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Beteiligung wird da am konkretesten, wo Entscheidungen innerhalb von kommunalen Vorhaben anstehen. Kinder und Jugendliche aktiv und ernsthaft an solchen Prozessen zu beteiligen, bedeutet eine große Herausforderung für Politik und Verwaltung. Für Kinder und Jugendliche ist diese Form der Beteiligung eine bedeutsame Motivationsgrundlage für ihr gesellschaftliches Engagement, wenn sie als Experten in der eigenen Sache ernst genommen werden. Für Kommunen bedeutet die Einbeziehung von jungen Menschen eine Chance, die Planungsergebnisse zu verbessern. Gleichzeitig profitieren sie von einer größeren Akzeptanz ihrer Entscheidungen.
Hier finden Sie Projekte, in denen junge Menschen in kommunale Planungsvorhaben erfolgreich eingebunden worden sind.
Partizipation von Kindern und Jugendlichen an der Planung für ein Außengelände im Stadtteil Bosenheim/Bad Kreuznach
Die Stadt Bad Kreuznach in Rheinland-Pfalz (ca. 44.000 Einwohner) hat im Stadtteil Bosenheim unter aktiver Beteiligung von Jugendlichen ein kommunales Gelände als Treffpunkt im Freien konzipiert und gestaltet. Ausgangspunkt waren Spannungen zwischen den Generationen im Wohngebiet, die zunächst auf einem Kommunikationsforum angesprochen und diskutiert wurden. Ein Ergebnis des Forums war, dass die Jugendlichen ein Gelände bekommen sollen, dass sie nach eigenen Vorstellungen gestalten und nutzen können.
Das Vorhaben hat die Kommunikation und den Umgang miteinander im Stadtteil erheblich verbessert, gegenseitige Vorurteile wurden abgebaut, Verständnis für die Interessen anderer Menschen entwickelt. Jugendliche beteiligen sich heute aktiv an den Sitzungen des Ortschaftsbeirates. Somit sind wichtige Erfolgsindikatoren von Partizipationsmodellen erreicht worden. mehr »
Vom Schlossplatz zum Erlebnispark – Planungsbeteiligung von Kindern bei der Neugestaltung eines Schulhofes in Bützow
In der Stadt Bützow in Mecklenburg-Vorpommern (ca. 7.900 Einwohner) bestand auf Grund des Umzuges einer Schule in ein Gebäude mit einer großen Freifläche die Chance, ein umfassendes Beteiligungsprojekt zu initiieren. Da die Fläche neben der Grundschule auch von einem Freizeit-Treff genutzt werden sollte, konnten viele Partner in den Planungsprozess einbezogen werden.
In der kleinen und überschaubaren Kommune war es damit möglich, nicht nur über verschiedene Interessensvertretungen, sondern auch mit öffentlichen Veranstaltungen große Teile der Bevölkerung einzubeziehen. mehr »
"Standard-Ruck-Zuck-Verfahren" - Beteiligung von Kindern und Jugendlichen bei der Neu- und Umgestaltung von Spielplätzen
Die ganzheitliche Planung und Umsetzung von Kinderspielplätzen, Bolzplätzen, naturnahen Spielflächen, Jugendaktivitätsflächen und dem öffentlichen Raum steht im Mittelpunkt des in Flensburg entwickelten Verfahrens für die Planungsbeteiligung von Kindern und Jugendlichen beim Neu- oder Umbau von solchen Plätzen.
Seit 1999 liegt die Planungs- und Budgetverantwortung für die städtischen Kinderspielplätze in der Hand der Abteilung für Kinder- und Jugendförderung der Stadt. Seitdem wurden in Flensburg jährlich drei bis vier Kinderspielplätze umgestaltet und zwei bis drei Spielplätze neu gebaut – mit Beteiligung der Kinder, Jugendlichen und Anwohner, wie es der § 47f der Gemeindeordnung seit 1996 vorsieht. Dies bedurfte schon aus zeitlichen Gründen einer neuen, alltagsorientierten Beteiligungs- und Planungskultur. In diesem Sinne entwickelte das Spielmobilteam der Stadt das „Standard-Ruck-Zuck-Verfahren“. mehr »
„Das muss ich nicht lernen, das hab ich erlebt“ – Der Kinderwald der Stadt Hannover
Im Nordwesten der niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover (523.000 Einwohner) liegt das etwa sieben Hektar große Gelände des Kinderwaldes – ein Ort, der von Kindern für Kinder gestaltet wird.
Hier dürfen sie nach Herzenslust toben, durchs Wasser waten und sich dreckig machen. Kinder und Jugendliche sind die Baumeister von Weidendörfern, Waldsofas und Brücken, sie pflanzen Bäume und Sträucher, basteln Wegweiser, Traumfänger und Baumgesichter. Sie erfahren Natur mit allen Sinnen. Sie planen in Zukunftswerkstätten die weitere Entwicklung des Geländes und werden durch Landschaftsplaner bei der Umsetzung ihrer Ideen unterstützt. mehr »
„Leben und spielen in der Fichtnerstraße – Wohnumfeldverbesserung in der Fichtner-/ Oestmannstraße“ – Kassel
Die Stadt Kassel, mit knapp 194.500 Einwohnern in Nordhessen gelegen, initiierte 2003 unter dem Motto „Kassel ist eine kinder- und jugendfreundliche Stadt“ das Beteiligungsvorhaben „Leben und spielen in der Fichtenerstraße – Wohnumfeldverbesserung in der Fichtner-/Oestmannstraße“ mit dem Ziel, einen Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualität in der Fichtner-Oestmann-Siedlung zu leisten.
Unter Beteiligung der im Quartier lebenden Kinder und Jugendlichen konnten der Ist-Stand der Quartierssituation ermittelt und Ideen und Wünsche zur Umgestaltung gesammelt werden. Bis heute wurden ein Kinder- und Jugendtreff und mehrere Spielgeräte im Außenraum gestaltet. mehr »
Das 1997 eröffnete kommunale Jugendhaus in Moormerland wurde von zumeist männlichen Jugendlichen stark frequentiert. Die unmittelbar am Jugendhaus anliegende Freifläche konnten sie nach ihren Wünschen und Vorstellungen gestalten. Mädchen waren bei diesem Prozess nur am Rande beteiligt und traten lediglich als passive Beobachterinnen im und am Jugendhaus auf.
Dieses Ungleichgewicht sollte durch ein Angebot der offenen Jugendarbeit für weibliche Jugendliche ausgeglichen werden. Ziel war es, Beteiligungsmöglichkeiten für Mädchen zu schaffen, die ihren Wünschen und Bedürfnissen entsprechen. mehr »
Partizipation von Kindern und Jugendlichen an der Teilraumentwicklungsplanung Mülheim-Broich/Speldorf
Die Stadt Mülheim an der Ruhr (170.327 Einwohner) führt in den Stadtteilen Broich und Speldorf eine Teilraumentwicklungsplanung durch. Diese soll zum Anlass genommen werden, die Interessen von Kindern und Jugendlichen zu erforschen, darzustellen und in das Teilraumentwicklungskonzept zu integrieren.
Die Kinder und Jugendlichen wurden ab Februar 2005 in den umfassenden und komplexen Planungsprozess einbezogen, indem sie ihren Lebensraum erforschten, Treffpunkte, Spiel- und Aufenthaltsorte, Konflikträume und Veränderungswünsche benannten. Durch den Einsatz verschiedener Beteiligungsmethoden (Streifzüge, Mental Maps, Planungswerkstätten etc.) wurde eine Vielzahl von Kindern und Jugendlichen erreicht, die umfangreiche Ideen für die Teilraumentwicklungsplanung entwickelt haben. mehr »
Kinderkommission mit dem Projektschwerpunkt „Straße der Kinderrechte“ in Nürnberg
Die „Straße der Kinderrechte“ ist ein Projekt der Kinderkommission der Stadt Nürnberg (ca. 500.000 Einwohner) unter der Schirmherrschaft von Dani Karavan, dem Urheber der „Straße der Menschenrechte“ in Nürnberg. Damit Kinder in Nürnberg in kindgerechter Weise und spielerisch mehr über ihre Rechte erfahren können und diese auch bei den Erwachsenen bekannt und akzeptiert werden, ist die Kinderkommission derzeit in Zusammenarbeit mit Kindern und regionalen Künstlern dabei, die „Straße der Kinderrechte“ im Stadtpark von Nürnberg zu errichten. mehr »
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