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Evangelisch-lutherische Kindertagesstätte mit Familienzentrum an der Corvinuskirche Hannover

Inhaltsverzeichnis

Ausgangslage und Zielsetzung

Um den Kindern mehr Bewegungsfreiheit und Entscheidungsmöglichkeiten zu geben, arbeiten wir offen. Stammgruppen und Bezugspersonen sichern eine stabile Beziehungsstruktur. Beziehung und Einfühlungsvermögen spielen in der konzeptionellen Orientierung eine besondere Rolle. Schon bei der Anmeldung und Eingewöhnung soll jede Familie spüren, dass sie willkommen ist. Von Anfang an bemühen wir uns um eine stabile Beziehung zu dem Kind und seinen Eltern. Nach Möglichkeit sollte ein Elternteil in der ersten Zeit das Kind begleiten. Eine Erzieherin der Stammgruppe bietet sich dem Kind an, sie nimmt sich besonders viel Zeit für das Kind, aber auch für dessen Eltern. Von dieser Grundlage aus traut sich das Kind, Lernschritte zu machen. Wählt sich das Kind in der nächsten Zeit allerdings eine andere Bezugsperson, so ändert sich die Zuständigkeit. Wenn dieser Anfang gelingt, trägt die Beziehung über die ganze Kindergartenzeit. Wesentlich dabei ist, dass das Kind sich anerkannt fühlt. Wertschätzung seiner besonderen einzigartigen Sichtweise der Welt, Wertschätzung seiner Arbeiten und Respekt ihm gegenüber sind unverzichtbare Bestandteile der Haltung der Fachkräfte.
Unsere Einrichtung verfolgt einen konsequent inkludierenden Ansatz. "Wer uns besucht, wird uns verändern", könnte das Motto sein. Das heißt, die Welt ein bisschen mit den Augen des anderen zu sehen und sich in ihn einzufühlen. Das lässt die Fachkräfte nicht unbeteiligt zuschauen: Sie werden zum Anwalt des Kindes, das in ihre Verantwortung gegeben ist. Deshalb lernen wir wenigstens einige Worte in dessen Muttersprache, holen dem Kind vertraute häusliche Gegenstände in die Kita und erfragen bei den Eltern kulturelle und religiöse Gebräuche. Wir wollen die Interessen des Kindes teilen und uns dafür einsetzen, dass jedes Kind eine Umgebung findet, in der es sich wohlfühlt und lernen kann. Wir wollen jedem Kind Vertrauen schenken, Geborgenheit bieten und Trost spenden. Auf diesem Boden kann Hoffnung wachsen. Schöne Momente des Lebens dankbar genießen, einander mit Humor begegnen, auch zusammen albern sein, das bringt alle einander näher. Die Beziehungen werden gestärkt durch gemeinsame Erlebnisse, gemeinsame Arbeit in Projekten, gemeinsames Überwinden von Schwierigkeiten und gemeinsame Freude. Indem die Erzieherinnen Respekt und Achtsamkeit vorleben, prägen sie das Zusammenleben in der Kindertagesstätte. Die Resilienzforschung bestätigt unsere Erfahrung: Es ist wichtig, dass jeder Mensch seine Welt mitgestalten kann, Spuren hinterlässt und erlebt, dass sein Leben für andere eine Bedeutung hat. Das stärkt nachhaltig und hilft Krisen durchzustehen.

Diese kindzentrierten und beziehungsstärkenden Prinzipien fand das Team in den 80er Jahren in der offenen Arbeit. Seit zehn Jahren orientieren wir uns stark an der Pädagogik aus Reggio Emilia. Besonders die Philosophie der "Reggianer" hat uns geprägt. Wir stärken die Vielfalt der kindlichen Ausdrucksformen (100 Sprachen) durch intensive Projekte, in die auch Eltern unterschiedlich eingebunden sind. Die Öffnung zum Stadtteil ist ebenfalls wesentlicher Bestandteil unseres Konzepts.

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Kontakt

Ev.-luth. Kindertagesstätte an der Corvinuskirche
Moorhoffstr. 28A 30419 Hannover
Tel.: 0511-752520
Fax: 0511-27939781
E-Mail: › KTS.Corvinus.Hannover@evlka.de
oder: › KitaCorvinus@web.de

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