgaben der Geschäftsführung und der pädagogischen Leitung ihrer Kindertageseinrichtungen. Diese Dienstleistungsfirma ging aus einer Unternehmensberatung hervor, hat sich mittlerweile auf den Betrieb von Kindertageseinrichtungen spezialisiert und versteht ihre Arbeit als qualifizierte frühpädagogische Dienstleistung für Eltern und Unternehmen.
Das Kinderhaus wurde in den Bedarfsplan der Stadt Karlsruhe aufgenommen und erhält die in Baden-Württemberg gesetzesübliche öffentliche Förderung. Firmen können für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Belegrechte unterschiedlichen Ausmaßes erwerben: Reguläre Belegplätze sind teurer, einfache Mitgliedschaften von Firmen im Trägerverein sind weniger kostspielig, führen jedoch auch zu einem gewissen Vorrang auf der Warteliste.
Moderne Bildungsarbeit und Betreuungsdienste für Familien sind bei uns kein Widerspruch. Elternwille und das Interesse der Arbeitgeber an den hohen Qualifikationen von Müttern und Vätern bringen beide Pole zusammen. Die Pädagogik tut das Ihre dazu, um
- ein gutes Kooperationsverhältnis mit den Eltern zu entwickeln, dessen erster Ausdruck die gelingende Eingewöhnungszeit der Kinder im Kinderhaus ist;
- eine freundliche Dienstleistungsatmosphäre zu schaffen, geprägt von selbstbewusster frühpädagogischer Kompetenz auf Seiten der Mitarbeitenden und der Annahme, dass die Eltern das Wohlbefinden und die moderne Förderung ihrer Sprösslinge sehr wohl im Blick haben;
- die Nähe zur Arbeitswelt zu nutzen, die für die Kinder interessant ist und ihre Bildungsumwelt bereichern kann;
- das Haus mit den nahe gelegenen Sportstätten und der Infrastruktur im Stadtteil zu vernetzen, denn wir leben nicht im luftleeren Raum.
Die pädagogische Konzeption
Das pädagogische Selbstverständnis des Teams wird in einer Konzeption deutlich, die von der pädagogischen Geschäftsführung verantwortet wird und für alle Einrichtungen des Dachverbandes gilt. Die Konzeption stellt die Leitlinie für das pädagogische Personal und die Eltern gleichermaßen dar: Wir gehen von einer modernen Sicht auf Familien aus, sehen Berufstätigkeit und Familienglück nicht mehr als Widerspruch und setzen im Gesellschaftsmodell betriebliche Mitverantwortung für Bildung und Betreuung voraus. (
Offenes Kinderhauskonzept der KONZEPT-E GmbH;
Konzeption)
Das Eingewöhnungsmodell gemäß der Vorgaben des Berliner infans-Instituts ist Konzeptbestandteil. (INFANS: » www.infans.de)
Literatur:
Laewen, H.-J., Andres, B., Hédervári, E.: Die ersten Tage in der Krippe - ein Modell für die Gestaltung der Eingewöhnungssituation von Kindern in Krippen. Neuwied, Kriftel, Berlin 2000
Laewen, H.-J., Andres, B., Hédervári, E.: Ohne Eltern geht es nicht - Die Eingewöhnung von Kindern in Krippen und Tagespflegestellen. Neuwied, Kriftel, Berlin 2000
Laewen, H.-J., Andres, B.: So geht's mit Krippenkindern. In: Kita-Spot, Beilage zu Kindergarten heute, Verlag Herder
Ein differenziertes Raumangebot mit Förderschwerpunkten gehört zum offenen Kinderhausbetrieb. Technido verfügt zum Beispiel über einen Raum zum kreativen bildnerischen Gestalten, einen Rollenspielraum, eine Bewegungsbaustelle, Ruheräume, Wickelräume und Räume für Projekte. Außerdem gibt es für die ganz Kleinen das "Krabblernest" und für die älteren Kinder das "Rasernest".
Eine größere Begegnungszone im Zentrum des Hauses dient als gemeinsamer Essensbereich. An jedem der Tische speist eine pädagogische Bezugsperson zusammen mit den Kindern, so dass eine angenehme Atmosphäre herrscht, obwohl viele Kinder zugleich essen.