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Der Rhythmisierte Tagesablauf

Inhaltsverzeichnis

Kurzbeschreibung

Die Grundschule Morsum, eine kleine Schule auf Sylt, blickt bereits auf mehr als ein Jahrzehnt Erfahrungen mit reformpädagogischen Strukturen des Schulalltags zurück. So arbeiten die Schülerinnen und Schüler z.B. überwiegend in altersgemischten Stammgruppen der Klassenstufen 1 bis 4. Der Tages- und auch der Jahresablauf an der Grundschule Morsum unterliegt einer starken Rhythmisierung. Dabei lösen sich Phasen handlungsorientierter Projektzeiten mit solchen der intensiven Erarbeitung von Lernstoffen ab. Der  rhythmisierte Tagesplan ist ein Instrument, mit dem wir den Tagesablauf darstellen. Es handelt sich dabei um ein Grundgerüst des organisationspädagogischen Ansatzes unserer Schule. Zusammen mit weiteren Gestaltungselementen des reformpädagogischen Profils ( offene Lernsituationen) liefert der rhythmisierte Tagesplan den Hintergrund für den Erwerb von Lernkompetenzen (Sach-, Methoden-, Selbst- und soziale Kompetenzen). Die von uns gesetzte Struktur hat dienende Funktion für die Qualitätsverbesserung von Lernprozessen und Lernergebnissen.

Jeder Schultag folgt einem festen, immer gleichen Zeitablauf: Individueller Arbeitsbeginn, freie und gebundene Unterrichtsformen, Diskussions- und Gesprächsrunden im Plenum der altersgemischten Lerngruppe, feste Erholungs- und Ruhephasen. Die offenen Lernsituationen werden strukturiert durch die Zeitvorgaben des  rhythmisierte Tagesplan, durch Hilfen zur Arbeitsorganisation ( Belegpläne; individuelles Lerntagebuch) und durch Rituale (Redezeit; Lernergebnispräsentation). Die Lernangebote beinhalten z.B. die langfristige Arbeit an übergeordneten Themen und ein Angebot an innerschulischen Lernorten (u.a. Freinet-Druckerei, Lernwerkstatt, PC-Arbeitsplätze). Ein von den Lehrerinnen erstelltes Übungskontingent bietet entsprechende Materialien und Aufgaben zum individuellen Üben und Festigen von Unterrichtsstoffen aus Unterrichtsfächern. Die Schüler teilen sich diese Aufgaben selbstständig ein und entscheiden auch selbst über häusliches Arbeiten. Die Lehrerinnen definieren ihre Rolle als Lernberaterinnen. Sie begleiten ihre Schüler mit einer individuellen Lernplanung, dokumentieren Lernentwicklungen, diagnostizieren ( Beobachtungsprotokoll) und geben regelmäßig individuelle Rückmeldungen an Schüler sowie an die Eltern (Überlegungen zur  Gestaltung offener Lernsituationen).

 

 

Beschreibung: Angelika Gottschalk, Heike Peters

© Grundschule Morsum

Stand: September 2002

 

 

 

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