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Kindertagesstätten

Auch die sozialpolitischen Folgen müssen bedacht werden. Kindertageseinrichtungen als erster Institution im deutschen Bildungssystem kommt bei der Eröffnung von Bildungschancen eine besondere Rolle zu. Durch das Anknüpfen an die Stärken der Kinder und eine individuelle Förderung können sie sozialer Segregation wirksam vorbeugen. In der Kita können allgemeine Lebenskompetenzen vermittelt und die Persönlichkeit der Kinder gestärkt werden. Unterschiedliche familiäre Startbedingungen der Kinder können in enger Zusammenarbeit mit anderen kommunalen Institutionen und Beratungsstellen zu diesem Zeitpunkt noch durch die Einrichtung kompensiert werden. Im Ergebnis sind alle Kinder besser für die schulischen Anforderungen gerüstet.

Städtische Kindertagesstätte „Schwabenstraße“, Emden

„Nichts Menschliches ist uns fremd“. Dies ist das Motto der Kindertagesstätte „Schwabenstraße“ in Emden. Die Einrichtung ist seit Jahrzehnten im Stadtteil verankert und vertritt ein ausgeprägtes Familien- und Jugendhilfeverständnis. Sie legt Wert auf eine soziale Mischung in der Einrichtung, unterliegt aber auch einer gewissen Stigmatisierung als „Problemkita“. mehr »

 
 

Integrative Kindertagesstätte „Momo“, Pforzheim

Die Kita „Momo“ steht mitten in einem Sozialraum mit den höchsten Belastungsfaktoren der Stadt Pforzheim. Die Kita sieht von außen aus wie die Wohnblocks an der stark befahrenen Straße. Sie hat keine besonderen Räumlichkeiten, sondern ist in einem ganz normalen Mietshaus untergebracht, ohne angrenzenden Garten, aber mit einem Park in der Nähe. Sie hat dieselbe desolate Wohnlage wie viele Familien, mit einer Bundesstraße auf der einen und einer Hauptverkehrsstraße auf der anderen Seite. Mit den Kindern werden dieselben Spielplätze besucht, die auch die Anwohner aufsuchen. Die räumliche Situation der Kita hat Beispielcharakter für den Sozialraum. mehr »

 
 

Evangelisch-lutherische Kindertagesstätte mit Familienzentrum an der Corvinuskirche Hannover

Die Einrichtung liegt im Stadtteil Stöcken im Nordwesten Hannovers mitten in einem sozialen Brennpunkt. Etwa 75 % der Kinder haben Migrationshintergrund, sie kommen aus ca. 20 verschiedenen Herkunftsnationen. Ihr Bildungsniveau zeigt die gleiche Spannbreite wie bei den Familien ohne Migrationshintergrund. Die meisten Familien wohnen in unmittelbarer Nähe, aber es gibt auch Eltern, die wegen des besonderen Konzepts einen längeren Weg in Kauf nehmen. Seit August 2006 ist die Einrichtung auch ein Familienzentrum, dadurch wird sich die Kindertagesstätte noch stärker für alle Familien des Stadtteils öffnen. Gemeinsam leben in Einzigartigkeit und Verschiedenheit ist die Herausforderung, der wir uns jeden Tag stellen und die uns beflügelt. mehr »

 
 

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