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Katholischer Kindergarten und Kindertagesstätte St. Margareta: Transparenz und Kooperation von Anfang an

Inhaltsverzeichnis

Praktisches Vorgehen

Sorgsam gestaltete Eingewöhnungsphasen sind kein isolierter Baustein, sondern Ausdruck der durchgängigen pädagogischen Haltung des reflektierten Beziehungsaufbaus bei größtmöglicher Selbstverantwortung. Dies zeigt sich auch in den Grundsätzen zur Personalentwicklung: Neue Mitarbeiterinnen erleben ebenfalls Transparenz, Verlässlichkeit und Partnerschaft. ( Papier zur Personalentwicklung)

Für alle Mitarbeiterinnen im Team und für den Träger ist nachvollziehbar, worum es beim Eingewöhnungsverfahren geht und warum wir uns bei diesem Schlüsselprozess am Übergang in einen neuen Lebensabschnitt so viel Mühe geben. ( Grundlegendes zur Eingewöhnung)
Das Team hat folgende Kriterien für die erfolgreiche Eingewöhnung eines Kindes aufgestellt:

  • Der Abschied von den Eltern verläuft ohne sichtbaren Trennungsschmerz.
  • Das Kind ist emotional ausgeglichen; es baut Beziehungen auf.
  • Das Kind wird aktiv und wählt selbstständig Angebote aus.
  • Das Kind äußert sich im Kinderparlament.
  • Das Kind testet Grenzen aus.

In einer Teamreflexion werden Kriterien erfolgreicher oder schwieriger   Eingewöhnungsprozesse ausführlich dargelegt. ( Teamreflexion)

Literatur:
Niesel, R.: Start in den Kindergarten. Grundlagen und Hilfen zum Übergang von der Familie in die Kindertagesstätte. Don Bosco, München 2002

Kooperation mit den Eltern
Gegenüber den Familien wird bereits zu Beginn eine "pädagogische Grundtonart" der Wertschätzung und Partizipation angestimmt. Haben sie sich für unseren Kindergarten entschieden, werden sie schriftlich zu einem persönlichen Kennenlern-Gespräch eingeladen. Dabei orientiert sich die Leiterin an einem Gesprächsleitfaden und notiert in ihrem Bogen, was festgehalten werden muss. ( Der Leitfaden für das Elterngespräch) Liegen besondere Bedürfnisse eines Kindes vor, sind wir bemüht, dem bereits beim Anmeldeverfahren Rechnung zu tragen und Regelungen zu vereinbaren, die für das Kind, seine Familie und die Einrichtung förderlich und praktikabel sind.

Verlief das Gespräch für beide Seiten positiv, lernen die Eltern die Erzieherin der Gruppe kennen, in die ihr Kind künftig gehen wird. Außerdem erhalten sie verschiedene Unterlagen für den Beginn der Kindergartenzeit. Diese Unterlagen sammeln sie in einem Schnellhefter und ergänzen sie im Laufe der Kindergartenzeit um Elternbriefe und andere Dokumente. Darüber hinaus vermitteln das "Kindergarten-ABC" und eine detaillierte Information über die Reggio-Pädagogik einen Einblick in das pädagogische Selbstverständnis und in Abläufe der Einrichtung. ( Der Elternbrief "Etwas Neues beginnt";  Das Kindergarten-ABC;  Die Information über die Reggio-Pädagogik)

Nach dem Aufnahmegespräch haben Kinder mit ihren Eltern die Gelegenheit zu "Schnupperbesuchen" in den Gruppen, und alle Neuankömmlinge werden zu einem sommerlichen Nachmittagsbesuch auf dem Freigelände des Kindergartens eingeladen. Dies sind gewissermaßen Vorleistungen des Kindergartens. Die eigentliche Eingewöhnungszeit beginnt erst mit dem regelmäßigen Besuch.

Planungsschritte und die Sicherung der Abläufe
Das beim Qualitätsmanagement praktizierte Vorgehen wurde im Trägerverband für die katholischen Kindertageseinrichtungen der Diözese Köln entwickelt und von vielen Einrichtungen, die der Caritas angehören, übernommen. (» www.qualitypack.de)

Sämtliche Stationen des Eingewöhnungsverfahrens sind im Rahmen eines Qualitätsmanagement-Verfahrens ausführlich beschrieben und in einer Prozessbeschreibung zusammengefasst worden. So sind alle Beteiligten gleichbleibend gut informiert, die Kompetenzen im Team sind klar verteilt, und für alle Familien werden die Ziele und Stationen der Anfangszeit in der Kindertagesstätte gleichermaßen transparent. ( Die Prozessbeschreibung
In der Prozessbeschreibung werden alle wesentlichen Schritte des Eingewöhnungsprozesses samt mitgeltender Unterlagen dargestellt. Wurde zuvor richtig geplant, erleichtert die eingespielte Organisation den Alltag, denn für die meisten in der Praxis auftauchenden Fragen stehen verbindlich formulierte Lösungen mit entsprechenden Unterlagen zur Verfügung und werden von allen Mitgliedern des Teams gleichermaßen gehandhabt.
Im jährlich stattfindenden Qualitätszirkel zur Eingewöhnung können aufgrund der Erfahrungen, Einschätzungen und neu sich stellender Probleme Modifizierungen vorgenommen werden. Jedes Jahr im November werden die Eltern gebeten, die erste Phase des Aufenthalts ihres Kindes im Kindergarten einzuschätzen. ( Die Elternbefragung zur Eingewöhnung)

Partizipation
Partizipation wird im Kindergarten St. Margareta groß geschrieben. Jeden Morgen findet in den Gruppen ein Kinderparlament statt - lebendige Übung demokratischen Verhaltens, Sprachförderung, soziales Lernen und Gelegenheit, sich über Gott und die Welt auszutauschen. Die neuen Kinder, die in den ersten Tagen mit ihren Eltern zumeist am Morgen kommen, erleben so gleich mit, wie jeder Einzelne in der Gruppe zu Wort kommt. ( Das Kinderparlament - Dokumentation eines Verlaufes)

Dokumentation und Eingewöhnung
In jeder Gruppe führen die Pädagoginnen kontinuierlich ein Gruppentagebuch, zu dem nur sie Zugang haben. In diesem Buch werden Beobachtungen und Geschehnisse festgehalten, zum Beispiel die ersten Wahrnehmungen beim Eintritt eines Kindes.
Regelmäßige Beobachtungen bilden die Grundlage für die Bildungsdokumentation, die für jedes Kind angefertigt wird. Damit liegen fundierte Informationen für vorbereitete Elterngespräche, die jährlich ein Mal stattfinden, und für die individuelle Planung der Förderung jedes Kindes vor. In diese Dokumentation wird in jedem Jahr ein vollständig dokumentierter Tagesablauf des betreffenden Kindes aufgenommen. (Der Bildungsdokumentationsbogen:  Deckblatt,  Bogen)

Seit kurzer Zeit führen wir auch das Könnerbuch, einen individuellen Ordner für jedes Kind, der sich im Laufe seiner Kindergartenzeit füllt: Jedes Kind fertigt eine Art Bildungsdokumentation an, in der wichtige Schritte in Form von Fotos, Bildern oder Texten  festgehalten werden. Mit Hilfe des Könnerbuchs kann jedes Kind reflektieren, wie sein Start im Kindergarten war und wo es mittlerweile steht.

Zu Beginn der Kindergartenzeit werden die Eltern über Sinn und Zweck solcher Dokumentationsverfahren informiert und um ihre Einwilligung zu diesem Vorgehen gebeten. Dabei erleben sie, wie sorgsam wir mit persönlichen Informationen umgehen.

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Kontakt

Katholischen Kindergarten und Kindertagesstätte St. Margareta  
Walzenratherstr. 10
53819 Neunkirchen-Seelscheid

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