Kinderhaus Technido: Betriebsnah, offen und flexibel
Inhaltsverzeichnis
Noch vor der Eröffnung des Kinderhauses trafen sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beim Konzeptionstag der Teams der "Kind e.V."-Einrichtungen und entwickelten erste Planungen zur Gestaltung der Aufnahme und Eingewöhnung. (
Information der Mitarbeitenden über die Eingewöhnungsphase)
Bereits vor der eigentlichen Eröffnung konnten sich Eltern an die pädagogische Geschäftsführung wenden und erhielten erste Unterlagen, darunter auch Informationen über das Konzept. (
Der erste Elternbrief;
Der zweite Elternbrief mit Einrichtungsinfo)
Die Eltern konnten die Räume des Kinderhauses besichtigen und das pädagogische Personal kennen lernen. Auf einem Elternabend wurde das Konzept, dessen schriftliche Fassung die Eltern bereits in Händen hatten, erläutert und besprochen. Schon an diesem Abend trafen die Eltern auf die Bezugserzieherinnen, die während der Eingewöhnungszeit für ihre Kinder zuständig waren.
Mit ihren Unterschriften unter die Betreuungsverträge bekundeten die Erziehungsberechtigten, die Bedingungen des Eingewöhnungsverfahrens beachten zu wollen.
Bei der terminlichen Vereinbarung der ersten begleiteten Besuchstage erhielten die Familien ein zweites Merkblatt mit Hinweisen darüber, wie sie sich bei der Begleitung ihrer Kinder im Kinderhaus verhalten sollen. (
Elternbrief zur Eingewöhnung)
Für die folgenden zwei Wochen wurde ein Terminplan ausgearbeitet, der festlegte, wann die Eltern mit ihren Kindern in den ersten Tagen kommen sollen. Dabei erwies es sich als sinnvoll, Kinder unterschiedlicher Altersgruppen mit ihren Eltern jeweils zu bestimmten Zeiten einzuladen, so dass sich Kinder mit annähernd ähnlichen Interessen und Spielwünschen treffen konnten. Die Bring-Termine wurden drei Altersgruppen entsprechend - null bis anderthalb Jahre, anderthalb bis zweieinhalb Jahre, ab zweieinhalb Jahre - festgelegt, so dass wir mit dem Beschäftigungsangebot besser auf den Entwicklungsstand der Kinder eingehen konnten. In dieser Zeit waren alle pädagogischen Mitarbeiterinnen anwesend. (
Plan zur Gestaltung der ersten beiden Wochen)
Täglich jeweils nach 17.00 Uhr reflektierten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Erfahrungen mit den neuen Kindern - eine Grundlage, um die nächsten Schritte mit den Eltern individuell zu vereinbaren.
Nach drei Wochen führten wir mit den Erziehungsberechtigten jedes Kindes ein ausführliches Gespräch zum Ablauf der Eingewöhnungsphase.
Der Qualitätszirkel findet alle zwei Monate zu unterschiedlichen pädagogischen Themen statt. Teilnehmer sind jeweils eine pädagogische Fachkraft aus den Einrichtungen des Trägerverbundes sowie das pädagogische Leitungsteam der Konzept-e GmbH. Das Eingewöhnungsmodell in Theorie und Praxis wurde in einigen Sitzungen des Qualizirkels besprochen.
Aufnahmen im laufenden Betrieb
Es gilt, was das Konzept für die Aufnahme im laufenden Jahr festlegt:
- ausführliche Information der Familien vor Abschluss des Betreuungsvertrags,
- eingehende Informationsmöglichkeit im Kinderhaus,
- Vereinbarung von Anfangsterminen für das Kind in Begleitung der Mutter oder des Vaters,
- intensive Dokumentation und Reflexion im Team an jedem der ersten Besuchstage,
- ein abschließendes Auswertungsgespräch mit den Eltern nach zwei bis drei Wochen.
Information und Dokumentation
Während der Eingewöhnungsphase wird großer Wert auf regen Austausch mit den Eltern gelegt, und die Eltern arbeiten gern mit.
Ausführliche Informationen erleichtern die Zusammenarbeit zwischen Familien, Betrieben und Kinderhaus: Telefonnummern, abholberechtigte Personen, biografische Besonderheiten, Schlaf- und Essgewohnheiten des Kindes, sein bisheriger Tagesablauf, Krankheiten und Allergien - all dies wird für jedes neue Kind auf einer Karteikarte festgehalten und zentral gesammelt, damit alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im offenen Betrieb darauf zugreifen und weitere Informationen vermerken können.
In einem Tagebuch, auf das nur die Erzieherinnen und Erzieher Zugriff haben, werden Beobachtungen einzelner Kindern sowie besondere Vorfälle mit Datum und Uhrzeit festgehalten.
Ein Schichtübergabebuch für alle Team-Mitglieder enthält wichtige Ad-hoc-Informationen zum Tagesablauf und zu aktuellen Aktivitäten der Kinder, so dass trotz der langen Öffnungszeit Kontinuität in der Förderung der Kinder und im offenen Gruppenbetrieb gewahrt werden kann.
Woran erkennen wir, dass ein Kind sich erfolgreich eingewöhnt hat?
Das Kind
- ist interessiert und aktiv, es fühlt sich wohl und nimmt am Geschehen teil;
- erkundet die Umgebung und kennt sich aus;
- nimmt Kontakt mit anderen Kindern auf;
- ist mit mindestens einer Erzieherin oder einem Erzieher vertraut, hat also eine sichere Basis, lässt sich trösten oder ablenken;
- kann sich von den Eltern trennen und verabschiedet sich, ohne zu weinen;
- kommt gern ins Kinderhaus und hat Freunde.
Ein Beispiel für die Aufnahme eines Kindes und die Erfahrungen einer Mutter:
Bericht einer Mutter